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trächtlicher  als  in  jedem  der  vorangegangenen  18  Jahre,  er  ist  sogar  seit  1851,  also  in
den  letzten  41/,  Jahrzehnten  nur  einmal,  —  i.  J.  1876  —  höher  als  im  Berichtsjahre
gewesen.

Während  aber  die  Tabellen  des  statistischen  Jahrbuches  erkennen  lassen,  daß  der  beträchtliche
  Geburtenüberschuß  des  Jahres  1876  der  damals  ganz  ungewöhnlich  hohen  Geburtsziffer
  zu  verdanken  war,  ist  der  im  Berichtsjahre  beobachtete,  fast  ebenso  beträchtliche
Geburtenüberschuß  nur  einer  außerordentlich  niedrigen  Sterbeziffer  zuzuschreiben.  Auf
1000  Einwohner  kamen:

Geborene  1)  Gestorbene  1)  Differenz

im  Jahre  18760  42,6  26,1  14,5
"„  „  1895  97.4  23,4  14,0

Untersucht  man  aber  im  Einzelnen,  wo  innerhalb  des  Deutschen  Reiches  der
Geburtenüberschuß  während  des  Berichtsjahres  stärker  oder  geringer  als  im  Durchschnitt
war,  so  zeigt  es  sich,  daß  hierbei,  wie  oben  als  Regel  erwähnt  wurde,  weniger  die  Sterbeziffer
  als  die  Höhe  der  Geburtsziffer  von  Einfluß  gewesen  ist.

In  denjenigen  14  der  nachstehend  aufgeführten  Staaten  und  Provinzen,  welche
1895  ein  stärkeres  natürliches  Wachsthum  hatten,  als  dem  Durchschnitt  entspricht,  war
nämlich  8  Mal  die  Geburtsziffer  eine  besonders  hohe  bezw.  das  Mittel  übersteigende,  und
zwar  in  Posen  und  Westpreußen,  in  Westfalen  und  der  Rheinprovinz,  in  Ostpreußen  und
Pommern,  im  Königreich  Sachsen  und  in  der  Provinz  Sachsen;  in  5  von  den  14  Staaten  2c.
war  die  Geburtsziffer  eine  mittlere  (32,50—36)0)  und  nur  ein  Mal,  in  Schaumburg-Lippe,  eine
geringe.  Andrerseits  war  in  denjenigen  13  Gebieten  des  Reiches,  welche  ein  geringeres
natürliches  Wachsthum  hatten,  als  dem  Durchschnitt  entspricht,  auch  die  Geburtsziffer  7  Mal
niedriger  als  32,5  %  ,  also  gering  zu  nennen  und  weitere  4  Mal  erheblich  unter  dem
Mittel.  Nur  in  Schlesien  und  im  rechtsrheinischen  Bayern  ist  die  niedrige  Ziffer  des  Geburtenüberschusses
  wesentlich  durch  eine  hohe  Sterbeziffer  bedingt  gewesen.

(Siehe  Tabelle  auf  Seite  57.7  6

Wenn  man  das  gesundheitliche  Gedeihen  der  Bevölkerung  nach  dem  natürlichen
Wachsthum  derselben  beurtheilt,  dann  ist  also  im  Hinblick  auf  den  Zuwachs  von  725  790
Personen  das  Jahr  1895  als  ein  recht  günstiges  zu  bezeichnen,  denn  noch  nie  ist  in
einem  der  früheren  Jahre  eine  so  beträchtliche  Zunahme  beobachtet  und  der  durchschnittliche
jährliche  Zuwachs  der  5  Vorjahre  ist  um  98  799  überstiegen.

Schlußsältze.  ·

1.  Die  Gesammtzahl  der  Sterbefälle  war  zwar  im  Jahre  1895  etwas  größer  als  im
Jahre  vorher,  jedoch  haben  sich  nur  unter  Kindern  des  ersten  Lebensjahres  und
unter  betagten  Personen  von  mindestens  60  Lebensjahren  die  Sterbefälle  vermehrt.

Unter  den  Personen,  welche  das  erste  Lebensjahr  zurückgelegt,  aber  das
60.  Lebensjahr  noch  nicht  vollendet  haben  —  und  welche  9/10  der  Gesammtbevölkerung
  bilden  —,  sind  erheblich  weniger  Sterbefälle  als  im  Jahre  1894
vorgekommen.

1)  Diese  dem  statistischen  Jahrbuche  für  das  Deutsche  Reich  entnommenen  Ziffern  sind  unter  Hinzurechnung
  der  Todtgeborenen  errechnet,  was  sonst  vorstehend  nie  geschehen  ist.