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nachstehender  Uebersicht  besonders  auf:  die  Bayerische  Pfalz,  Sachsen-Meiningen  und  die
drei  westlichsten  Provinzen  Preußens  nebst  dem  Fürstenthum  Schaumburg-Lippe,  also  dieselben
  Staatsgebiete,  in  denen  auch  bei  jüngeren  Personen  Tuberkulose  sehr  oft  als  Todesursache
  genannt  ist.  Neubildungen,  hier  und  da  in  den  Ausweisen  schlechtweg  als
„Krebs“  bezeichnet,  haben  im  Ganzen  fast  ebenso  oft  wie  die  Tuberkulose  den  Tod  bejahrter
  Personen  herbeigeführt,  besonders  oft  in  Hamburg  und  Berlin,  wo  mehr  als  der
zehnte  Theil  der  Sterbefälle  dadurch  herbeigeführt  wurde.  Demnächst  zeichneten  sich  die
Staatsgebiete  von  Sachsen,  Hessen  und  Baden,  innerhalb  Preußens  noch  die  Provinz
Schleswig-Holstein,  innerhalb  Bayerns  die  Bezirke  Schwaben,  Oberbayern  und  Mittelfranken
  durch  verhältnißmäßig  viele  Todesfälle  in  Folge  von  Neubildungen  aus.

Anhang  (zu  c.  4.)  Das  Auftreten  der  Influenza  im  Jahre  1895.

Die  hier  und  da  recht  erhebliche  Zunahme  der  Sterbefälle  von  Personen  der  höchsten
Altersklasse  gegenüber  dem  Vorjahre  (vgl.  oben)  ist  zum  nicht  geringen  Theil  der  Influen
  za  zur  Last  zu  legen,  welche  während  des  Berichtsjahres  in  mehreren  Gebieten  des
Reiches  heftig  aufgetreten  ist,  wenn  auch  eine  epidemische  Ausbreitung  über  das  ganze
Reich,  wie  sie  während  der  Winter  1889/90,  1891/92  und  1893/94  beobachtet  ist,  nicht
festgestellt  werden  konnte.

Es  war  im  Monat  Februar  des  Jahres  1895,  als  die  öffentliche  Aufmerksamkeit
wiederum  auf  die  Influenza  gelenkt  wurde,  da  von  mehreren  Städten  des  Reiches  den
Tagesblättern  und  alsbald  auch  dem  Kaiserlichen  Gesundheitsamte  Nachrichten  zugingen,
daß  die  gefürchtete  Seuche  zahlreiche  Erkrankungen  und  Todesfälle  verursache.  Besonders
betroffen  erschienen  damals  zunächst  Hamburg,  Nürnberg,  Berlin,  München,  später  Frankfurt
  a.  M.,  Frankfurt  a.  O.,  Köln,  Altona,  Dresden,  Leipzig.  In  der  Woche  vom  10.  bis
16.  Februar  wurden  aus  Hamburg  1193,  aus  Nürnberg  252,  aus  München  164  Erkrankungen
  an  Influenza  gemeldet,  in  der  folgenden  Woche  aus  Hamburg  1  485,  aus  Nürnberg
  1  691,  aus  München  noch  74.  Wie  hiernach  die  hohe  Erkrankungsziffer  in  München
alsbald  wieder  sank,  so  war  auch  in  den  beiden  erstgenannten  Städten  das  Maximum  bereits
  in  der  dritten  Februarwoche  erreicht;  in  den  6  folgenden  Wochen  wurden  aus  Hamburg
  noch  992,  458,  156,  64,  21,  17,  aus  Nürnberg  noch  886,  479,  266,  140,  114,  66
neue  Fälle  gemeldet,  während  aus  München  bis  zum  9.  März  nur  noch  73  Fälle  innerhalb
  zweier  Wochen  zur  Anzeige  gelangten.  Aus  Frankfurt  a.  O.,  welche  Stadt  sich  wie
in  früheren  Jahren  durch  sorgfältige  Registrirung  der  Influenzafälle  und  alsbaldige  Bekanntgabe
  der  Zahlen  an  das  Kaiserliche  Gesundheitsamt  hervorthat,  kamen  innerhalb  der
5  Wochen  vom  24.  Februar  bis  30.  März:  121,  139,  315,  341,  194,  d.  i.  im  Ganzen
1  110  Erkrankungsfälle  zur  Anzeige.  Eine  hohe  Zahl  der  Sterbefälle  an  Influenza
wurde  u.  a.  bekannt  gegeben  für  die  Woche  vom  17./2.—30./3.  aus  Berlin  (337),  Hamburg
(115),  Nürnberg  (53),  Frankfurt  a.  M.  (113),  Altona  (36),  für  die  Woche  vom  30./3.—6./4.
aus  Köln  (103)  und  Dresden  (70).

Prüft  man  die  aus  den  Bundesstaaten  eingegangenen  Jahresausweise  daraufhin,  wo
im  Vergleich  zum  Vorjahre  die  Zunahme  der  Sterbefälle  in  der  höchsten  Altersklasse  am
meisten  hervorgetreten  ist,  so  zeigt  sich  die  stärkste  im  Staate  Bremen,  nämlich  von  655
auf  894  (also  um  36  %  der  ersteren  Zahl),  demnächst  u.  a.  in  Mittelfranken  von  3989
auf  4612  (15,6  %),  im  Herzogthum  Gotha  von  822:  928  (12,,  %),  in  Berlin  von
5215:  5841  (12,0  %),  im  Staate  Hamburg  von  2331:2567  (10,1  %%),  in  Rheinhessen
von  1553:  1716  (10,5  %),  in  Brandenburg  von  13  342:  14  462  (8,  %),  in  Oberbayern

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