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drückt,  so  sucht  er  einen  bestimmten  Uebelthäter,  der  alles  verbrochen  haben
muß.  ieser  Uebelthäter  ist  hier  für  die  Agrikultur  wie  für  so  vieles  andere
jetzt  die  Goldwährung;  und  uian  thäte  wirklich  besser,  statt  sich  einen  solchen
Sünder  bock  zu  holen,  ernstliche  Untersuchung  über  die  Dinge  anzustellen
und  nicht  auf  solche  kühnen  luftigen  Probleme  hier  Pläne  zu  bauen,  welche
den  wi  thschaftlichen  Bestand  des  Landes  in  die  ernsteste  Gefahr  bringen
können“.

Anm.  27.  Hier  haben  wir  die  schon  früher  von  uns  berührten
Tiostgründe:  „Es  ist  nicht  anders  in  der  Welt,  unter  Tausenden
gilt  es  um  einen  Glücklichen  und  im  Uebrigen  muß  sich  die
Menschheit  quälen“;  darum  seid  hübsch  ruhig  und  zufrieden  ihr  Landwithe
  und  quält  Euch,  selbst  dann  noch,  wenn  auch  die  Möglichkeit
vo  liegt,  Eucre  Lage  zu  verbessern;  damit  ja  nicht  die  wenigen  Glücklic
  en,  was  hier  die  Goldbesitzer  sind,  „beunruhigt“  werden  und  vielleicht
eirige  Geldverluste  erleiden;  denn  das  wäre  ganz  erschrecklich.  Daß  die
öst  rreichischen  Landwirthe  nicht  viel  besser  daran  sind,  als  die  deutschen,
da::  hat  einfach  seinen  Grund  in  der  Getreideüberproduction  der  Welt
un  unseren  heutigen  Verkehrsmitteln,  infolge  deren  sich  die  exportirenden
Läider  der  ganzen  Erde  gegenseitig  eine  erdrückende  Concurrenz  machen,
un)  in  dem  vorliegenden  Falle  ist  für  Oesterreich-Ungarn,  Rußland  und
Nerdamerika  Ostindien  der  gefährlichste  Concurreut.  Durch  ihre  Währung
  aber  erleiden  die  österreichischen  Landwirthe  keinen  fühlbaren
Schaden;  denn  daß  sie  mit  unterwerthigem  Silber  bezahlt  werden,  das
emofinden  sie  bei  ihrem  Binnenverkehr  so  wenig,  wie  wir  es  empfinden,
wem  wir  unsere  unterwerthigen  Thaler  für  vollwerthig  annehmen.

Keinem  erfahrenen  und  fachwissenschaftlich  gebildeten  Landwirthe
wid  es  aber  jemals  in  den  Sinn  gekommen  sein,  alles  auf
die  Goldwährung  zu  wälzen;  denn  wir  Landwirthe  wissen  besser  als
jeder  andere,  daß  der  Landwirthschaft  tausendfältig  Weh  und  Ach,  nicht,
wil  oft  das  der  Weiber,  aus  einem  Punkte  gründlich  sich  curiren  läßt;
im  Gegentheil  könnten  wir  mit  einer  ziemlich  langen  Liste  alles  desjen
  gen  aufwarten,  was  nicht  nur  von  Seiten  der  Gesetzgebung  sondern
aut)  von  Seiten  der  Landwirthe  selbst  geschehen  müßte,  wenn  die
No#hlage  der  Landwirthschaft  gründlich  beseitigt  werden  soll.  Unter
die  en  gesetzlichen  Maßregeln  nimmt  aber  die  Abschaffung  der  Gold=  und
Ein  führung  der  Doppelwährung  keineswegs  eine  untergeordnete  Stelle
ein;  sic  ist  vielmehr  unter  allen  die  Landwirthschaft  berührenden  Fragen
gegenwärtig  die  brennendste,  denn  je  länger  sie  unerledigt
bleibt,  desto  größer  wird  die  Noth.