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Geldwerthe  macht,  verschwindend  klein  gegen  den  Veriust,  welchen  sie
an  dem  Werthe  aller  anderen  Dinge  erleidet

Wir  haben  deshalb  alle  Ursache  sobald  als  möglich  von  dem  betretenen
  falschen  Wege  des  Nivellirens  der  Preise  nach  abwärts,  nach
den  tiefsten  Punkten,  der  sonst  unausbleiblichen  Versumpfung  wegen,
abzugehen  und,  um  wieder  aufs  Trockene  zu  kommen,  das  Nivellement
nach  aufwärts,  nach  den  höchsten  Punkten,  vorzunehmen,  dabei  aber
den  allzu  hohen  Goldpunkt  etwas  abzutragen.  Denn  unter  den
gegenwärtigen  Verhältnissen  sind  unsere  Getreidepreise  bestrebt,  sich
mit  denjenigen  der  exportirenden  Länder  nicht  durch  Steigen,  sondern
durch  Sinken  dergestalt  ins  Gleichgewicht  zu  setzen,  daß  nicht  wenigen

Landwirthen  jetzt  schon  ihr  eigenes  finanzielles  Gleichgewicht  darüber

verloren  gegangen  ist.

F.  d.  R.  „Wie  wenig  es  zutrifft,  daß  in  Indien  das  Silber  in
seinem  Ankaufspreis  für  Getreide  und  andere  Nohprodukte  nicht  die  Veränderung
  gespürt  habe,  welche  im  Welthandel  eingetreten  ist,  können  Sie
aus  einem  sehr  einfachen  Phänomen  ersehen.  Das  ist  nämlich  dies:  es
geht  nicht  bloß  Silber  nach  Indien,  es  geht  eine  ganz  große  Quantität
Gold  regelmäßig  nach  Indien,  es  gehen  zwischen  80  bis  90  Millionen
Mark  an  Gold  jährlich  nach  Indien.  Glauben  Sie  nun,  daß  ein  Mensch
ein  Gramm  Gold  nach  Indien  schicken  würde,  wenn  das  Verhältniß  dort  wäre
wie  1:  15½,  wenn  er  nur  in  diesem  schlechten  Verhältniß  für  sein
Gold  Waare  bekäme?  So  gottverlassen  wird  kein  Goldhäudler  sein,  um
sein  Gold  dahin  zu  schicken,  wenn  das  Verhältniß  sich  nicht  adaptirt  hätte
der  Verschiebung  der  Preise,  die  in  der  ganzen  Welt  stattgefunden  hat".

Anm.  33.  Wie  der  nackte  Umstand,  daß  auch  Gold  nach  Ostindien
  geht,  beweisen  soll,  daß  auch  Judien  in  seinem  Ankaufspreis  für

Getreide  und  andere  Rohprodukte  die  Veränderung  gespürt  habe,  welche

im  Welthandel  eingetreten  sei,  scheint  schwer  begreiflich  zu  sein;  obgleich

  zugestanden  werden  muß,  daß  kein  Mensch  1  kg  Gold  nach

Indien  schicken  würde,  wenn  das  Werthverhältniß  dort  wie  1:  15⅛

wäre  und  „er  nur  in  diesem  Verhältniß  für  sein  Gold  Waaren

bekäme.“  Aber  wie  sieht  es  denn  aus,  wenn  er  in  dem  Verhältniß
von  1:20  für  sein  Gold  Waaren  bekommt?  Selbstverständlich  wird
kein  Importeur  eine  Schuld  in  Indien  im  Betrage  von  155  kg  Silber
mit  10  kg  Gold  abtragen;  wenn  aber  bei  einem  Werthverhältniß  in

London  von  1:20  seine  indische  Schuld  200  kg  Silber  beträgt,  so

kann  der  Importeur  ohne  Schaden  ebenso  gut  mit  10  kg  Gold  als

mit  200  kg  Silber  zahlen;  oder  mit  anderen  Worten:  wenn  der  in-5#

