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Auf  je  10000  Lebende  von  60  und  mehr  Jahren  starben:

In  den  20|  In  den  220
Stadtkreisen  übrig.  Kreisen
der  östl.  Provinzen
aus  Altersschwächneee'e  157  313
an  entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane  76
„  Neubildunen  65  23
durch  Selbstmodndnnnd  6  (6%)  5  (4)#)
„  Verunglückunngagaaa  5  (6,4)  6  (55)
sonst  aus  bekannter  Ursacheee  309  202
aus  unbekannter  Ursachee  5  25
im  Ganzen683  650

Aus  der  Thatsache,  daß  im  Osten  außerhalb  der  Stadtkreise  die  Altersschwäche  so
viel  häufiger  als  Todesursache  bejahrter  Personen  angegeben  ist,  darf  man  übrigens  folgern,
daß  hier  von  den  Verstorbenen  durchschnittlich  ein  höheres  Alter  erreicht  worden
ist  als  in  den  Stadtkreisen.  (Nach  Heft  145  der  Preußischen  Statistik  hatten  von  je
1000  nach  zurückgelegtem  60.  Lebensjahre  in  den  sechs  Ostprovinzen  einschließlich  in  Berlin
gestorbenen  Personen  ein  Alter  von  70  und  mehr  Jahren  erreicht:  in  den  6  Großstädten
  1)  nur  560,  dagegen  außerhalb  dieser  Großstädte  629  Personen.)

Es  ist  endlich  zu  erwähnen,  daß  in  den  Stadtkreisen  des  Ostens  18  und  unter  der
kaum  4  Mal  größeren  Bevölkerung  der  übrigen  Kreise  des  Ostens  nicht  weniger  als  227
Personen  unbekannten  Alters  gestorben  sind;  besonders  häufig  fehlte  die  Altersangabe
in  Schlesien  und  der  Provinz  Brandenburg,  niemals  in  der  Stadt  Berlin.

II.  Die  3  westlichen  Provinzen  Preußens.  (Gebiet  westlich  der  Weser.)

In  den  drei  Westprovinzen  des  Preußischen  Staates,  d.  h.  in  dem  etwa  westlich  der
Weser  befindlichen  Gebiet  desselben,  waren  die  Sterblichkeitsverhältnisse  der  Bevölkerung  in
mehrfacher  Hinsicht  andere  als  im  Osten,  und  dementsprechend  sind  auch  die  Unterschiede
zwischen  der  ausschließlich  städtischen  Bevölkerung  der  Stadtkreise  und  der  Bevölkerung  der
übrigen  Kreise  in  anderer  Weise  ausgeprägt,  namentlich  war  die  Sterbeziffer  der  Erwachsenen
  von  15—60  Jahren  in  den  Stadtkreisen  des  westlichen  Gebietes  niedriger
  als  außerhalb  derselben,  was  gegenüber  den  eben  geschilderten  Verhältnissen
des  Ostens  ganz  besonders  auffällt.

Die  Betrachtung  der  Gesammtsterbeziffern  läßt  solches  nicht  vermuthen,  giebt  also
auch  hier  zu  irrigen  Schlüssen  betreffs  der  Sterbenswahrscheinlichkeit  der  vorwiegend  erwerbsthätigen

  Bevölkerung  Anlaß.
(Siehe  Tabelle  auf  Seite  25.)

Was  die  Alterszusammensetzung  der  lebenden  Bevölkerung  im  Westen  betrifft,  so
kommen  auf  die  dem  Sterben  weitaus  am  meisten  ausgesetzte  älteste  und  jüngste  Altersklasse
  der  lebenden  Bevölkerung  innerhalb  der  Stadtkreise  —  nicht  86  wie  im  Osten  —
sondern  nur  81  von  je  1000  Bewohnern  und  außerhalb  der  Stadtkreise  nicht  116,  wie  im
Osten,  sondern  uur  102  von  je  1000,  es  ist  also  durchaus  natürlich,  daß  die  Gesammtsterbeziffern
  im  Westen  niedriger  sind  als  im  Osten.

1)  Berlin,  Breslau,  Königsberg,  Stettin,  Charlottenburg,  Danzig.  (Aus  den  14  anderen  Stadtkreisen
  liegen  Angaben  nicht  vor.)