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der  Wehrung  die  freie  Prägung  d.  h.  die  Selbstvergeltung  des  Metalles
ist,  und  daß  wir  übereinkommen  müßten,  sofort  bei  einer  solchen  Konvention
  freie  Prägung  zu  geben.“

Anm.  16.  Die  Schwierigkeiten,  welche  Herr  Dr.  Bamberger
)#r  ufzuthürmen  sich  bemüht,  mußten  natürlich  auf  die  Mehrzahl
s  iner  Zuhörer  einen  um  so  tieferen  Eindruck  machen,  als  ja  diese
Moehrzahl,  wie  nus  der  Herr  Reduer  selbst  verrathen  hat,  so  wenig  mit
der  Sache,  um  welche  es  sich  handelte,  vertraut  war,  daß  er  sogar
die  technischeu  Ansdrücke,  die  er  in  seiner  Rede  nicht  vermeiden  konnte,
ihr  zu  erklären,  sich  genöthigt  sah.  Was  zunächst  die  Frage  betrifft:
in  welchem  Werthverhältniß  zum  Gold  soll  das  Silber  geprägt  werden?
sa  lantct  darauf  die  Autwort:  in  dem  alten  von  1:  15½;  denn  weil
dieses  Verhältniß  unter  dem  Einfluße  der  freien  Prägung  in  den
Ländern  des  lateinischen  Münzbundes  sich  gebildet  hat,  so  ist  es  das
watürliche  durch  Production  und  Bedarf,  oder  was  dasselbe  ist,
durch  Angebot  und  Nachfrage  geschaffene  Verhältniß.  So  gewiß  sich
das  gestörte  Gleichgewicht  einer  Wage  wieder  dadurch  herstellen  läßt,
daß  man  aus  der  gesunkenen  Wagschale  einen  Theil  ihres  Inhaltes
brausnimmt,  und  ihn  in  die  gestiegene  Schale  bringt,  so  gewiß  wird
das  alte  Werthverhältniß  zwischen  Gold  und  Silber  wieder  hergestellt,
menn  man  vom  Metallmarkte  Silber,  um  es  zu  Münzen  zu  prägen,
binwegnimmt  und  dafür  Gold  dem  Markte  zuführt,  wenn  man  also
kleichzeitig  die  Nachfragc  nach  Silber  und  das  Angebot  von
(zold  in  gehörigem  Maße  vermehrt.

Was  bezüglich  der  freien  Prägung  zuthun  sei,  ist  auch  nicht  räthselhaft;
esliegt  auf  der  flachen  Hand,  daß,  wenn  nach  Abschluß  eines  Währungsvertrages,
  welcher  das  alte  Werthverhältniß  zwischen  Gold  und  Silber  festsetzte,
die  Prägung  sofort  freigegeben  würde,  die  Arbitrageure  einen  bedeutenden
(zewinn  an  dem  zur  Zeit  um  p.  p.  20%  billigeren  Silber  machen  würden;
deshalb  müßte,  wie  es  ja  auch  gegenwärtig  bei  nus,  in  Frankreich  und  Nordmerika
  der  Fall  ist,  die  freie  Prägung  des  Silbers  vorerst  ausgeschlossen.
derden,  und  die  Regierungen  selbst  müßten  mit  der  Prägung  der  Silberrlünzen,
  um  keine  rapide  Erhöhung  des  Silberpreises  hervorzurufen,  vorschtig
  und  behntsam  vorgehen.  Allein  hierdurch  wird  doch  ein  Steigen  des
kilberpreises,  sobald  es  bekaunt  wird,  daß  Deutschland  die  Doppelwährung

inzuführen  entschlossen  ist,  ebensomenig  ganz  zu  verhüten  sein,  als  das
(Steigen  der  Haferpreise  zu  verhüten  ist,  sobald  nur  die  Mobilmachung
ler  Armee  in  Aussicht  steht.

Wenn  es  aber  keine  Währung  gibt  ohnevollstän  dig  freie  Prägung