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die  Silberprägung  wieder  aufnehmen,  sobald  wir  die  Doppelwährung

einführen,  und  daher  ebenfalls  wieder  als  Käufer  statt  als  Verkäufer

  auf  dem  Silbermarkte  erscheinen.

F.  d.  R.  „Nun,  meine  Herren,  da  alle  die  Unglücksprophezeiungen,  welche
uns  seit  Jahren  vorgehalten  sind,  nicht  eingetroffen  sind,  da,  wie  Herr  von
Kardorff  selbst  zugibt,  auch  die  Prophezeiung  nicht  eingetroffen  ist,  Italiens
Uebergang  zur  Wiederaufnahme  der  Baarzahlungen  würde  schon  die  größten
Verlegenheiten  in  Europa  hervorrufen,  er  schreibt  das  bloß  der  Existenz
eines  guten  Finanzministers  zu  —  ich  glaube,  ein  guter  Finanzminister  ist
allerdings  dazu  nöthig,  aber  auch  der  beste  Finanzminister  kann  aus  Häckerling
  nicht  Gold  machen,  ein  solcher  würde  auch  Magliani  nicht  gewesen  sein,
—  ich  sage,  da  alle  diese  Prophezeiungen  nicht  eingetroffen  sind,  fängt  man
jetzt  von  neuem  an,  künftiges  Unglück  zu  prophezeien,  indem  man  die  Unhaltbarkeit
  unserer  Geldverhältnisse  auf  theoretische  Weise  zu  beweisen  sucht
gegenüber  einem  faktischen  Zustand  der  Dinge,  der,  wie  ich  kühnlich  hier  zu
behaupten  wage,  unanfechtbar  ist".

Anm.  8.  Allerdings  sind  die  Unglücksprophezeiungen,  welche

Herr  Dr.  Bamberger  den  Bimetallisten  in  den  Mund  legte,  nicht  eingetroffen;
  denn  „die  Welt  ist  nicht  untergegangen“  und  „es  ist  nicht
alles  zersplittert“;  aber  die  Prophezeiungen,  die  von  Seiten  sachverständiger
  Bimetallisten  wirklich  ausgesprochen  wurden,  sie  sind  leider
nur  zu  gut  eingetroffen;  denn  diese  Prophezeiungen  lauteten:  die  Goldwährung
  wird  zur  Folge  haben,

a.  „Ueberwerthung  der  Goldmünzen  über  das  Verhältniß  des  Weltmarktpreises
  von  Gold  zu  dem  Silber;

b.  Prägung  geringhaltiger  Silbermünzen  unter  falscher  Werthbezeichnung;


.  Beschränkungen  der  Ausprägungen  von  Silbergeld  auf  eine  für
den  Verkehr  ungenügende  Umlaufssumme;

d.  Nöthigung  der  Staatsangehörigen  dieses  schlechte  Silbergeld  bis
zu  einem  gewissen  Betrage  bei  einer  Zahlung  anzunehmen  und
Beschränkung  derselben  in  dem  Rechte,  das  auf  solche  Weise  bei
ihnen  angesammelte  Silbergeld  zur  Abtragung  ihrer  Verbindlichkeiten
  in  größeren  Beträgen  zu  verwenden“.

Dies  sagte  im  Jahre  1871,  also  zwei  Jahre  vor  Einführung  der

Goldwährung,  der  Land=  und  Reichstagsabgeordnete  Moritz  Mohl.

Zu  derselben  Zeit  sagte  der  Londoner  Bankier  und  Volkswirth  Seyd:
„Es  ist  ein  großer  Irrthum,  vorauszusetzen,  daß  die  Annahme
der  Goldwährung  durch  andere  Staaten  wohlthätig  sein  wird.  Sie