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Fassen  wir  alle  angeführten  Thatsachen  zusammen,  so  wird
uns  klar,  daß  Silber  immer  knapper  in  Europa  werden  muß.
Durch  diesen  Mangel  ist  aber  keine  Abnahme  der  Circulations—
mittel  im  Allgemeinen  zu  besorgen,  im  Gegentheil  nehmen
diese  durch  die,  aus  allen  Weltgegenden  einströmenden  colossalen
Goldmassen  unverhältnißmäßig  zu.  Bedeukt  man,  wie  viel  uns
Afrika,  Brasilien,  das  asiatische  Rußland,  Californien  und
Australien  seit  so  vielen  Jahren  zugeschickt  haben  und  noch
immer  in  denselben  Proportionen  zuschicken,  daß  außer  dem,  als
Geschmeide  verarbeiteten,“)  vergleichsweise  wenig  davon  Europa
verläßt,  daß  überdies  noch  das,  aus  den  europäischen  Bergwerken
und  Flüssen  gewonnene  Golderz  hinzukommt,  und  erwägt  man
auch  ferner,  daß  in  außereuropäischen  Ländern  noch  immer  neue
Goldlager  entdeckt  werden,  so  muß  man  zugeben,  daß  diesem
Metalle  als  Circulationsmittel  die  Zukunft  gehört.

)  Das  Journal  de  St.  Petersbourg  vom  7/19.  Sertember  1852
lieferte  über  diesen  Gegenstand  folgende  Data:
Das  zu  Lurus=  und  Kunstgegenständen  in  den  Fabriken  und  Goldschmiedewerkstätten
  verarbeitete  Gold  vertheilt  sich  wie  nachstebend,  den  Werth
in  Franken  gerechnet:

England  ....  ....  .  .  .  ...  ..  ..  Ics.  62,500,000
Frankreich.  .  .  ..  .  .  ........  s-23,900,000
Schweiz...................  »11,250,000

dieandereneuwpäifchenStaaten.»40,000,000
VereinigteStaatenvonAnterika.»12,500,000

Fcs.  150,000,000

Wenn  auch  diese  Schätzungen,  zur  Zeit  als  sie  gemacht  wurden,  richtig
gewesen  sein  mögen,  so  hat  sich  der  Bedarf  zu  genannten  Zwecken  durch  den,
seitdem  so  sehr  gestiegenen  Luxus  gewiß  sehr  vermebrt.  Auch  bat  die  Cbemie
seitdem  Entdeckungen  gemacht,  wodurch  Gold  noch  zu  auderen  technischen
Zwecken,  als  die  bis  dahin  bekannt  waren,  verwendet  wird.  Uebrigens  darf
der  durch  Vergoldung,  Plattirung,  Umschmelzen,  Abnutzung,  Schiffbrüche  und
Feuersbrünste,  so  wie  durch  das  Vergraben  bei  Kriegszeiten  und  Aufständen
entstehende  Verlust  nicht  unbeachtet  bleiben.  Der  obenerwähnte  Zeitungs-Artikel
nimmt  nach  damals  aufgestellten  Berechnungen  jährlich  3½  pCt.  für  Verluste
  und  Abnutzung  an,  was  nach  der  damaligen  Circulation  42  Millionen,
mithin  zur  obigen  Summe  gerechnet:  Fcs.  192,150,000  betragen  würde.