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Deutschland  ungeachtet  alles  Sträubens  am  Ende  doch,  weil  zu
wenig  Silber  übrig  bleiben  wird,  zur  Goldwährung  schreiten.
Bis  dieser  Fall  eintritt,  hat  man,  vorausgesetzt,  daß  der
erwaͤhnte  Plan  ins  Leben  gerufen  werde,  Erfahrung  genug
gesammelt,  um  beurtheilen  zu  können,  ob  wir  anderen  Staaten
in  besagter  Veränderung  vorangehen  oder  ihnen  folgen  sollen.

Unser  Plan  mag,  um  zur  Ausführung  zu  gelangen,  Ergänzungen
  erheischen,  die  Leute  vom  Fache  leicht  hinzusetzen
können,  uns  selbst  schweben  dergleichen  vor;  es  ist  aber  noch
nicht  an  der  Zeit,  auf  mehr  Einzelheiten  einzugehen.  Wir
wollen  uns  keinen  etwa  vorzuschlagenden  Verbesserungen  widersetzen.
  Nur  an  den  Grund-Bedingungen,  daß  1)  bei  Einführung
einer  Goldwährung  gemünztes  Gold  zweckmäßiger  sei,  als
Barren;  2)  daß  Umtauschung  der  Sorten  gegen  Scheine  und
der  Scheine  gegen  Sorten  zeitgemäßer  wäre,  als  Ab=  und  Zuschreiben,
  und  endlich  3)  daß  keinerlei  Zwang  bei  Umnechslung
des  einen  Metalls  gegen  das  andere  stattfinden  müsse,  halten
wir  fest.  Auf  den  Einwand,  „wir  müssen  hier  bereits  Rechnungen
  in  Banco  und  Courant  führen,  sollen  wir  nun  noch
eine  dritte  für  Gold  eröffnen?"  erwiedern  wir:  Bei  so  großem
Zwecke  kann  kleine  Mühe  nicht  in  Betracht  kommen.

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fabrung,  daß  je  tiefer  man  in  die  Goldbergwerke  eindringt,  desto  mehr
das  Verhältniß  des  darin  gefundenen  Silbers  zu  dem  Golde  steigt;  zuerst
war  es  wie  5  zu  100,  jetzt  soll  es  sich  schon  wie  6  zu  7,  ja  sogar  10
zu  100  verhalten.  Die  erste  Eventualität  ist  unsicher,  die  andere  zwar  sicher,
ihre  Wirkung  aber  langsam.  Treten  indeß  im  südamerikanischen  Silberbergban
  die  erwünschten  Verbesserungen  ein,  so  dürften  sich  die  alten  Verbältnisse
  eher  wieder  berstellen.  Eine  Abnahme  des  Goldes  läßt  sich  überdies,
nach  der  Versicherung  des  Dr.  Tasker,  der  die  Zustände  an  Ort  und  Stelle
untersuchte,  weder  in  Californten,  noch  in  Australien  befürchten.  Nur  werden  die
Schwierigkeiten  der  Zutageförderung,  mithin  auch  die  Kosten  grösier,  je  mehr
man  sich  von  der  Oberfläche  entfernt,  und  anstatt  gediegenes  Metall  zu  sammeln,
  es  aus  Quaiz  gewinnen  muß.  Zufolge  derselben  Auterität  werden
dort  die  Vorräthe  noch  Jahrhunderte  lang  dauern.