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heit  gerächt  hat.  Da  möchte  ich  die  Herren,  welche  ims  jetzt  das  Heil  durch
künstliche  Erhöhung  der  Preise  als  die  Erfüllung  einer  messianischen  Zeit
schildern,  daran  erinnern,  wie  wir  Wehklagen  gehört  haben  über  die  künstliche
  Steigerung  der  Preise  in  jener  Zeit,  1873,  und  wie  alle  Nöthen,
gegen  die  wir  heute  noch  mit  zum  Theil  anzukämpfen  haben,  sich  herschreiben
  aus  jener  künstlichen  Uebertreibung  der
Umlaufsmittel.  Meine  Herren,  ich  habe  oft  genug  in  den
Jahren  1871/72  davor  gewarnt,  daß  man  die  französische  Milliardenzahlung
  nicht  zu  rasch  nach  Dentschland  ziehen  möge.  Es  war  aber
eine  Stimme  in  der  Wüste!  Es  war  bei  uns  ein  Durst  nach  diesem  französischen
  Gold,  ein  Wonnegefühl  bei  der  Idee,  daß  nun  diese  Masse  von
Gold  hineinströmen  würde,  ganz  genan,  wie  dies  jetzt  zittert  in  dem  Herzen
des  Herrn  von  Kardorff,  wenn  er  uns  die  Herrlichkeit  schildert,  die  beim
Einströmen  des  Silbers  entstehen  würde.  Es  war  ein  Wonnegefühl,  dazn
aber  gleichzeitig  ein  solches  Mißtranen  in  die  Zahlungsfähigkeit  der  fran
zösischen  Nation,  daß  nicht  schnell  genug  die  Milliarden  nach  Deutschland  gezogen
  werden  konnten.  Meine  Herren,  das  Unglück  wäre  nur  für  Dentschland,
  nicht  für  die  ganze  Welt  gewesen,  wenn  man  sich  begnügt  hätte,  diese
Geldmasse  von  dem  einen  Lande  ins  andere  zu  schleppen.  Aber,  meine
Herren,  die  Länder,  die  diesen  momentanen  Gold=  und  Silberstrom  zu  versorgen
  hatten,  konnten  sich  deswegen  nicht  der  Geldmittel  entblößen.  Und
was  haben  sie  dafür  gethan?  Sie  haben  Papiergeld  geschaffen.  Die  französische
Bank  hatte  vor  dem  Kriege  eine  ungedeckte  Notenmenge  von  wenigen  hundert
Millionen,  und  in  den  Zeiten  von  1872/73,  als  sie  alles  baare  Geld  ans  dem
Lande  gegeben  hatte,  stieg  diese  Zirknlation  von  Papier  auf  2  Milliarden
Franken.  So  wurde  der  ganze  Schatz  der  umlaufenden
Geldmittel  in  der  Welt  vermehrt.  Die  Folge  war
jene  enorme  Preissteigerung,  die  jetzt  als  der  normale  Ansgangspunkt
  für  Vergleichungen  angesehen  werden  soll,  die  ich  aber  als  eine
außerordentliche  und  schädliche  Konstellation  zu  erklären  nicht  Anstand  nehme“.
Anm.  20.  Nun  vergleiche  man  das  Vorstehende  mit  dem,  was

Herr  Bamberger  zuvor  (Seite  33  ff.  und  41)  über  die  „Jnantitätstheorie“
  sagte.  Kann  man  wohl  enutschiedener  für  die  Thatsache,

daß  durch  Vermehrung  der  reellen  Umlanfsmittel?)  (des  Geldes)

*)  Durch  Vermehrung  des  aus  alten  Lumpen  verfertigten  Papiergeldes  lassen  sich
die  Preise  nur  so  lange  und  insoweit  steigern,  als  dieses  Lumpengeld  Kredit  verdient  und
genießt;  wird  diese  Grenze  überschritten,  so  tritt  bei  jeder  weiteren  Vermehrung  der  umgekehrte
  Fall  ein,  die  Preise  steigen,  wenn  das  Papiergeld  Zwangscurs  hat.  So  geschah
  es  zur  Zeit  der  ersten  französischen  Republik,  je  mehr  Assignaten  (Anweisungen  auf