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überhaupt  nicht  und  deshalb  auch  in  den  exportirenden  Ländern  nicht

mehr  vorkommen"“).

Und  was  soll  das  heißen  „vollwerthige“  Preise?

Nach  unseren  volkswirthschaftlichen  Begriffen  sind  die  Preise  vollwerthig,
  wenn  sie  die  Prodnktionskosten  decken,  unterwerthig,  wenn  dies
nicht  der  Fall  ist  und  überwerthig,  wenn  sie  die  Produktionskosten  übersteigen.
  Wenn  der  Preis  des  Weizens  in  Indien  5  Mark  pro  Ctr.
beträgt,  und  es  werden  die  dortigen  Produktionskosten  mit  diesem  Preise
bezahlt,  so  ist  dies  in  Indien  ein  vollwerthiger  Preis,  und  wenn  bei
nns  beispielsweise  die  Produktionskosten  10  Mark  pro  Ctr.  betragen,
so  sind  bei  uns  die  10  Mark  der  vollwerthige  Preis.  Wenn  es  nun
durch  unsere  hentigen  Transportmittel  möglich  gemacht  ist,  den  indischen
vollwerthigen  Weizen  zu  2  Mark  nach  Deutschland  zu  liefern,  so  kostet
er  bis  zu  uns  7  Mark,  und  da  jedermann  seine  Bedarfsgegenstände  da
kauft,  wo  er  sie  am  billigsten  haben  kann,  so  zieht  man  den  indischen
Weizen,  der  schon  mit  7  Mark  und  einschließlich  des  Eingangszolls
sowie  des  Verdienstes  des  Importeurs  vielleicht  mit  9  Mark  vollwerthig
  bezahlt  ist,  unserem  Weizen  vor,  dessen  Vollwerth  10  Mark
beträgt;  und  wenn  unsere  Landwirthe  ihren  Weizen  auch  verkanfen
wollen,  so  müssen  sie  ihn  zu  dem  bei  uns  unterwerthigen  Preise  von
9  Mark  ebenfalls  abgeben,  d.  h.  aber  sie  prodnziren  Getreide  nicht  mit
einem  angemessenen  Verdienst,  sondern  mit  Verlust  an  Kapitalzins,  oder
au  Arbeitslohn,  oder  an  beiden  zugleich.  Allein  das  Geheimniß  des
Vortheils  den  das  exportirende  Ausland  bezüglich  des  erleichterten  Absatzes
  seines  Getreides  gegenüber  dem  importirenden  Lande  genießt,
steckt  gar  nicht  in  dieser  oder  jener  Vollwerthigkeit,  sondern  es  steckt  in
dem  Umstande,  daß,  wie  es  schon  des  öfteren  ausgeführt  wurde,  das
Tauschmittel,  das  Silber,  mit  welchem  der  Juporteur  den  ausländischen
Weizen  bezahlt,  im  Auslande  theurer  als  bei  uns  ist,  weshalb  er  für
das  gleiche  Gewicht  Silber  in  Indien  ein  größeres  Gewicht  Weizen
bekommt,  als  er  bekommen  würde,  wenn  dort  das  Silber  denselben
niedrigen  Preis  wie  bei  uns  hätte.

F.  d.  R.  „Das  ist  eine  sehr  interessante  Aeußerung  von  Seiten  der
Herren,  die  uns  beständig  beweisen,  unsere  Preise  wären  zurückgegangen,
weil  wir  weniger  Geld  hätten  als  früher,  weil  das  Geld  seltener  geworden
wäre.  Nun  wollen  sie  absolut  nichts  davon  wissen,  wenn  das  Geld  in

*)  Vgl.  Der  Getreideschutzzoll,  eine  Nothwendigkeit  für  Deutschland  von
Dr.  Löll.  Würzburg,  A  Stubers  Verlag.