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neten  Zuständen  und  der  Einsicht,  die  hierin  auch  von  der  Reichsbank  bis
jetzt  beobachtet  worden  ist,  noch  nicht  dazu  gekommen,  daß  man  ein  Agio,
eine  Prämie  auf  unsere  Goldmünzen  bezahlt  hat“.

Anm.  15.  Diese  etwaige  Agio  kann  der  großen  Mehrzahl  der
Bevölkerung,  den  Landwirthen,  kleineren  Gewerbsleuten  und  Arbeitern
höchst  gleichgiltig  sein,  denn  diese  Leute  werden  sich  auch  bei  der  Doppelwährung
  unsere  Goldmünzen  niemals  mit  Agio  aufhängen  lassen,  und
wenn  es  etwa  versucht  werden  wollte,  so  werden  sie  Silber  oder  Papier
geld  verlangen,  das  ihnen  bei  ihrem  ausschließlichen  Binnenverkehr
denselben  Dienst  noch  besser  thut  wie  Gold.

F.  d.  R.  „Wie  unzuverlässig  die  Verhältnisse  wären,  sowie  man  einmal  an
dieser  Parität  rührt,  haben  Sie  in  den  letzten  Zeiten  im  Laude  Rumänien  erleben
können.  Rumänien  hatte  anch  versucht,  die  Doppelwährung  praktisch  einzuführen
und  sich  der  stillschweigenden  Uebereinkunft  anzuschließen,  welche  in  allen
europäischen  Ländern  und  in  Amerika  herrscht,  mit  Gold  zu  bezahlen.  Aber
die  Goldmittel  waren  ungenügend.  Alsbald  flossen  sie  gerade  in
dem  Maße,  als  sie  sich  ungenügend  zeigten,  weg;  denn  nichts  flieht  schneller
als  eine  Münze,  die  man  für  besser  hält,  als  andere  neben  ihr  mit  gleichem
Neunwerth  umlaufende,  und  nun  kam  sehr  schnell  das  Gold  in  Rumänien
auf  Agio,  die  Valuta  fiel  im  Lande,  der  Kredit  des  Landes  war  erschüttert".

Anm.  16.  In  der  gegenwärtigen  Zeit,  in  welcher  durch  unsere
Goldwährung  die  Geldverhältnisse,  wie  dies  vorausgesagt  wurde,  fast
in  der  ganzen  Welt  verwirrt  und  unsicher  gemacht  sind,  dürfte  das  vorstehende
  Beispiel  um  so  weniger  Beweiskraft  haben,  als  unseres  Wissens
gerade  Rumänien  in  Geldangelegenheiten,  sich  ohnehin  keines  besonderen
  Vertrauens  zu  erfreuen  hat.

F.  dX.  R.  „Meine  Herren,  wenn  ich  vorhin  darauf  hingedeutet  habe,  daß
die  Quantitätstheorie,  wie  sie  eigentlich  der  ganzen
Grundanschauung  der  Bimetallisten  zur  Basis  dient,
nicht  mehr  haltbar  sei,  so  muß  ich  doch  auch  noch  daran  erinnern,
wie  ich  es  schon  angedemet  habe,  daß  diejenigen  Mittel,  die  zugleich  als
Zahlung  in  der  Welt  gelten,  jetzt  neben  dem  Metall  so  unendlich  vermehrt
sind,  derart  unberecheubar  sind  in  ihrer  Wirksamkeit,  daß  niemand  mehr
sagen  kann,  wie  viele  wirkliche  Zahlungsmittel  in  der  Welt
oder  in  einem  Laude  vorhanden  sind.  (Einverstanden!)  Ich
darf  ja  z.  B.  mu  erinnern  an  den  Verkehr  in  Papieren,  in  Papierwerthen,
sogenannten  „Effekten“.  Ich  glanbe  mich  nicht  zu  täuschen,  wenn  ich  annehme,
  er  wird  dem  Waarenverkehr  wohl  ziemlich  nahe  kommen,  wenn  er
ihn  nicht  übertrifft  —  in  der  Summe;  namentlich  aber  wird  er  ihn  über-