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trotzdem  der  vierte  Theil  der  Bevölkerung  in  den  unmittelbaren  Städten  wohnt.  Nach  den
Zählungsergebnissen  von  1890  befand  sich  damals  auch  etwa  der  vierte  Theil  der  Bevölkerung
  des  rechtsrheinischen  Bayern  (28  ⅝%)  in  den  Groß-,  Mittel-  und  Kleinstädten.
Die  übrigen  77  0%  d.  h.  ein  der  Bevölkerung  aller  Bezirksämter  entsprechender
Theil,  lebte  also  in  den  „Landstädten“  und  Landgemeinden,  und  zwar  69,,  %  der  Gesammtbevölkerung
  in  Landgemeinden  (Gemeinden  mit  weniger  als  2000  Einw.),  72  %
in  Landstädten.

In  den  oben  zu  I.  bis  III.  bezeichneten  preußischen  Gebieten  war  das  Verhältniß
der  Bewohner  der  Stadtkreise  zu  denen  der  übrigen  Kreise  nicht  ganz  gleichartig.  Von  der
im  Osten  (zu  1.)  lebenden  Hälfte  der  Bevölkerung  Preußens  wohnt  etwa  der  fünfte  Theil
(20,,  ⅝%),  von  dem  im  Westen  (zu  II.)  lebenden  Drittel  der  Bevölkerung  etwas  mehr  als
ein  Fünftel  21,2  3%),  von  dem  Reste  (zu  III))  etwas  weniger  als  der  fünfte  Theil  (19,,  )
in  den  Stadkreisen.  Im  Ganzen  lebt  in  Preußen  reichlich  ½8  der  Bevölkerung  in  den
60  Stadtkreisen,  ebenso  wie  nach  den  in  Band  68  der  Statistik  des  Deutschen  Reiches
(S.  217  ff.)  veröffentlichten  Zählungsergebnissen  reichlich  8  der  Bevölkerung  (21,8  %)
in  den  Groß=  und  Mittelstädten  lebte.  )

Von  der  übrigen,  nicht  in  Groß=  oder  Mittelstädten  lebenden  Bevölkerung  Preußens
welche  man  hiernach  im  Ganzen  der  außerhalb  der  Stadtkreise  wohnenden  Bevölkerung
  gleichsetzen  darf,  wohnten  aber,  soweit  Angaben  vorliegen,  74  %  in  Landgemeinden
  (Gemeinden  bezw.  Wohnplätze  mit  weniger  als  2  000  Einw.),  11,7  %  in  Landstädten
  (2000  bis  unter  5  000  Einw.),  und  14,6  %  in  Kleinstädten  (5000  bis  unter
20  000  Einw.).  )  Läßt  man  dies  Verhältniß  auch  für  die  nachstehend  betrachtete,  außerhalb
der  Stadtkreise  wohnende  Bevölkerung  Preußens  gelten,  so  gehörten  von  derselben  86  %
zur  eigentlichen  Landbevölkerung,  sofern  man  unter  dieser  Bezeichnung  die  Bewohner
der  Landstädte  und  kleineren  Gemeinden  bezw.  Wohnplätze  zusammenfaßt.

Hiernach  ist  die  Annahme  begründet,  daß  die  Sterblichkeitsverhältnisse
der  außer  halb  der  Stadtkreise  lebenden  Bevölkerung  überwiegend  die  Sterblichkeitsverhältnisse
  der  Land  bevölkerung  zum  Ausdrucke  bringen.

Die  Alterszusammensetzung  der  Bevölkerung  sowohl  der  Stadtkreise  wie  der
anderen  Kreise  ist  nur  nach  den  vom  Königlich  preußischen  statistischen  Bureau  mitgetheilten
Ergebnissen  der  1890  er  Volkszählung  bekannt,  also  mußte  nach  diesem  Verhältniß  die

1)  Die  Bevölkerung  der  vier  hier  gesondert  betrachteten  Theile  von  Preußen  und  Bayern  war  in
folgender  Weise  einerseits  auf  Stadtkreise  und  sonstige  Kreise  (am  2.  XII.  1895),  andrerseits  auf  Großund
  Mittelstädte,  Kleinstädte  2c.  nach  den  zuletzt  veröffentlichten  Zählungsergebnissen  in  Bd.  68  der
Statistik  des  Deutschen  Reiches  vertheilt:

.  Juden  In  Groß-  In  In  In  Orten
Es  —  000  Be-  Stadt.üÜbrigen  u.  Mittel  Klein-  Land-  unter  2000
«  kreisen  Kreisen  städten  städten  städten  Einwohnern
I.  der  6  Ostprovinzen  einschl.  Berlin  208  792  222  105  81  592
II.  der  8  westlichen  Provinzen219  781  212  126  105  555
III.  der  3  mittleren  Provinzen193  807  195  112  102  591
unm.  Bezirks-Städten
  ämtern
IV.  des  rechtsrheinischen  Bayern  .  246  754  163  67  72  696
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