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für  die  beiden  Münzmetalle,  nun  dann  haben  wir,  der  lateinische  Münzbund,
  England  und  Nordamerika,  wegen  der  überall  bestehenden
Beschränkungen  gegenwärtig  gar  keine  Währnng.

Was  aber  die  „Selbstvergeltung  des  Motalles"  heißen  soll,  so
wissen  wir  dies  nicht  zu  enträthseln,  deun  wenn  der  Herr  Redner  etwa  sagen
wollte:  das  Selbstmünzen  des  Metalles,  so  müßte  doch  wohl  in  dem
gebrauchten  Worte  da,  wo  ein  t  sich  befindet,  ein  d  stehen.

Was  den  möglichen  Abschluß  eines  Währungsvertrages  überhaupt
  betrifft,  so  beweist  ja  das  Beispiel  des  lateinischen  Münzbundes
  mit  seinem  seit  21  Jahren  und  trotz  der  Schwierigkeiten,
welche  ihm  durch  unsere  Goldwährung  bereitet  wurden,  heute  noch  bestehenden
  Vertrage,  daß  sich  sogar  dauernde  Münzverträg  #  abschließen
lassen;  um  wie  viel  leichter  muß  es  daher  sein,  einen  Währungsvertrag
abzuschließen,  in  welchem  sich  die  Contrahenden  nur  darüber  zu  einigen
haben:  ob  die  Währung  nur  auf  Gold,  oder  nur  auf  Silber,  oder  auf
beide  Mctalle  zugleich  basirt  werden  soll,  und  im  letzteren  Falle,  in
welchem  Werthverhältniß  die  Gold=  und  Silbermünzen  geprägt  werden
sollen?  Ist  dann  nach  einiger  Zeit  alles  wieder  im  richtigen  Geleise,
so  besorgt  das  weiter  Nöthige  der  lebendige,  freie  Verkehr  selbst,  der
nur  allein  im  Stande  ist,  die  Produktion  und  den  Bedarf  in  das  richtige  Verhältniß
  zu  einander  zu  setzen.  In  dieser  Beziehung  hat  einmal  ein  Kaufmann
einem  Handelsminister,  der  ihn  fragte:  Ober,  der  Minister,  etwas  für  den
Handel  thun  könne  die  treffende  Antwort  gegeben:  „Wenn  Sicwirklich  etwas
für  uns  thun  wollen,  so  bekümmern  Sie  Sich  garnicht  umuns.“
F.  d.  R.  „Wenn  Sie  die  Regierung  auffordern  wollen,  die  Initiative

zu  ergreifen  zu  solchen  Verträgen,  so  haben  Sie  die  Güte,  machen  Sie
definitive  Vorschläge.  Wenigstens  ist  das  mein  Gedanke,  und  ich  werde  mich
darin  nicht  sehr  von  der  Regierung  entfernen.  Aber  bedenken  Sie  doch
das  eine:  wic  unendlich  erschweren  Sie  die  diplomatische  Seite  der
Sache,  indem  Sie  der  dentschen  Regierung  zumuthen,  unnmehr  die  Initiative
zu  ergreifen  gegenüber  einer  Beschlußnahme,  bei  der  sie  früher  nur  die
ontemplative  Rolle  und  die  des  kühlen  Zuschauers  gespielt  hatte  Ist  deun
das  ein  Mittel,  um  etwas  zu  erreicheu,  wenu  man  jetzt  dem  Kunden
nachläuft,  dem  man  seiue  Waaren  verkaufen  will?  Im
Jahre  1881  ist  die  deutsche  Regierung  ganz  vernünftig  und  korrelt  auf
dem  Pariser  Kongresse  erschienen  und  hat  ganz  korrekt  gesagt;  ich  bin  nicht
ohne  Sympathie  für  das,  was  ihr  jetzt  versucht  in  anderen  Staaten;  ich  will  auch
sogar  im  Kreise  einer  gewissen  Bemühung  uäützlich  sein,  aber  mich  drücken  die
Dinge  am  wenigsten.  (Sie  drücken  also  doch  !)  Sie  hat  hinzugesetzt  —  und  das  war