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gewannen  ihn,  diese  sind  also  werthvoller  d.  h.  überwerthig,  theurer
geworden,  und  da  Gold  unser  Hauptzahlungsmittel,  und  das  Theurerwerden
  des  Tauschmittels  gleichbedentend  ist  mit  dem  Sinken  aller  anderen
Preise,  so  ist,  insoweit  dies  nicht  durch  entgegenwirkende  Ursachen
bis  jetzt  verhindert  wurde,  nach  Herrn  Dr.  Bamberger  selbst
die  Goldwährung  eine  Hauptursache  der  gesunkenen  Preise  der  Immobilien
  und  aller  sonstigen  Bedarfsgegenstände.  —

Es  ist  ferner  nach  Herrn  Dr.  Bamberger  nicht  wahr:  daß
unsere  Silbermünzen  unterwerthig  sind,  d.  h.  daß  ein  Fünfmarkstück
z.  Z.  nur  noch  einen  Metallwerth  von  weniger  als  4  Mark  hat;

es  ist  nicht  wahr,  daß  die  Ausprägungen  von  Silbergeld  beschränkt
  wurden;

es  ist  nicht  wahr,  daß  wir  ein  Fünfmarkstück,  obgleich  es  nur
noch  einen  Metallwerth  von  noch  nicht  4  Mark  hat,  zu  5  Mart,  bis  zu
einem  gewissen  Betrage,  die  unterwerthigen  Thaler  aber  bis  zu  jedem
Betrage,  als  vollwerthig  annehmen  müssen;

es  ist  nicht  wahr,  daß  das  Gleichgewicht  im  Geldwesen  gestört
  und  der  Silberpreis  gefallen  ist;

es  ist  nicht  wahr,  daß  der  Wohlstand  in  der  ganzen  Welt  im
Niedergang  begriffen  ist;

es  ist  nicht  wahr,  daß  das  Sinken  der  Preise  auf  alle  Arten
von  Ursachen  und  ungereimten  Dingen,  auf  die  Streiks  der  Arbeiter,
die  Speculation,  die  Ueberproduction  zurrückzuführen  gesucht
wird;

es  ist  endlich  nicht  wahr,  daß  die  Nationen  ihre  Zuflucht  zu
Schutzzöllen  nehmen.

Alles  dies  und  sonst  nichts  weiter  haben  sachverständige  Bimetallisten
  vorausgesagt,  und  da  nach  Herrn  Bamberger  ihre  Prophezeiungen
nicht  eingetroffen  sind,  so  ist  auch  alles  dies  nicht  vorhanden.  Nun
ja,  wer  den  nicht  beneidenswertheun  Munth  besitzt,  am  hellen  Tage  zu
leugnen,  daß  die  Sonne  scheine,  mit  dem  ist  überhaupt  nicht  zu  reden.

Aber  freilich,  wenn  man  kein  Ohr  und  kein  Herz  hat  für  die  Klagen
der  Landwirthe  und  kleinen  Geschäftslente,  dann  ist  alles  in  der  schönsten
  Ordnung  und  von  dem  Niedergang  des  Wohlstandes  lann  gar  keine
Rede  sein;  denn  die  Importgeschäfte  aus  den  Silberländern  und  die
Wechselzahlungen  ins  Ausland  gehen  ja  ganz  flott;  wenn  nur  der
Handel  und  der  Großverkehr  blühen,  das  ist  die  Hauptsache,  denn  dabei
  stehen  viele  Millionen  Mark  auf  dem  Spiele,  wenn  die
nur  von  wenigen  verdient  werden,  so  mögen  Millionen  anderer