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b.  Im  Alter  von  1—15  Jahren  waren  Tuberkulose  und  die  entzündlichen  Krankheiten
der  Athmungsorgane  in  den  Stadtkreisen  eine  häufigere  Todesursache,  dagegen  haben
Diyhtherie,  Scharlach,  Masern  außerhalb  der  Stadtkreise  mehr  Sterbefälle  bedingt.

Auf  je  10  000  Lebende  starben  im  Alter  von  1—15  Jahren:

in  den  22  in  den  137
Stadtkreisen  übrig.  Kreisen

der  westl.  Provinzen

an  Diphtherie  (Croup,  Bräunhhe  12  16
Scharlach  und  Masen  4  6

Tuberkulose  .................................  13  10

„  entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane  26  17
sonst  an  benannten  Krankheiten  51  51

aus  unbekannter  Ursache  .........................  0,4  2
im  Ganzen  106  104

e.  Unter  der  Hauptmasse  der  Bevölkerung,  dem  im  Alter  von  15—60  Jahren  stehenden
Theile  derselben,  haben  außerhalb  der  Stadtkreise  hauptsächlich  Tuberkulose  und  entzündliche
  Krankheiten  der  Athmungsorgane  mehr  Todesfälle  als  in  den
Stadtkreisen  verursacht.  Auch  Unglücksfälle  und  Unterleibstyphus  waren  dort  eine  häufigere
Todesursache,  wogegen  u.  a.  Selbstmorde  und  Neubildungen  mehr  in  den  Stadtkreisen
  als  Todesursache  eingetragen  worden  sind.

Auf  je  100  000  Lebende  starben  im  Alter  von  15—60  Jahren:

—

in  den  22  in  den  187
Stadtkreisen  übrig.  Kreisen
der  westl.  Provinzen

an  Tuberkulose  .................................  338  377
„  entzündlichen  Krankheiten  der  Athmungsorgane  126  155
„  Neubildugen  75  32
„  Unterleibstypodss  16  16
in  Folge  von  Verunglückung  ..........  ........  .  ...  34  47
durch  Selbstmodddd  26  15
aus  sonst  benannter  Ursachen  -..............  315  295
„  unbekannter  Ursache  ....  ................  ..  ...  4  17
im  Ganzen  935  956

Die  Thatsache,  daß  im  Westen  des  Reiches  auf  dem  Lande  bezw.  außerhalb  der
Stadtkreise  mehr  Personen  von  15—60  Jahren  auf  je  1000  Lebende  gestorben  sind  als
in  den  Städten,  steht  wahrscheinlich  in  Zusammenhang  mit  der  bereits  erwähnten,  außerordentlich
  geringen  Säuglingssterblichkeit  außerhalb  der  Stadtkreise  (kaum  16  auf  100  Lebendgeborene);
  dieselbe  war  hier  noch  um  3—4  0%  niedriger  als  z.  B.  die  Säuglingssterblichkeit
in  der  angrenzenden  Bayerischen  Pfalz  und  in  Lothringen.  Außerdem  muß  darauf  hingewiesen
  werden,  daß  zu  der  außerhalb  der  Stadtkreise  wohnenden  Bevölkerung  gerade  im
westlichen  Preußen  auch  die  Bewohner  einiger  Mittelstädte,  wie  Solingen,  Mülheim  a./Rh.
und  anderer  dicht  bevölkerter  Orte  gehören,  für  welche,  da  sie  keine  eigenen  Stadtkreise