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Wenn  Herr  Dr.  Bamberger  ferner  meint,  jeder  „verständige“
Mensch  müsse  sich  sagen,  daß  die  deutsche  Nation  nicht  so  Gott  verlassen  sein
könne,  aus  irgend  welcher  „iheor  etischen  Velleität"  ihrefeste  Goldwährung
  aufzugeben,  so  sieht  dies  auf  den  ersten  Blick  so  aus,  als  wolle
Herr  Dr.  Bamberger  den  Bimetallisten  zum  zweitenmale  den  Verstand  absprechen
  zallein  genauer  besehen,  ist  dies  nicht  der  Fall,  deun  die  Bimetallisten
wollen  ja  nicht  aus  irgend  welchem  „theoretischen  Gelüste.“  sondern,  wie  wir
gezeigt  zu  haben  glanben,  ans  sehr  triftigen  Gründen,  die  sich  auf
unumstößliche  volkswirthschaftliche  Thatsachen  stützen,
die  Goldwährung  abgeschafft  und  die  Doppelwährung  eingeführt  haben.

F.  d.  N.  „Meine  Herren,  ich  habe  damit  angefangen,  daß  ich  Sie
darauf  aufmerksam  gemacht  habe,  wie  die  ganze  bimetallistische  Bewegung
der  Welt  mit  der  Speculation  zusammenhängt,  daß  eine  große  Krisis  herbeigeführt
  werden  könnte  durch  die  Zurückrufung  der  Blandbill,  daß  damit
eine  ungehenre  Entwerthung  des  Silbers  käme,  daß  in  dieser  Verwirrung
die  deutsche  Nation  genöthigt  würde,  zum  Bimetallismus  zu  kommen.“

„Daß  ich  Ihnen  keine  Chimäre  an  die  Wand  gemalt  habe,  will  ich
nur  aus  dem  letzten  Aktenstücke  beweisen,  das  ich  Ihnen  vorlesen  werde,
und  mit  dem  ich  dann  die  Summe  der  Ansprüche,  welche  ich  an  Ihre
Geduld  gestellt  habe,  erschöpft  haben  werde."

„Vor  nicht  gar  langer  Zeit,  am  11.  Januar  1884,  hat  der  leitende
Führer  des  deutschen  Bimetallismus,  der  Inspirator  der  ganzen  Bewegung
dessen  großes  Talent  und  Energie  anzuerkennen  ich  nicht  im  geringsten
anstehe,  und  dem  ich  auch  fern  bin  irgend  etwas  von  den  schnöden  Motiven
unterlegen  zu  wollen,  die  Herr  von  Kardorff  vorhin  ganz  mit  Recht  zurückgewiesen
  hat  —  ich  sehe  unsere  deutschen  Bimetallisten  gerade  so,  wie  die
Vertreter  der  Goldwährung  auf  dieser  Seite,  als  Männer  an,  die  für  ihre
Idee  mit  der  vollen  Ueberzeugung  ins  Feuer  gehen,  und  man  weiß  ja,  daß
gerade  für  solche  wisseuschaf  tlichen  Probleme  man  sich  ebenso  sehr
fanatisiren  kann  wie  für  irgend  eine  andere  Ueberzeugung;  ich  glaube  nicht,
daß  irgend  ein  anderes  Vehikel  im  Spiele  ist  bei  den  Vorkämpfern  des
Bimetallismus  in  Deutschland;  aber,  meine  Herren,  gerade  dieser  Fenereifer
kann  manchmal  zu  Excessen  verleiten,  die  weiter  führen  als  Interessen
materieller  Art,  und  ein  Beispiel  davon  haben  Sie  eben  in  dem  Aktenstücke,
das  ich  Ihnen  zum  Schluß  noch  geben  will  —  der  Führer  der  deutschen
Bimetallisten  also  hat  am  11.  Jannar  1884  au  Herru  Kelly,  den  Führer
der  amerikanischen  Bimetallisten,  geschricben:

„„Sehr  geehrter  Herr.  Ich  danke  für  die  Abschrift  Ihrer  Bill.““

—  „Nämlich  die  für  Aufhebung  der  Blandbill“  —