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ausging,  nämlich,  daß  die  Goldausbeute,  welche  damals  in
so  reichem  Maße  aus  Kalifornien  und  Anstralien  strömte,
sich  ungefähr  auf  derselben  Höhe  halten  würde.  Und,
meine  Herren,  endlich  war  eine  weitere  Voraussetzung,  die
wir  bei  Erlaß  des  Münzgesetzes  hatten,  und  die  vom
ganzen  Hause  getheilt  wurde,  dic,  daß  von  einer  Silberentwerthung,
  wie  sie  jetzt  eingetreten  ist  und  sich  durch
die  ganze  Welt  fühlbar  macht,  überhaupt  keine  Rede
sein  würde“.

„Meine  Herren,  der  Herr  Abgeordnete  Bamberger  führte  damals
die  Majorität  des  Reichstags  und  führte  die  Regierung  bis  zu  einem  gewissen
  Grade  auch  —  in  der  Konstitnirung  des  damaligen  Münzgesetzes.
Sie  müssen  sich  immer  erinnern,  daß  er  damals  Mitglied  und  Mitführer
der  tonangebenden,  maßgebenden  Partei  des  damaligen  Reichstags,  der
nationalliberalen  Partei,  war,  daß  diese  Partei  ihm  gerade  in
diesen  monctären  Beziehungen  die  Führerschaft  willig  überließ,
und  daß  der  ganze  Reichstag  ihm  folgte,  der  Bundesrath  ihm  folgte,  die
Minister  ihm  folgten.  Und,  meine  Herren,  er  hatte  einigen  Anspruch  auf
diese  Führerschaft:  er  hatte  sich  mit  dieser  Frage  eingehend  beschäftigt  schon
vorher,  während  kaum  ein  anderes  Mitglied  des  Neichstages
vorhanden  war,  welches  diese  Frage  einem  eingehenden
Studinm  unterworfen  hatte;  aber  er  ging  eben  damals  auch  von
Voraussetzungen  aus,  die  sich  nachher  in  keiner  Weise
bewahrheitet  haben“.

„Wie  er  sich  bezüglich  der  Silberentwerthung  aussprach,  darüber  muß
ich  den  Herren  doch  eine  Stelle  ins  Gedächtniß  zurückrufen  aus  einer  seiner
damaligen  Reden;  es  ist  eine  Rede  vom  Jahre  1871.  Er  sagte  damals  folgendes:

„„Das  Verhältniß  des  Goldes  zum  Silber  von  1:15,  stimmt
überein  mit  dem  Durchschnittsverhältniß  des  ganzen  Jahrhunderts;
es  stimmt  überein  mit  dem  Niveau,  in  welches  Gold  und  Silber
immer  gekommen  sind,  nachdem  es  bald  durch  Entdeckungen  von
Minen,  bald  durch  den  großen  amerikanischen  Kricg  gestört  wurde,
und  ich  glaube,  die  Neichsregierung  kann  es  vollständig  rechtfertigen,
daß  sie  das  Verhältniß  von  1:  15,,  eingehalten  hat““.

„Also,  meine  Herren,  er  glaubte  nicht,  daß  dieses  Verhältniß
  auch  durch  die  Adoption  der  Goldwährung  unsererseits
  jemals  ver  ändert  werden  würde“.

„Und,  meine  Herren,  wie  stand  es  damals  mit  seinen  Ansichten  über
die  Goldansbeute?  Ich  glanbe,  die  Herren  werden  mir  zugeben,  daß  man