5  und  10  Silberthaler  beträgt  (kleinere  sind  seiner  Meinung
nach  der  stärkeren  Abnutzung  wegen  nicht  rathsam),  Silbergeld
aber  zu  Zahlungen  unter  5  -F  zu  benutzen.

Wenn  einem  erfahrnen  Manne,  wie  H.  war,  schon  im
Jahre  1838/41  Gold  ale  Standard  anzunehmen  nöthig  schien,
wie  viel  mehr  wird  man  es  jetzt  finden,  nachdem  die  damals
noch  nicht  entdeckten  Goldminen  Californiens  und  Australiens
schon  so  reiche  Ausbeute  gegeben  und  noch  auf  viele  Jahre  große
Schätze  dieses  Metalles  zu  liefern  versprechen,  während  die
Silbererzeugung  weder  in  Europa  noch  in  Amerika  fast  gar
nicht,  der  Abfluß  nach  Asien  hingegen  bedeutend  zugenommen  hat.

Der  gegen  Hoffmann's  Vorschlag  gemachte  Einwand:  es
würden  in  Deutschland  zu  wenige  Zahlungen  von  5  und
darüber  gemacht,  mithin  doch  immer  hauptsächlich  Silbergeld  als
Zahlungsmittel  verwendet  werden,  ist  wohl  nicht  stichhaltig.  Im
Gegentheile  ließe  sich  ein  Argument  für  die  Einführung  der
Goldwährung  dem  Berichte,  welchen  Lord  Liverpool  im  Jahre
1798  über  diesen  Gegenstand  an  Georg  III.  erstattete,  entlehnen.
Jener  große  Finanzmann  bemerkte,  um  solche  Einwände  zu  widerlegen
  und  das  Bedürfniß  großer  Werthzeichen  zu  beweisen,  daß
sogar  Goldmünzen  schon  nicht  mehr  zum  Verkehr  ausreichten,  sonst
würden  Banknoten  nicht  so  willigen  Eingang  finden  und  im  Großhandel
  gewöhnlich  vorgezogen  werden.  Wir  können  uns  hier  nicht
auf  so  lange  Erfahrung  stützen;  denn  in  England  war  man  schon,
ohne  eine  desfallsige  Regierungsmaßregel  abzuwarten,  seit  dem
Jahre  1717  üUbereingekommen,  Gold  als  Werthmesser  zu  betrachten,
  Silbergeld  aber  nur  als  Scheidemünze.  Es  handelte
sich  bei  Abstattung  des  erwähnten  Berichts  mithin  nur  darum,
solches  gesetzlich,  so  wie  den  relativen  Werth  der  Gold=  und
Silbermünzen,  noch  fester  zu  bestimmen.  Indeß  läßt  sich  wohl
mit  großer  Wahrscheinlichkeit  annehmen,  daß  der  Wohlstand  in
Deutschland  in  der  zweiten  Hälfe  des  neunzehnten  Jahrhunderts
so  groß  ist,  als  er  in  England  gegen  Ende  des  achtzehnten  war,
mithin  hier  jetzt  so  große  Zahlungen  zu  machen  sind,  als  damals

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