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Halbstiefeletten  für  Damen  zu  3  fl.  oder  5  .4  statt  früher  6  +
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H  i  t  12  «
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Da  nun  von  dem  Doppelcentner  grober  Schuhwaaren  50  Mark  Einfuhrzoll
  erhoben  werden  und  ein  Paar  Juchtenstiefel,  die  165  Mark
kosten,  1½  kg  wiegen,  so  beträgt  der  Einfuhrzoll  nur  75  Pfg.  während
der  Cursgewinn  sich  auf  3  Mark  beläuft.

Dem  Verfasser  ist  ein  in  Folge  körperlicher  Gebrechen  und  chronischer
  Krankheiten  absolut  erwerbsunfähiger  Mann  bekannt,  der  s.  Z.
sein  kleines  Kapital,  um  von  den  Zinsen  leben  zu  können,  in  österreichischer
  Silberrente  aulegte;  vor  Einführung  der  Goldwährung  erhielt
er  für  je  100  fl.  östr.  W.  seiner  Zinsen  66  2⅝  Thaler  gleich  200  Mark,
jetzt  erhält  er  nur  noch  161  Mark.  Der  Mann  hat  infolge  dessen  sein
Auskommen  nicht  mehr,  er  muß  alljährlich  von  seinem  kleinen  Kapital
zusetzen  und  noch  außerdem  von  einem  Anverwandten  unterstützt  werden.
Wie  viele  solcher  Leute,  wie  viele  Wittwen  und  Waisen,  die  sich  in
dem  gleichen  Falle  befinden  und  die  daher  unter  unseren  „normalen“,
so  unübertrefflich  schönen  Geldverhältnissen  darben,  in  Kummer  und
Sorgen  ihr  Leben  hinbringen  müssen  —  mag  es  wohl  in  Deutschland
geben?  —

Wenn  uns  nun  Herr  Bamberger  beweist,  daß  die  vorstehenden
Thatsachen  keine  Thatsachen,  sondern  „Ideen“  sind,  wenn  er  uns  beweist,
  daß  der  Cursgewinn,  welchen  die  Vieh-,  Getreide=  und  Schuhhändler
  beim  Import  ihrer  Waaren  aus  den  Silberländern  machen,
daß  die  Verluste,  welche  die  Besitzer  an  der  vor  Einführung  der  Goldwährung
  erworbenen  österreichischen  Silberrente  erleiden,  keine  Folgen
unserer  Goldwährung  sind,  so  wollen  wir  seinen  Behanptungen  Glanben
schenken,  andernfalls  aber  nicht.

F.  d.  R.  „Meine  Herren,  die  Theorie,  auf  welche  sich  unsere  Gegner

stützen,  ist  an  sich,  wie  sie  selbst  zugeben,  sehr  zweifelhafter  Art.  Herr  von
Kardorff  hat  heute  von  dieser  eigentlich  seiner  ganzen  Polemik  zu  Grunde
liegenden  Theorie  nicht  gesprochen;  ich  muß  ihr  deshalb  mit  einer  Silbe  erwähnen.
  Man  nennt  sie  in  der  Münzwissenschaft  die  „Onantitätstheorie“.
Sie  ruht  nämlich  in  der  Behauptung,  daß  die  Preise
der  Dinge  ganz  genan  steigen  und  fallen  im  Verhältniß
  zu  dem  Vorrath  an  umlaufenden  Zirkulationsmitteln,
  daß,  sowie  die  Zirkulationsmittel,  seien  sie  nun  Metall  oder
Papier  oder  sonstige  Repräsentativzeichen,  sich  in  der  Menge  vermehren,

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