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ganz  vorzugsweise  vindizirt.  (Ach,  wie  schwach)  Ich  habe  bis  jetzt  keine  Veranlassun
  ,  zu  glauben,  daß  die  deutsche  Nation  darin  schlechter  ist  wie  andere
Natio  ien,  aber  er  mag  dies  mit  seinen  Freunden  ausmachen.  Ich  sage  nur,
wenn  wir  beweisen  —  und  nichts  ist  leichter  als  dies  —,  daß  die  anderen
Natidnen  so  viel  mehr  unter  der  gegenwärtigen  Silberverlegenheit  leiden  als
wir,  so  haben  wir  darin  die  strengsten  Beweise  geliefert,  daß  nicht,  wie
diese  Herren  wollen,  wir  in  der  Lage  sind,  die  Initiative  zu  einer
solchen  Veränderung  zu  ergreifen.  Meine  Herren,  das  ist  es,  worauf
wir  den  Nachdruck  diesem  Antrage  gegenüber  zu  legen  haben;  das  ist  es,
warum!t  wir  beweisen,  daß  alle  anderen  Länder  in  einer  minder  guten  Lage
sind  Us  Deutschland;  wir  wollen  eben  zeigen,  daß,  weun  überhaupt  ein
Grun?  wäre,  eine  solche  Veränderung  auf  diesem  gewahrten  Wege  in  die
Welt  zu  setzen,  wir  die  letzten  wären,  die  voraugehen  müßten;  daß  wir
abwarten  müßten,  was  die  anderen  thun,  wie  es  auch  ganz  korrekt  die
Haltung  der  Reichsregierung  bei  vorausgegangenen  Münzkonferenzen  gewesen
  ist"“.

Anm.  35.  Ob  es  wahr  ist,  daß  die  anderen  Nationen  soviel
nehr  unter  der  gegenwärtigen  Silberverlegenheit  leiden  als  wir,  das
fermögen  wir  nicht  zu  beurtheilen,  und  Herr  Dr.  Bamberger  hat  es
uch  nur  behauptet,  aber  nicht  bewiesen;  aber  Herr  Redner
jat  doch  mit  den  obigen  Worten  zugestanden,  daß  wir  an  der  Silberzerlegeuheit
  „leiden“.  Nun  scheim  es  uns  aber  kein  besonders  guter
Rath  zu  sein,  wenn  man  einem  lebensgefährlich  Kranken,  und  ein  solcher
Ktranker  ist  unsere  Landwirthschaft,  sagt:  „Du  brauchst  noch  nicht  nach
dem  Arzte  zu  senden,  denn  dein  Nachbar  ist  noch  viel  kränker  als  du,
aß  den  anfangen,  der  mag  zuerst  nach  dem  Arzte  senden“.  Sodann
nöchten  wir  aber  auch  gern  wissen,  wen  denn  Herr  Bamberger  hier
inter  den  Worten  „deutsche  Nation“  versteht?  denn  das  ist  ein
veit  umfassender  Begriff,  der  sehr  verschiedene  Leute  und  dem  entprechend
  auch  sehr  verschicdene  Interessen  einschließt.  Meint  er  unsere
beutschen  Finanzminister,  die  Goldbesitzer,  die  Angestellten  und  interlationalen
  Händler,  so  haben  diese  allerdings  keinen  Grund  das  Karlikel
  zu  sein,  welches  anfängt;  meint  er  aber  die  Landwirthe,  insdesondere
  miseren  Bauernstand,  die  kleinen  Geschäftsleute  und  Handverker,
  so  haben  diese  ganz  entschieden  keine  Ursache,  so  lange  zu
varten,  bis  es  dem  Auslande  gefällt,  an  der  Bürde,  welche  sie  drückt,
zuerst  zu  rütteln;  denn  sie  alle  leiden  unter  der  Goldwährung  hinreichend
  genug,  um  selbst  den  Anfang  zu  machen,  und  sobald
dies  nur  erst  der  größere  Theil  dieser  Leute  einsieht,