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In  der  Börsenhalle  No.  13,973  schlug  ein  □-Correspondent
vor,  die  Bank  solle  Goldbarren  zu  einem  bestimmten  Course,  etwa
zu  Beo.  423.  3  F  die  Mark  fein  annehmen,  und  ihren  Interessenten
  ohne  Unterschied,  ob  ihr  Guthaben  sich  auf  Gold  oder
auf  Silber  gründe,  wenn  sie  ihren  Saldo  verlangen,  Gold  zu
dem  festgesetzten  Preise  auskehren.  Obgleich  wir  mit  dem
Verfasser  darin  übereinstimmen,  daß  Hamburg  ungeachtet  der  Münzverein
  sich  für  Silberwährung  entschieden,  nicht  ausschließlich
bei  derselben  beharren,  sondern  dem  Golde,  von  welchem  Europa
jetzt  überschwemmt  wird,  einen  seiner  Stellung  gebührenden  Platz
einräumen  sollte,  so  können  wir  uns  doch  der  Willkür  jenes
Postulats  nicht  unterwerfen.  Wenn  auch  der,  den  einen  oder
den  anderen  der  Bankinteressenten  durch  solche  Expropriation
treffende  Verlust  nur  ein  geringer  sein  mag,  so  wäre  der
Grundsatz,  auf  den  sie  basiren  würde,  doch  immer  ein  schlechter.
Unsere  gesetzgebende  Gewalten  würden  sich  gewiß  keinen  solchen
Staatsstreich  zu  Schulden  kommen  lassen.

Wir  theilen  ferner  die  Meinung  des  Verfassers  des  erwähnten
  □  Artikels,  daß  Bedarf  und  Werth  des  baaren
Geldes  jetzt  viel  rascher  wechseln  als  ebedem,  glauben  aber  die
Ausgabe,  solchen  schnellen  Umsatz  zu  bewirken,  durch  unseren
Vorschlag  (in  No.  273  der  Hamburger  Nachrichten,  Anlage  II)
besser  gelöst  zu  haben,  als  er.  Wie  gesagt,  vermuthen  wir  ebenfalls,
  daß  die  neuen  Goldstücke  schagrenweise  nach  Hamburg  ihren
Weg  finden  werden.  Nach  seinem  Plane  müßte  man  sie  hier  erst
schmelzen,  damit  sie  in  Barren  verwandelt  in  unserer  Bank  Unterkommen
  finden  könnten.  Nach  dem  unserigen  würde  man  Zeit  und
Kosten,  welche  diese  Operation  in  Anspruch  nimmt,  ersparen.
Zwar  verkennen  wir  keineswegs  die  Vortheile  eines  Barrenvorraths
  in  der  Bank  im  Gegensatze  zu  gemünztem  Gelde,  wir
erkannten  sie  bereits  (in  No.  33  der  Hamburger  Nachrichten  —
Anlage  I  —)  an;  aber  die  mit  Recht  verlangte  rasche  Bewegung
der  Zahlungsmittel  kann  durch  Barren  nicht  erreicht  werden.
Auch  darf  man  den  Unterschied  der  Metalle  nicht  übersehen.