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d.  h.  zum  Entbehren  sich  gezwungen  sieht,  so  ist  die  allgemeine
Geschäftsstockung  da,  die  Waarenvorräthe  aller  nur  hallwegs  entbehrlichen
  Dinge  stapeln  sich  auf.  Wenn  nur  die  Consumenten,  und  Consument
  ist  ein  jeder,  solche  Einnahmen  hätten,  daß  sie  alle  ihre

Herzensgelüste  befriedigen  könnten,  so  würden  die  jetzt  aufgestapelten

Waaren  bald  verschwunden  sein;  wenn  aber  keiner  dem  andern  seine

Arbeit  angemessen  bezahlen,  keiner  den  andern  etwas  verdienen  lassen

kann  oder  will,  so  verdienen  eben  alle  nichts  und  eine  allgemeine  Nothlage

  ist  davon  die  umausbleibliche  Folge.

F.  d.  N.  „Meine  Herren,  wenn  die  Bimetallisten  recht  hätten,  daß  der
Sturz  des  Silberpreises  an  dem  Fallen  der  Preise  schuld  wäre,  so  müßte  doch
diese  Preisveränderung  sich  gehalten  haben  innerhalb  der  Schwankungen,
welche  anch  der  Silberpreis  erlitten  hat,  sie  müßte  sich  zwischen  10  bis  20
Prozent  bewegt  haben.  Nun  ist  aber  bekannt,  daß  eine  Menge  von  Artikeln
noch  viel  stärker  im  Preise  gesunken  sind,  daß  also  hier  die  Erklärung  des
Sinkens  des  Silberpreises  absolnt  nicht  ausreicht.  Ich  will  Sie  nur  erinnern
  an  einen  Artikel,  von  dem  wir  uns  leider  so  oft  unterhalten  müssen,  an
den  Zucker.  Glauben  Sie,  daß  der  Preis  desselben  in  Folge  des  Sinkens
des  Silberpreises  gesunken  ist,  oder  haben  wir  nicht  handgreifliche  Beweise
dafür,  wie  es  gekommen  ist?  Meine  Herren,  die  Veränderung  der  Preise
ist  auch  eingetreten  in  allen  Ländern,  gleichviel  ob  sie  Doppelwährung,  Goldwährung,
  Papierwährung  haben;  sie  ist  aus  allgemeinen  Ursachen  hervorgegangen,
  die  uns  auch  durchaus  nicht  unbekannt  sind.  Ich  habe  z.  B.  hier
die  Preisveränderungen,  welche  in  den  vereinigten  Staaten  von  Amerika  von
1880  bis  1885  an  einigen  großen  Artikeln  zum  Vorschein  gekommen  sind.
Ich  weiß  nicht,  ob  Herr  von  Kardorff  Amerika  zu  den  Ländern  mit  Goldwährung
  rechnen  will  oder  zu  den  Doppelwährungsländern;  man  kann  beides
vertreten,  —  aber  Thatsache  ist:  an  Zirkulationsmitteln  fehlt  es  in  Amerika
nicht.  Es  ist  dort  im  Augenblick  eher  ein  Ueberfluß  davon,
  wie  überall,  wo  die  Geschäfte  stocken.  (Sehr  richtig,  aber  wo  besindet
  sich  alsdann  der  Ueberfluß?  s.  Anm.  10)  Nun  hat  der  Preis  des  Kupfers
im  Jahre  1880  betragen  18  Cents,  im  Jahre  1885  11  Cents;  Eisen  per
Tonne,  sogenanntes  Pig-Jron  im  Jahre  1880  24  Dollars  48  Cents,  jetzt  im
Jahre  1885  16  Dollars  75  Cents  —  also  um  ein  volles  Drittel  weniger  —
Stahlschienen  sind  von  70  herabgegangen  auf  27,  Petroleum  von  1/68  auf
O,#  per  Faß,  Blei  von  4,23  auf  3/60  per  Zentner.  Wir  brauchen  uns  aber
gar  nicht  auf  Amerika  zu  beschränken,  sondern  wenn  wir  England  und
Deutschland  nehmen,  so  haben  wir  eine  ganze  Reihe  von  Waaren,  welche
ganz  in  ähnlicher  Weise  viel  mehr  herabgegangen  sind,  als  der  Silberpreis