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nermindert  und  genau  so  verhält  es  sich  auch  mit  dem  Werthrorrath

  an  Silber,  er  hat  sich  um  p.  p.  20  %  vermindert.

Wenn  freilich,  wie  uns  Herr  Dr.  Bamberger  versichert,  ein

Holzblock  auf  dem  „300  Millionen“  geschrieben  steht,  der  Bank  bei
rorsichtiger  Geschäftsführung  denselben  Dienst  thut,  wie  300  Millionen
rollwerthiges  Silber,  so  hat  diese  Verminderung  des  Werthvorrathes
  an  Silber  für  die  Bank,  so  lange  es  gut  geht,  nichts  zu
ledenten;  im  Falle  es  aber  zu  einem  Bankbruch  käme,  würde  es  denn
doch  wohl  den  Gläubigern  nicht  gleichgiltig  sein,  ob  sich  in  dem  Keller
der  Bank  die  Summe  von  300  Millionen  Mark  vollwerthigen  Silbers
oder  ein  beschriebener  Holzblock  vorfände.

V.  d.  R.  „Herr  von  Kardorff  behauptetet  nun  merkwürdigerweise,  wir  seien
so  gut  gestellt,  nicht  in  Folge  unserer  Zahlungsfähigkeit,  nicht  in  Folge  des
Kredit,  den  unsere  Währung  in  der  Welt  genießt,  sondern  Dank  unserer
Armte!  Allen  Respekt  vor  unserer  Armee,  meine  Herren;  wenn  aber
die  Arsländer  für  Forderungen,  die  sie  an  uns  haben,  nichts  zu  hoffen  erwartet
  n,  als  Kanonenschüsse,  so  würden  sie  uns  wahrlich  nicht  viel  borgen.
Ich  varsetze  diese  kühne  Darstellung  der  Sache,  um  mich  damit  gleich  abzufinden
  ganz  in  dasselbe  Gebiet,  auf  dem  Herr  Kardorff  sich  auch  bewegt,
wenn  er  behauptrtt,  daß  der  Antisemitismus  von  der  Goldwährung  gekommen
wäre.  Wenn  er  vielleicht  damit  auf  mich  einen  Eindruck  zu  machen  hofft,
so  mus  ich  ihm  jede  Hoffnung  absprechen.  Ich  bin  überzeugt,  wir  würden
auch  in  diesem  Punkte  gar  keine  Verschiebung  erleben,  wenn  wir  heute  von
der  Guld=  zur  Silberwährung  übergingen.  Ich  erwarte  allerdings  sowohl
die  Erl  altung  der  Goldwährung  als  das  Abnehmen  des  Antisemitismus  von
dem  Fortschreiten  der  Kultur.  Darin  sind  beide  solidarisch“.

„Herr  von  Kardorff  behauptet  nun,  die  Valuta  sei  ganz  unabhängig  davon,
  ob  man  Zutrauen  in  sie  habe  oder  nicht.  Man  hätte  ja  in  Frankreich,
in  Ita  ien  u.  s.  w.  auch  noch  nicht  die  Goldwährung,  und  doch  genießen  sie
den  unllständigen  Kredit  wie  Deutschland.  Das  gebe  ich  im  großen  und
ganzen  zu,  —  nicht  unbedingt,  meine  Herren;  denn  ich  möchte  nicht,  daß
wir  in  Deutschland  das  erlebten,  was  man  von  Zeit  zu  Zeit  in  Frankreich
erlebt,  was  eben  in  Italien  auch  wieder  vor  sich  geht,  und  was  allerdings
kommen  kann,  wenn  die  Beunruhigung  bei  uns  fortgesetzt  wird,  daß  die
Goldm  inzen  mit  Agio  bezahlt  werden,  daß  das  legale  Geld  des  Landes  sich
untersc  eidet  in  zweierlei  Geld:  in  gutes,  welches  eine  Prämie  bekommt,  und
in  schlechtes,  welches  etwas  gegen  das  gute  verliert.  Das  ist  thatsächlich
trotz  dis  großen  Geldvorraths,  den  Frankreich  hat,  noch  jetzt  der  Fall  und
gerade  in  diesem  Angenblicke  spielt  es;  bei  uns  ist  es,  Dank  unseren  geord-