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noch,  wenn  auch  kümmerlich,  fristen,  aber  bei  letzterer  muß  er,  wenn
nicht  die  Mildthätigkeit  sich  seiner  annimmt,  oder  er  sich  selbst  hilft,
d.  h.  nothgedrungen  auf  Raub  ausgeht,  verhungern.  Deshalb  verlangen
  denn  auch  die  vernünftigen  und  fleißigen  Arbeiter  vor  allen
Dingen  überhaupt  „Arbeit“;  allein  mit  der  bloßen  Forderung  des
Rechtes  auf  Arbeit  ist  es  nicht  gethan;  denn  wo  nichts  ist,  da  hat
selbst  der  Kaiser  sein  Recht  verloren;  wenn  es  der  übrigen  Bevölkerung
wegen  Geldmangels  an  Consumtionsfähigkeit  fehlt,  so  können  sie  von
den  angebotenen  Dienstleistungen  der  Arbeiter  keinen  Gebrauch  machen,
weil  sie  deren  Arbeitserzeugnisse  nicht  bezahlen  können,  und  es  fehlt
daher  an  Arbeit  und  Arbeitsverdienst.

Wenn  dagegen,  wie  man  zu  sagen  pflegt,  die  Geschäfte  gehen,  so
daß  die  Produzenten,  Fabrikanten,  Kaufleute  und  Händler  zufrieden
sind,  so  sind  es  auch  die  Arbeiter;  denn  weil  sie  unter  solchen  Verhältnissen
  ihre  Arbeitskraft  verwerthen  können,  so  fehlt  es  ihnen  nicht
an  genügendem  Arbeitsverdienst.  Wenn  aber  die  Geschäfte  stocken,  wenn
die  Landwirthe  und  Industriellen  nichts  verdienen,  so  sind  grade  die  Arbeiter
die  ersten,  welche  hungern  müssen,  weil  sie  nicht  wie  die  besitzenden
Klassen  und  der  Dachs  eine  zeitlang  vom  eigenen  Fette  leben  können.

Wenn  man  daher  mit  der  Redensart:  „Deu  Armen  das  Brod  vertheuern“,
  die  Arbeiter  glauben  machen  will,  die  Steigerung  des  Preises
aller  Bedarfsgegenstände  gereiche  ihnen  zum  Nachtheil,  so  thut  man  im  hohen
Grade  Unrecht  und  handelt  schnurstraks  gegen  die  Interessen  derselben.
F.  d.  R.  „Aber  auch  diese  Ungleichheit  hält  nur  eine  Zeitlang  vor;

denn  die  ganze  Weltbewegung  sorgt  dafür,  daß  die  Preise  sich  unweigerlich
ausgleichen,  indem  die  Preise  der  eingeführten  Waaren  sich  nothwendig
steigern  müssen,  setzt  sich  das  Niveau  aller  Preise  allmählich  wieder  ins
Gleichgewicht,  denn  sonst  würden  so  ungeheure  Vorhheile  für  den  Handel
entstehen,  die  die  Rivalität  der  Handelsleute  unter  einander  nicht  aufkommen
  lassen“.

Anm.  32.  Odbgleich  wir  offen  gestehen  müssen,  daß  es  uns  nicht
recht  verständlich  ist,  was  es  heißen  soll:  das  „Nivcau  aller  Preise  setzt
sich  ins  Gleichgewicht",  so  scheint  uns  doch  Herr  Bamberger,  nur
in  anderer  Anwendung,  dasselbe  zu  sagen,  was  wir  vorher  ausführten,  daß
nämlich  das  Steigen  der  Preise  aller  Bedarfsgegenstände  auch  das  Steigen
und  umgekehrt  das  Sinken  der  Preise  auch  das  Herabgehen  der  Arbeitslöhne
  zur  Folge  habe.  Nur  ist  Herr  Bamberger  der  Meinung,  daß  diese
Folgen  erst  allmählig  und  langsam  eintreten,  was  wir  zwar  bezüglich  des
Herabgehens  der  Arbeitslöhne  einigermaßen  zugeben  können,  aber  bezüglich