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dies  allein  genügt,  um  zu  erklären,  warum  jetzt  die  Vorräthe  so  stark  erhöht
sind,  daß  das  Angebot  die  Nachfrage  übersteigt.  Ich  erinnere  an  den  Niedergang
  der  Schifffahrtsfrachten“.

Anm.  21.  Wenn  man  in  dem  Vorstehenden  nur  das  Wort
„Agrikultur“,  im  Falle  es  für  Deutschland  gelten  soll,  streicht,  so  kann
man  Herrn  Bamberger  alles  andere  zugeben,  denn  damit  ist  immer
noch  nicht  bewiesen,  daß  an  dem  Sinken  der  Preise  die  Silberverbilligung
  und  gleichzeitige  Goldvertheuerung  einen  ganz  bestimmten  Antheil
haben,  daß  sie,  wenn  auch  nicht  die  einzige,  so  doch  eine  mitwirkende
Ursache  der  fraglichen  Erscheinung  sind.  Daß  sie  aber  eine  mitwirkende
Ursache  sind,  das  kann  gar  keinem  Zweifel  unterliegen,  weil  die  Preisveränderungen,
  die  am  Gelde  vorgegangen  sind,  ein  Sinken  der
übrigen  Preise  mit  Nothwendigkeit  zur  Folge  haben  mußten;  wo
nicht  etwa  entgegenwirkende  Ursachen  dies  verhinderten.  Das  letztere
hat  nun  in  sehr  vielen  Fällen  und  namentlich  in  Bezug  auf  landwirthschaftliche
  Produkte  nicht  nur  nicht  statt  gefunden,  sondern  der  einen
Ursache,  die  in  dem  veränderten  Geldwerth  liegt,  haben  sich  noch  andere
Ursachen  zugesellt,  die  in  der  gleichen  Richtung  wirken,  und  grade  dadurch
  sind  die  Preise  erst  recht  gesunken.

Die  Ursachen  der  allzu  niedrigen  Getreidepreise  sind:

1.  Die  collossale,  fortwährend  noch  an  Ausdehnung  gewinnende
Ueberproduktion  an  landwirthschaftlichen  Erzeugnissen  in  den
exportirenden  Ländern;

2.  Die  dortigen  geringeren  Produktionskosten,  bedingt  durch  außerordentlich
  niedrige,  mitunter  kaum  nennenswerthe  Bodenpreise,
große  natürliche  Fruchtbarkeit  des  Bodens,  niedrige  Arbeitslöhne,
  oder,  wo  dies  nicht  der  Fall  ist,  durch  den  großartigsten
Maschinenbetrieb,  verbunden  mit  ganz  unbedeutenden  Verwaltungskosten
  (Nordamerika);

3.  die  durch  Dampfschiffe  und  Eisenbahnen  sowie  durch  die  Abkürzung
  des  Seewegs  nach  Ostindien  durch  den  Suezkanal,  im
Vergleiche  gegen  früher,  auf  ein  erstaunliches  Minimum  herabgedrückten
  Transportkosten  der  landwirthschaftlichen  Produkte
und  endlich

4.  die  Möglichkeit  in  denjenigen  exportirenden  Ländern,  in  welchen
wie  in  Oesterreich-Ungarn,  Rußland  und  Ostindien  die  Silberwährung
  besteht,  die  gekauften  Produkte  mit  einem  Metalle  bezahlen
  zu  können,  das  dort,  des  Zwangscurses  wegen,  viel
theurer  als  bei  uns  ist,  oder,  wie  man  zu  sagen  pflegt,  das

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