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von  7312:  7904  (9,„  %),  in  Braunschweig  von  2157:  2328  (7,  %)  und  der  Provinz
Sachsen  von  13  613:  14  690  (7,  ).

Eine  Abnahme  der  Sterbefälle  unter  den  betagten  Personen  ist  dagegen  in  Württemberg,
  Baden  und  namentlich  im  Elsaß  beobachtet;  im  Ober=  und  Unterelsaß  sank  deren
Zahl  von  8922  auf  7310,  d.  h.  um  18,1  /%.  In  den  nicht  genannten  Staaten  und  Provinzen
  war  die  Zunahme  unbedeutender  als  oben  vermerkt,  z.  B.  im  Königreich  Sachsen
um  4,v  %  ber  vorjährigen  Zahl.

Im  Hinblick  auf  den  gewichtigen  Einfluß,  den  nach  früheren  Erfahrungen  die  Influenza
  auf  die  Sterbeziffer  bejahrter  Personen  ausübt,  war  zu  vermuthen,  daß  in  den
erstgenannten  Gebieten  das  Ansteigen  der  Sterbefälle  während  des  Jahres  1895  einem
heftigeren  Auftreten  der  Influenza  entspricht,  und  in  der  That  bestätigen  dies  im  Allgemeinen
  die  aus  mehreren  Staaten  des  Reiches  dem  Gesundheitsamte  zugegangenen  Berichte
  über  die  Influenza-Epidemie  des  Winters  1894/95.

Ein  übersichtliches  Bild  über  die  Verbreitung  der  Influenza  im  Deutschen  Reiche
während  der  Frühjahrsmonate  des  Jahres  1895  läßt  sich  nach  den  vorliegenden  Berichten
leider  nicht  zusammenstellen,  da  dieselben  auf  Grund  sehr  ungleichwerthiger  Ausweise  verfaßt
  sind  und  daher  nicht  Angaben  enthalten,  welche  unter  einander  vergleichbar  wären  (s.  u.)
Für  einen  Theil  der  Bundesstaaten  sind  in  den  von  den  Centralbehörden  derselben  herausgegebenen
  Jahresberichten  bereits  eingehende  Mittheilungen  über  das  letzte  Auftreten  der
Seuche  veröffentlicht  u.  a.  für  Preußen,  Baden,  Hessen,  Hamburg;  für  einige  weitere  steht
deren  Veröffentlichung  bevor,  nachdem  durch  Rundschreiben  des  Herrn  Reichskanzlers  vom
29.  März  1895  eine  derartige  Berichterstattung  angeregt  worden  ist.

Ueber  den  Charakter  der  neuerdings  fast  alljährlich  sich  zeigenden  Influenza,  über
die  Wege  ihrer  Verbreitung,  endlich  über  erfolgreiche,  ärztliche  Maßnahmen  gegen  dieselbe
enthalten  die  Berichte  im  Wesentlichen  nur  das,  was  durch  die  ärztliche  Fachpresse  bereits
in  die  Oeffentlichkeit  gedrungen  ist,  und  was  seit  jener  bedeutsamen  Pandemie  von  1889
allmählich  Gemeingut  der  betheiligten  Kreise  geworden  ist.

Am  meisten  scheinen  von  den  deutschen  Bundesstaaten  Bayern,  Hessen,  Bremen,  Hamburg
  und  einzelne  thüringische  Staaten  durch  die  Influenza  heimgesucht  gewesen  zu  sein.

Im  Königreich  Preußen  sind  nach  dem  mittlerweile  veröffentlichten  Ausweise
6509  Personen  im  Jahre  1895  an  der  Influenza  gestorben,  davon  2081  in  den  114
größeren  Orten  mit  mehr  als  20  000  Einwohnern;  es  entfällt  also  der  Rest  von  4428
Influenzatodesfällen  auf  die  ca.  23  Millionen  Bewohner  der  übrigen  Gemeinden  des  Königreichs.
  Von  der  Gesammtzahl  der  Gestorbenen  hatte  mehr  als  die  Hälfte  das
60.  Lebensjahr  überschritten,  kaum  der  sechste  Theil  gehörte  dem  jugendlichen  Alter
bis  zu  15  Jahren  an;  denn  1962  (30  %  )  der  Gestorbenen  hatten  ein  Alter  von  15—60
Jahren,  3518  (54%)  ein  Alter  von  60  und  mehr  Jahren  erreicht.  Auf  die  Monate
Februar,  März  und  April  entfielen  damals  4588  Sterbefälle  an  Influenza.  Aus  3  von
den  Großstädten  des  Preußischen  Staates,  und  zwar  aus  Berlin,  Köln,  Frankfurt  a.  M.,
waren  mehr  als  100  bez.  Todesfälle  (481—141—122)  gemeldet,  aus  Elberfeld  und  Barmen
zusammen  125,  aus  Hannover,  Altona,  Königsberg,  Breslau  je  50—54.  Der  Tod  nach  Influenza
  war  verursacht  durch  Komplikation  mit  Lungenentzündung  bei  614,  mit  Luftröhrenentzündung
  bei  118,  mit  Schwindsucht,  Brustfellentzündung  oder  sonstigen  Lungenkrankheiten
  bei  121,  mit  Herzkrankheiten  bei  57.

Im  Königreich  Bayern  sind  während  des  Berichtsjahres  1  184  Personen  an  Influenza
  gestorben,  von  denen  766  das  60.  Lebensjahr  überschritten  hatten.  Von  der  Ge-