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Weil  dem  aber,  wie  Herr  Bamberger  hier  indirekt  zugesteht,
  nicht  so  ist,  so  drückt,  wie  schon  so  oft  gesagt,  gerade  der  indische
Beizenpreis  die  Weizenpreise  in  der  ganzen  Welt  herunter,  denn  dort
nird  nicht  nur  am  billigsten  produzirt,  sondern  auch  das  Silber,  womit
der  Weizen  bezahlt  wird,  ist  in  Indien  viel  theurer  als  in  England
und  bei  uns.  .
a.  d.  N.  „Die  Amerikaner  haben  das  Silber  aufgespeichert  in  solchen

Massen,  daß  sie  nicht  mehr  wissen,  wie  sie  es  umterbringen  sollen,  daß  sie
jedes  Fahr  neue  Gewölbe  bauen  müssen  (7),  um  das  Silber  zu  bewahren,  das
niemaned  mehr  in  die  Hand  nehmen  will,  das  nur  in  Form  von  Papier
zirkuli  t.  Wenn  alle  diese  Länder  sich  so  bemühen  mit  dem  Versuch,  das
Silbei,  wie  Sie  sich  ausdrücken,  zu  rehabilitiren,  dann  begreife  ich  es.
Aber  daß  wir  die  letzten  sind,  die  es  thun,  daß  wir  höchstens  einmal,  wie
der  Hrr  Reichskanzler  vor  zwei  Jahren  gesagt  hat,  hingehen,  hören,  was
wir  thun  können,  um  diese  schwierige  Operation  anderen  zu  erleichtern,  theils
aus  Solidaritätsgefühl  der  Welt,  theils  aus  eigenem  Interesse,  —  das  begreife
  ich;  aber  daß  nun  die  Herren  herkommen  und  das  deutsche  Reich,
das  ir  verhältnißmäßig  günstigster  Lage  ist,  auffordern,  die  Initiative  zu
ergreisen,  meine  Herren,  das  ist  von  Ihrem  so  oft  hervorgezogenen  nationalen
Standpunkt  —  ich  wage  zu  sagen  eine  Verirrung,  die  ich  nicht  begreife“.

Anm.  38.  Zugegeben,  es  sei  alles  richtig,  was  Herr  Bamberger
über  die  ungeheuren  Silbervorräthe  in  Indien  und  Nordamerika  und
ime  Folgen  sagt,  so  möchten  wir  fragen:  wie  und  was  versteht  denn
bier  Herr  Bamberger  unter  dem  „deutschen  Reich“?  In  dem  vorl
  egenden  Falle  kann  man  doch  wohl  nur  die  Staatskassen,  die  vershiedenen
  Geldinstitute  und  die  Bevölkerung  darunter  verstehen.  Letztere
it  aber  bekanntlich  eine  sehr  gemischte  Gesellschaft,  deren  einzelne  Gruppen
iwe  besonderen  Interessen  haben,  die  in  einem  geordneten  Staatsleben
tei  guter  Verwaltung  sämmtlich  die  ihnen  gebührende  Berücksichtigung
fenden  müssen,  wenn  der  Staat  gesund  sein  und  die  Volkswohlfahrt
danernd  erhalten  werden  soll.  Daß  unsere  Staatskassen,  weil  die
5teuern  in  überwerthigem  Gold,  die  Hypothekgläubiger,  weil  die  Zinsen
i  wer  alten  Silberdarlehen  ebenfalls  in  Gold  gezahlt  werden  müssen
und  die  internationalen  Großhändler  sich  bei  der  Goldwährung  in  verbältnißmäßig
  günstiger  Lage  befinden,  das  bestreitet  niemand;  aber  wie
seht  es  denn  mit  den  Grund=  überhaupt  mit  allen  Immobilienbesitzern,
wiit  den  nach  den  Silberländern  exportirenden  Falrikanten,
  mit  dem  Kleinverkehr  im  Inlande,  mit  den  kleineren
(zeschäftsleuten,  den  Handwerkern  und  Arbeitern  aus,  befinden  diese  sich