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werden  sie  auch  nicht  ermangeln,  bei  der  nächsten  Reichstagswahl

das  ihrige  zur  Beseitigung  der  Goldwährung  zu  thun.

F.  d.  N.  „Wie  groß  ist  denn  die  für  uns  aus  den  noch  nicht  abgestoßenen
  Thalern  möglicherweise  entstehende  Verlegenheit?  Ich  muß  doch
da  wieder  auf  cinen  Einwurf  des  Herrn  von  Kardorff  zurückkommen,  der
mich  ja  so  viel  koramirt  hat,  daß  ich  nicht  umhin  kann,  von  Zeit  zu  Zeit
an  seine  Monita  zu  deuken.  Ich  hätte  nich,  sagte  er,  leichten  Herzens
darein  gegeben,  daß  wir  noch  eine  Anzahl  von  Thalern  im  Bankschatz  und
in  der  Zirkulation  hätten,  die  wie  er  behauptet,  die  größte  Gefahr  für
den  Bestand  des  deutschen  Münzwesens  darböten.  Ich  muß  dem  thatsächlich
auf  das  allerentschiedenste  widersprechen.  Ich  war  der  allerausgesprochenste,
  heftigste  Gegner  der  Einstellung  der  Silberverkäufe;  ich  habe
sie  1879  als  ein  schweres  Vergehen  gekennzeichnet;  ich  habe  noch  1882  die
Schrift  dagegen  geschrieben,  die  Herr  von  Kardorff  selbst  zitirt  hat;  ich
habe  nie  aufgehört,  diesen  Fehler  als  einen  solchen  auf  das  schärfste  zu
charakterisiren;  ich  habe  immer  Herrn  von  Kardorff  gesagt:  „Sie  behaupten,
wenn  wir  nicht  zur  Doppelwährung  übergingen,  sei  es  nothwendig,  daß  wir
umnseren  Rest  von  Silber  verkaufen".  Er  kündigte  an,  daß  er  den  Antrag
auf  Wiederaufnahme  der  Silberverkäufe  stellen  würde,  und  jedesmal  antwortete
  ich  ihm:  „Stellen  Sie  doch  den  Antrag,  —  ich  werde  Arm  in
Arm  mit  Ihnen  im  Reichstag  erscheinen".  Ich  habe  das  öfter  gesagt;
Herr  von  Kardorsf  hat  mir  mehrmals  versprochen,  Ihnen  das  erhabene
Schauspiel  vorzuführen,  daß  wir  Arm  in  Arm  nicht  unser  Jahrhundert,
aber  doch  den  Reichskanzler  herausfordern  würden,  Silber  zu  verkaufen.
Versprochen  hat  Herr  von  Kardorff  oft;  gehalten  hat  er  es  nicht.  Ich  bin
immer  wieder  bereit,  die  Aufforderung  anzunehmen.  Aber  wenn  ich  es
auf  der  einen  Seite  als  einen  Fehler  ansehe,  daß  man  diese  Silberverkäufe
einstellte.  —  ich  will  mich  heute  darüber  nicht  weiter  verbreiten,  weil  ich
noch  gar  viel  anderes  zu  erledigen  habe,  —  so  muß  ich  doch  sagen  auf  die
Gefahr  hin,  hier  wieder  denunzirt  zu  werden,  daß  ich  diese  große  Gefahr,
die  die  Herren  Bimetallisten  in  dem  Bestand  von  400  Millionen  Mark
Silber  in  dem  großen  deutschen  Reiche  sehen,  daß  ich  diese  Gefahr  nicht
mehr  als  etwas  so  furchtbares  ansehe.  Was  ist  dem  das  im  Verhältniß
zu  den  Silbervorräthen  aller  anderen  Länder?  Was  bedeutet  denn  diese
ganze  Gefahr?  Wir  wollen  annehmen,  daß  verloren  gingen  20,  20,
40  Prozent;  40  Prozent  auf  100  Millionen  wären  160  Millionen
Mark.  Etwas  wäre  das  Silber  doch  noch  immer  werth;  wir  brauchten
es  nicht  ins  Wasser  zu  werfen.  Einen  eventuellen  Verlust  von  160  Millionen
  Mark  würde  Deutschland  in  einer  Krise  noch  tragen