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nissen  auch  noch  obendrein  die  Goldwährung  einführen  und  dadurch  das

Silber  verbilligen  mußten,  damit  der  Importeur  mit  diesem  billigen

Silber  die  ohnehin  erdrückende  indische  Concurrenz  noch  unerträglicher

machen  konnte.

Uns  will  es  scheinen,  die  obigen  Ausführungen  beweisen  schlagend,
wie  nothwendig  die  s.  Z.  von  Herrn  Dr.  Bamberger  ebenfalls  bekämpften
  Schutzzölle  waren,  und  wic  nothwendig  es  ist,  durch  Einführung
der  Doppelwährmg  den  früheren  Silberpreis  wieder  herzustellen,  damit
die  Schutzzölle,  durch  den  Gewinn,  welchen  der  Importeur  an  dem  bei
uns  billigen  in  Ostindien  und  den  übrigen  Getreide-Exportländern
aber  noch  theueren  Silber  macht,  nicht  wie  es  gegenwärtig  geschieht,
anfgewogen  werden.  Wenn  in  Ungarn  der  Doppelcentner  Weizen
7  Gulden  50  Kr.  kostet,  so  beträgt  bei  einem  Stand  der  Valuta  von
1  Mark  60  Pf.,  der  hierdurch  gemachte  Gewinn  des  Importenrs  genau
  3  Mark,  also  ebenso  viel,  wie  der  Eingangszoll;  dieser  tann  daher
keine  Steigermg  des  Weizenpreises  gegen  früher  zur  Folge  haben,
sondern  er  verhütet  nur,  daß  der  Preis  des  Doppelcentners  Weizen
noch  um  weitere  3  Mark  bei  uns  fällt.

F.  d.  R.  „Dieses  eine  Beispiel  von  vielen.  Und  dann  lassen  Sie
mich  daran  erimern,  daß  die  Klagen  der  Landwirthe  —  sie  mögen  mehr
oder  weniger  berechtigt  sein,  ich  will  ja  diesen  Punkt  nicht  näher  berühren,
(Warum  denn  nicht?  War  die  Nuß  vielleicht  etwas  zu  hart  7)  es  wird  den  Landwirthen
im  großen  und  ganzen  ebenso  gehen  wie  der  anderen  Menschheit  zu  allen
Zeiten,  „daß  unter  Tausenden  ein  Glücklicher  ist,  und  daß  im  übrigen  die
Menschheit  sich  quält“;  vielleicht  muß  sich  dieselbe  überhaupt  heute  mehr
quälen  als  ehemals,  ich  glaube,  es  liegt  in  der  modernen  Kultur,  daß  sich
jetzt  jeder  mehr  quälen  muß;  das  Leben  wird  intensiver  und  damit  angestrengter
  mit  dem  Fortschritt  der  Menschheit  —  aber,  meine  Herren,  sind
denn  die  Landwirthe  in  den  anderen  Ländern  glücklicher  als  in  Deutschland?
  sind  sie  in  Oesterreich  glücklicher,  wo  sie  die  Papierwährung  (Gibt's
nichth  haben,  das  Idcal  nach  den  Schilderungen  unserer  Bimetallisten,  wo
man  mit  Scheingeld  statt  mit  gutem  Metall  die  Arbeiter  bezahlt,  sind  sie  dort
glücklicher?  Schon  vor  Jahren  las  ich  in  einem  Bericht  des  österreichischen
Parlaments,  daß  ein  galizischer  Grundherr  ausrief:  „Wir  galizische  Landwirthe
  sind  allesammt  ruinirt"“.  Der  Brauch,  alles  auf  die  Währung  zu
wälzen,  erinnert  mich  an  eine  Acußerung  in  der  Rede,  die  der  Herr  Reichskanzler
  uns  jüngst  über  die  englischen  Beziehungen  zum  Auslande  hielt.
Er  begleitete  die  Aenßerung,  daß  England  sich  über  Deutschland  beschwere,
mit  der  Bemerkung:  So  geht  es  immer;  wenn  irgend  jemanden  etwas