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sich  die  Contrahenten  der  dresdener  Convention  verbindlich:
Münzen,  auf  welchen  in  Folge  längerer  Circulation  und  Ab—
nutzung  das  Gepräge  undeutlich  geworden,  nach  dem  Nominalwerthe
  zum  Schmelzen  einzuziehen,  auch  Scheidemünze  aller  Art
in  ihren  Cassen  gegen  coursfähige  Münzen  umzuwechseln.

Es  leidet  keinen  Zweifel,  daß  der  jetzt  in  Wien  tagende
Congreß  sich  diese  Puncte  der  dresdener  Convention  aneignen
wird,  und  da  er  bereits  den  14  .3-Fuß  und  die  Deeimaltheilung
angenommen  haben  soll,  so  wird  doch  in  Deutschland  nach  so
vielen  Jahrbunderten  anhaltender  Verwirrung  endlich  Ordnung
in  die  Münzzustände  kommen.

Um  diese  zu  erbalten,  müßte  indeß  das  Sypstem,  nur  ein
edles  Metall  als  Werthmesser  gelten  zu  lassen,  eingeführt  werden.
Schon  der  alte  Hoffmann  ')  rieth  in  seiner,  im  Jahre  1838
berausgegebenen  „Lehre  vom  Gelde  u.  s.  w.  mit  besonderer
Beziebung  auf  den  preußischen  Staat“  Gold  zum  Werthmesser
zu  machen,  Silbergeld  aber  nur  als  Scheidemünze  zu  betrachten.
Obgleich  diese  Theorie  damals  vielen  Widerspruch  fand,  empfahl
er  sie  doch  von  Neuem  in  seinem  Werke,  „Zeichen  der  Zeit
u.  s.  w.“  betitelt,  im  Jahre  1841.  Von  dem  Grundsatze
ausgehend,  Gold  und  Silber  können  nicht  in  demselben  Lande
gleichzeitig  als  Werthmesser  dienen,  giebt  er  dem  ersteren  aus
folgenden  Gründen  den  Vorzug:  Gold  verursacht  weniger
Prägungskosten,  als  Silber.  Es  nutzt  sich  weniger  ab.  Es
ist  transportabler  und  wird  gewöhnlich  in  den  Ländern,  wo  es
einwandert,  geschmolzen,  umgeprägt  oder  in  Barren  verschickt.
Bei  der  Auswanderung  nach  anderen  Ländern  wird  dieselbe  Umwandlung
  vorgenommen.  Daher  fällt  die  geringe  Abnutzung,
die  es  möglicher  Weise  selbst  bei  so  öfterer  Erneuerung  erleiden
könnte,  so  wie  die  Prägekosten,  nicht  der  Staatscasse  zur  Last.
Er  schlägt  daher  vor,  Goldstücke  zu  prägen,  deren  Werth  genan

*)  Der  nunmehr  verstorbene  langjährige  Director  des  statistischen  Bureau's
zu  Berlin.