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suchunjen  angestellt;  auch  er  vermag  nicht  mit  Gewißheit,  wie  er  selbst  bekenn,
  zu  sagen,  wie  große  derartige  Beträge  jährlich  verwendet  werden“.
„In  einem  Punkte  muß  ich  unbedingt  Herrn  Schram  zustimmen,  nämlich
darin,  daß  der  Verbrauch  unserer  Zwanzigmarkstücke  für  die  Industrie  im
Lauf:  der  Jahre  zurückgegangen  sein  muß,  und  es  liegt  ganz  auf  der  Hand,
daß,  als  die  Zwanzigmarkstücke  noch  neu  ausgeprägt  waren,  sie  ganz  natürlich
  einen  größeren  Vortheil  für  den  Goldarbeiter  boten,  der  sie  einschmolz,
als  Qachdem  sie  eine  Zeit  lang  in  Zirkulation  sind  und  von  ihrem  Vollgewicht
  schon  etwas,  wenn  auch  noch  nicht  viel,  verloren  haben.  Ich  glaube
wahrlich  nicht  zu  niedrig  zu  greifen,  wenn  ich  annehme,  daß  außer  diesen
205  Millionen  noch  95  Millionen  eingeschmolzen  worden  sind  im  Laufe  der
Zeit.  Das  wäre  sehr  viel,  das  würden  300  Millionen  sein,  die  abgegangen
wären  von  unseren  1922  Millionen  ausgeprägter  Goldmünzen.  Dazu
komnen  75  Millionen,  die  in  der  Reichsbank  liegen,  das  macht  also  2  Mlliarden
  weniger  300  Millionen,  gleich  1700  Millionen  in  Gold,  und  das  ist
im  Verhältniß  zu  anderen  Ländern  ein  sehr  guter  Vorrath,  mit  dem  wir  auch
einst  veilen  zufrieden  sein  könnten,  wenn  wir  nicht  aus  den  Thatsachen  sähen,
daß  alles  bei  uns  normal  und  ungestört  von  statten  geht.  Nun  rechnen  die
Herrin  aber  in  ihrer  pessimistischen  Theorie  —  es  ist  nämlich  sehr  merkwürdig,
  erlauben  Sie  mir  diese  kleine  Parenthese  einzuschalten:  Herr  von
Kardorff  und  seine  Freunde  haben  eigentlich  zwei  Gesichter;  wenn  hier  vom
Schuzzoll  die  Rede  ist,  steht  immer  Deutschland  in  Blüthe,  da  geht  alles  herrlich,
  da  ist  seit  1879  alles  in  Schönheit  und  in  Freuden,  und  wir  haben
mur  Hrund  zufrieden  zu  sein;  kommen  wir  aber  zu  der  Währungsfrage,  so
sind  wir  in  dem  Pfuhl  der  Hölle  versunken  und  alles  ist  furchtbar;  man
muß  das  nach  Tagen  unterscheiden,  nach  Währungstagen  und  Zolltagen,  nach
den  einen  sind  wir  im  Himmel,  nach  den  anderen  in  der  Hölle“.  (Heiterkeit.)
Anm.  12.  Auf  diese  in  der  Luft  schwebenden  Schätzungen  und
Geldvörrathsberechnungen  ist  gar  kein  Gewicht  zu  legen;  denn  es  wird
sich  nicht  leugnen  lassen,  daß,  wenn  Deutschland  und  die  Länder  der
lateinischen  Münzconvention  die  Silberprägungen  fortgesetzt  hätten,
heute  der  Geldvorrath  der  Welt  ein  größerer  sein  würde;  wie  es  denn
auch  völlig  unbestreitbar  ist,  daß  sich  aus  dem  vorhandenen  Gold  und
Silber  mehr  Geld  prägen  läßt,  als  aus  dem  verfügbaren  Gold  allein.
Daß  aber  durch  die  Vermehrung  der  Zahlungsmittel  die  Preise  aller
anderen  Dinge  steigen  und  steigen  müssen,  dies  ist  eine  so  allgemein
bekannte  Thatsache,  daß  selbst,  wie  wir  schon  gesehen  haben,  Herr  Dr.
Bamberger  nicht  gewagt  hat,  sie  auf  eigene  Faust  abzuleugnen,  sondern
daß  er,  wie  wir  noch  finden  werden,  sich  vielmehr  genöthigt  sah,  sie