„Während  der  letzten  7  Jahre  (fährt  die  Bombay  Times
fort)  hat  also  Ostindien  der  Welt  400  Millionen  Silber-Rupien
oder  C  40,000,  000  entzogen.  Ein  großer  Theil  dieses  Betrags
bleibt  der  Circulation  für  immer  entfernt,  weil  er  in  Geräthschaften
  und  Zierrathen  aller  Art  umgewandelt  wird,  die  dort
weit  mehr  als  in  Europa  gesucht  sind.“  Die  neulich  ausgebrochenen
  Unruhen  dürften  überdies  zur  Vergrabung,  sowohl
der  Geräthe  als  des  Geldes  Veranlassung  geben.

Gegen  alle  diese  Abflüsse  geht  in  England  aus  Mexico
und  anderen  nicht  europäischen  Ländern  an  Silber  jährlich
nur  der  Betrag  von  acht  bis  neun  Millionen  Pfundsterling  ein.
Man  hätte  glauben  sollen,  die  Auffindung  des  Quecksilbers  in
Californien,  welche  die  mexicanischen  Bergwerke  in  Betreff  dieses
Artikels  von  Spanien  unabhängig  macht,  würde  die  dortige
Erzeugung  des  Silbers  vermehren;  bis  jetzt  aber  war  dieses
nicht  der  Fall  und  dürfte  es  nicht  eher  werden  bis  die,  in  allen
ehemaligen  spanischen  Colonien  perennirend  gewordenen  Revolutionen
  aufgehört  haben  und  ein  ruhiger  Zustand  eingetreten  ist,
der  sowohl  In=  als  Ausländern  hinlängliche  Sicherheit  darbietet,
Grundstücke  zu  kaufen  und  ihre  Capitalien  in  Maschinerien  und
Arbeitslöhnen  anzulegen,  die  zur  Förderung  der  Erze  erforderlich
  sind.

Wie  Alerander  v.  Humboldt  berichtet,  bezog  Spanien  aus
den  mexikanischen  Minen  im  17.  Jahrhundert  im  Durchschnitt
2½  Millionen  Mark  (Gewicht)  Silber  jährlich;  zu  Anfang
des  18.  Jahrhunderts  nur  600,000  Mark  in  zehn  Jahren.
Diese  enorme  Abnahme  ist  indeß  nicht  natürlichen  Ursachen,
sondern  politischen  und  socialen  Zuständen,  sowobl  des  Mutterlandes
  als  der  Colonien  zuzuschreiben.  Später  stellte  sich  zwar
ein  günstigeres  Verhältniß  her;  dieses  störte  aber  der  Krieg,  in
welchem  die  spanisch-südamerikanischen  Colonien  ihre  Unabhängigkeit
  erfochten.  Michel  Chevalier  nahm  im  Jahre  1857  ihre
Ausbeute  zu  701,570  Kilogrammen  an,  also  etwa  175,400
Mark.  Seitdem  hat  sie  sich  freilich  geboben,  aber  bei  Weitem