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eine  Wiederholung  der  Erklärung,  die  der  Herr  Reichskanzler  im  Jahre  1879
gegeben  hat  —:  wir  werden  festhalten  die  dentsche  Goldwährung  auf  alle  Weise,
wir  haben  sie  ergriffen,  wir  lassen  uns  nicht  davon  abbringen;  aber  wir  wollen
nicht  un  verständig  sein,  wir  wollen  anderen  Nationen  das  Leben  nicht  ohne  Noth
erschweren,  wir  wollen  Konzessionen  machen.  Undunn,  nachdem  auch  diese  Haltung
zu  nicht“  geführt  hat,  wollen  Sie  die  deutsche  Regierung  veranlassen,  nunzu  Krenze
zu  kriechen,  pater  peccari  zu  sagen,  zu  Frankreich  und  zu  Amerika  zukommen
und  zu  sigen:  nehmt  mich  armen  Sünder  auf,  ichhabe  mich  zum
Besseren  bekehrt!?  Meine  Herren,  welche  Bediugungen  werden  wir
da  bekommen!  Stellen  Sie  sich  in  die  Lage  des  Vertreters,  der  in  einer
solchen  Situation  auf  der  internationalen  Konvention  erscheint.“

Anm.  47.  Daß  man  seinen  Kunden  nicht  nachlaufen  dürfe,  wenn
men  mit  ihnen  ein  Geschäft  machen  wolle,  dieser  Grundsatz  mag  wohl
fü.  die  Specnlationsgeschäfte  der  Börse  richtig  sein,  für  das  reelle  Gesch
  iftsleben  ist  er  es  sicherlich  nicht;  dem  wenn  er  es  wäre,  so  würden
sic  unsere  Fabrikanten,  Groß=  und  Kleinhändler  ganz  gewiß  nicht
di  großen  Kosten,  die  ihnen  durch  ihre  Reisenden,  ihre  Aunoncen  und
A#preisungen  verursacht  werden,  aufbürden.  Wenn  jemand  eine  Waare
ve  kaufen  will,  so  muß  er  sie  feilbieten,  und  wem  irgend  ein  anderes
G  schäft,  das  sich  nur  durch  Uebereinkommen  zustande  bringen  läßt,
erzoünscht  ist,  der  muß  sich,  wenn  es  zustande  kommen  soll,  vor  allen
Dugen  zu  demselben  bereit  erklären.  Dies  aber  kann  er  zu
jerer  Zeit  thun:  denn  ob  das  Geschäft  ein  für  ihn  vortheilhaftes  wird
oder  nicht,  das  hängt  nicht  von  dieser  Bereitwilligkeit,  sondern  es  hängt
ven  den  Bedingungen  ab,  dic  er  stellt  und  auch  fest  zu  halten
v  rmag.  Gegenwärtig  sind  wir  nun  bezüglich  der  Währungsfrage
ucch  in  keiner  solchen  Nothlage  wie  England,  denn  Arbeiterunruhen
un  d  Bauernaufstände  sind  bei  uns  noch  nicht  wie  dort  vorgekommen;
aber  sie  werden  nicht  ausbleiben,  wenn  wir  von  dem  betretenen  falschen
Wege  nicht  abgehen,  und  werden  wir  alsdann,  wen  wir  uns  erst  in
derselben  Nothlage  wie  England  befinden,  diesem  günstigere  Vertrugsbedingungen
  als  gegenwärtig  abzuringen  vermögen?  Auf  diese
Fage  wird  schwerlich  ein  mit  dem  reellen  Geschäftsleben  Vertrauter
mt  „Ja“  autworten  wollen:  darum  könnte  denn  auch  die  allenfallsige
Sgdeculation,  dic  Engländer,  um  sie  mürber  zu  machen,  noch  etwas
läiger  zappeln  zu  lassen,  um  so  eher  eine  verfehlte  sein,  als  in  Englad
  die  Entscheidung  der  Frage  in  den  Häuden  der  Goldprotzen  liegt,
di:  warten  können  und  wahrscheinlich  auch  so  lange  warten  werden,
biz  auch  wir  ins  Zappeln  gerathen;  denn  wie  es  an  unserem  wirth-