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der  Thaler  genannt,  24  F  galten,  daß  aber  das  Schrot  und
Korn  dieser  Schillinge  von  Zeit  zu  Zeit  so  verschlechtert  wurde,
daß  man  für  diese  Thaler  im  Jahre  1622  48  ß  zahlte.  Solche
Thaler  waren  zu  9  Stück  auf  die  Mark  fein  ausgeprägt,  mithin
etwas  besser,  als  die  späteren  schleswig-bolsteinischen  Species,
von  welchen  9¼  auf  die  Mark  fein  gehen,  und  würden,  da
diese  jetzt  60  s  gelten,  jene  612;  F  nunmehr  werth  sein.  Noch
schlimmer  als  diesen  Thalern  erging  es  den  Gulden.  Ursprünglich
Goldstücke,  die  von  Florenz  nach  Deutschland  kamen,  und  den
ungefähren  Werth  eines  bolländischen  Ducaten  besaßen,  wurden
sie  hier  verkleinert  und  immer  mehr  mit  anderen  Metallen  allegirt,
bis  sie  nicht  mehr  als  den  Werth  eines  halben  Species  besaßen,
woher  diese  dann  den  Namen  Gulden  annahmen  und  die  anderen
zum  Unterschiede  Goldgulden  hießen.  Holländische  Ducaten
stehen  jetzt  bekanntlich  6  4  4  F  Banco,  Gulden  hingegen
(wovon  2412  auf  die  Mark  fein  geben),  1  K  2  F  Banco.")

Man  glaubte  früher,  und  Unkundige  sind  auch  noch  jetzt
der  Meinung,  feines  Silber  nutze  sich  mehr  ab  als  grobes.  In
der  Wirklichkeit  aber  ist  von  einem  gewissen  Gehalte  an  das
Gegentheil  der  Fall.  Von  diesem  Irrthum  befangen,  ließ
Friedrich  II.  von  Preußen  im  Jahre  1750  ganze,  halbe,  drittel
und  viertel  Thaler  von  12-löthigem  Silber'“)  (auf  Anrathen
seines  Münzmeisters  Graumann)  schlagen,  wovon  14  auf  die
Mark  gehen.  Die  während  des  siebenjährigen  Krieges  (1756—
1763)  angeblich  zu  derselben  Währung  ausgeprägten  Gelder
sind  ca.  27  1½  pCt.  schlechter.  Im  Jahre  1764  kehrte  Preußen

*)  Am  schlechtesten  wurde  vielleicht  in  dieser  Hinsicht  der  Maravedi  bebandelt.
  Von  den  Mauren  in  Spanien  als  Goldstück,  etwa  den  Wertb  eines
Ducatens  enthaltend,  eingeführt,  ist  er  nach  und  nach  bis  zur  kleinsten  Kupfermünze
  herabgesunken.

*“)  Die  alten,  im  Jahre  1519  geschlagenen  Reichsthaler  enthielten  noch
15-löthiges  Silber,  wurden  aber  fortwährend  schlechter,  und  waren  im
Jahre  1566  nur  noch  14  Lorh  4  Gr.  fein.  Kursachsen  und  Hannover
nahmen  zu  ihren  feinen  Gulden  15  Loth  16  Gr.  Silber.  Die  Doppel-Thaler
  des  dresdener  Vereins  sind  14  Loth  7½8  Gr.  fein.