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gefallen  ist,  welche  also  zeigen,  daß  wir  es  mit  einem  ganz  anderen  Phänomen
zu  thna  haben  als  mit  der  Wirkung  unserer  veränderten  Metallzirkulation.
Und,  tieine  Herren,  dies  Phänomen  berunht  vor  allen  Dingen  anf  einem
Punkt,  den  ich  nicht  zu  vergessen  bitte“.

Anm.  19.  Die  vorstehenden  Schlußfolgerungen  wären  richtig,
w'nn  der  Preis  der  Waaren  allein  abhängig  wäre  vom  Preise  des
Geldes,  das  wird  aber  sicher  noch  kein  vernünftiger  Mensch  behauptet
heben.  Der  Preis  der  Waaren  ist  in  erster  Linie  stets  abhängig  von
dem  Verhältniß  des  Angebots  zur  Nachfrage,  sobald  hierin  eine  Verän
  derung  eintritt,  so  tritt  auch  früher  oder  später  eine  Preisveränderung
ein,  gleichgiltig  ob  zu  derselben  Zeit  auch  der  Geldpreis  eine  Veräl
  derung  erfährt  oder  nicht.  Solche  Preisveränderungen  bei  gleichgebliebenem
  Geldwerth  sind  von  jeher  vorgekommen  und  werden  auch
in  alle  Zukunft  eintreten.  Deshalb  ist  es  durchaus  nicht  nothwendig,
deß  das  Sinken  des  Silberpreises,  oder  richtiger  gesagt,  die  Goldverth'nerung
  und  das  Sinken  des  Preises  aller  anderen  Dinge  in  einem
betimmten  Verhältnisse  zu  einander  stehen  müssen;  denn  wenn  bei  irgend
eiter  Waare,  das  Angebot  steigt,  oder  die  Nachfrage  sich  vermindert,
oder  wenn  gar  beides  gleichzeitig  stattfindet,  so  wird  und  muß  der
eis  dieser  Waare  weit  tiefer  sinken,  als  dem  gesunkenen  Silberpreis
entspricht.  Im  umgekehrten  Falle  aber,  wenn  das  Angebot  sich  vere
  ndert  und  die  Nachfrage  steigt,  kann  bei  gleichzeitiger  Geldvertheuerung
der  Preis  unverändert  bleiben,  ja  sogar  noch  steigen.  Mit  den  in  Rede
stehenden  Ausführungen  wird  daher  gar  nichts  bewiesen.  Wenn  Herr
De.  Bamberger  etwas  hätte  beweisen  wollen,  so  hätte  er  den  Nachweis
liefern  müssen,  daß  an  dem  Sinken  der  Preise  des  Kupfers,  Eisens,
de:  Stahlschienen,  des  Petroleums  und  des  Bleies  der  Sturz  des  Silberpreises
  gar  keinen  Antheil  habe  und  haben  könne,  daß  sich
al  o  irgend  ein  ursächlicher  Zusammenhang  zwischen  diesen  beiden  Erscheinungen
  schlechterdings  nicht  auffinden  lasse  —  so  aber  fehlt  seinen
Bispielen  alle  und  jede  Beweiskraft.

F.  d.  N.  „Als  Vergleichungs-,  Anhaltspunkt  für  die  Preise  von  ehemals
und  jetzt  nehmen  die  meisten  dieser  Herren  die  Zahlen  1873  und  1874  gegenüber
  den  heutigen  Preisziffern.  Nun  ist  aber  grade  hervorzuheben,  wie  die
Preise  vamals  übermäßig  gestiegen  waren,  wie  zu  jener,  ja  oft  genng  charakterisirten
  Zeit,  der  ich  deswegen  keinen  Spitznamen  anzuhängen  branche,  durch
die  ui  gehenre  Zunahme  der  Zirkulationsmittel,  durch
den  fie  #erhaften  Aufschwung  des  Unternehmungsgeistes  die  Preise  abnorm  gestiegen
  waren,  und  wie  sich  dies  Phänomen  auch  sehr  bald  an  der  Mensch-