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in  diesen  Ländern  eine  größere  Kaufkraft  besitzt  als  hier;  woran
unsere  Goldwährung  die  Schuld  trägt.

Würde  die  erstgenannte  Ursache,  der  Import,  beseitigt,  so  würde
nas  für  uns  von  den  schlimmsten  Folgen  sein;  denn  weil  unsere  eigene
(etreideproduktion  unseren  Bedarf  bei  weitem  nicht  deckt,  so  wäre  eine
„Lungersnoth  unausbleiblich.  Wird  dagegen  irgend  eine  der  drei  anderen
lrsachen  aufgehoben,  so  wird  der  Preis  des  Getreides  nur  um  den
Betrag  gesteigert,  um  welchen  durch  sie  derselbe  zur  Zeit  herabgedrückt
vird.  Würde  z.  B.  das  bei  uns  zu  importirende  Getreide  an  unseren
tbämmtlichen  Grenzen  mit  einer  Frachterhöhung  von  1  Mark  pro  Ctr.
umnkommen,  so  würde  dasselbe  um  den  gleichen  Betrag  hier  theurer
verden;  legt  man  die  seitherigen  Getreidepreise  in  Ostindien  und  Ungarn
iu  Grund,  so  würde,  wenn  durch  Einführung  der  Doppelwährung  der
ute  Silberpreis  wieder  hergestellt  wäre,  der  Preis  des  indischen  Weizens
vahrscheinlich  um  1  Mark  pro  Ctr.,  der  des  ungarischen  aber,  weil  er
n  loco  theurer  bezahlt  wird,  wahrscheinlich  um  1  Mark  50  Pf.,  infolgedes
  Hinwegfalls  des  Valutagewinnes,  bei  uns  steigen.
F.  d.  N.  „Ich  kann  aber  auch  in  der  That  gar  nicht  dem  Gedankengang

solger,  der  da  sagt:  weil  die  Dinge  so  billig  geworden  sind,  finden  sie  nun
keiner  Käufer.  Das  ist  eine  Idee,  deren  Berechtigung  ich  nicht  begreifen  kann;
im  Eegentheil,  ich  habe  immer  gehört,  daß,  wenn  die  Preise  sinken,  die  Verlockurg
  zum  Kaufen  steigt,  und  ich  kann  mir  nicht  erklären,  wie  man  das
beweisen  will,  daß  die  Leute  nun  die  bisherigen  Vorräthe  nicht  mehr  kaufen
wolle  ,  weil  sie  um  so  viel  billiger  geworden  sind  gegen  früher.  Denn  wenn
man  sagt:  das  Geld  ist  theurer  geworden,  so  hätte  sich  doch  nur  in  demselben
Maß,:  das  Geld  vertheuert,  wie  die  Waaren  billiger  geworden  sind.  Es
wäre  also  hier  gar  keine  Erklärung  vorhanden  für  das  Phänomen,  an  dem
man  sich  stößt.  Ja,  meine  Herren,  es  trifft  dies  alles,  was  man  eigentlich
theor  tisch  so  zusammenbaut,  wenn  man  auf  eine  gewisse  These  hinauslaufen
will,  so  wenig  ein,  daß  wir  auch  die  umgekehrte  Erfahrung  gemacht  haben“.

Anm.  22.  Wir  haben  zwar  noch  niemals  die  Behauptung  gehört,
daß  die  Dinge  darum  keine  Käufer  fänden,  weil  sie  so  billig  gevorden
  seien,  aber  das  ist  uns  im  Leben  schon  öfter  begegnet,  daß  die
Dinge  billiger  wurden,  weil  sie  weniger  Käufer  fanden,
und  dieser  Fall  scheint  uns  auch  jetzt  wieder  vorzuliegen.  Das  Ausbleiben
  der  Käufer  kann  aber  verschiedene  Ursachen  haben,  so  kann
ꝛs  unter  anderem  auch  dadurch  bedingt  sein,  daß  den  seitherigen  Käufern
die  Mittel  fehlen,  die  betreffenden  Dinge  noch  weiter  zu  kaufen  und  zu
consumiren.