281)  Bezirke  (im  Vorjahre  37).  Verhältnißmäßig  der  stärkste  Verbrauch  fiel  auf  Sachsen-Weimar
  (188  Fälle  =  2,04%),  Fürstenth.  Birkenfeld  (16  =  1,69%)  und  Bremen
(29  —  0,%).  381  Impfungen  wurden  von  Arm  zu  Arm  (davon  die  meisten  in  den
Reg.-Bezirken  Magdeburg  —  69,  Oberbayern  —  63  und  Trier  —  62),  68  mit  GElycerin-Menschenlymphe,
  296  mit  anders  aufbewahrter  Menschenlymphe  vorgenommen.

Mit  Thierlymphe  sind  im  Ganzen  1  410  758  =  99,84  90  sämmtlicher  Erstimpfungen
bewirkt  worden  (im  Vorjahre  98,68  %),  darunter

von  Körper  zu  Körbdenr  858
mit  Glycerin-Thierlynphe  1350  975
mit  anders  aufbewahrter  Thierlymphe  .....  58  925.

Die  Impfungen  durch  Uebertragung  der  Lymphe  vom  Thierkörper  auf  den  Arm
haben  sich  um  2  037,  diejenigen  mit  anders  aufbewahrter  um  3  350  vermindert,  während
Glycerinlymphe  zu  31  749  Erstimpfungen  mehr  als  im  Vorjahre  benutzt  wurde.

Ausschließlich  Thierlymphe  wurde  in  52  Bezirken  2c.  (im  Vorjahre  44)  verwendet;
von  den  im  Vorjahre  genannten  fielen  aus  die  Reg.-Bezirke  Frankfurt,  Köslin,  Bromberg,
Merseburg,  Hannover,  Stade,  Oberfranken  und  das  oldenburgische  Fürstenthum  Lübeck,
während  die  Reg.-Bezirke  Danzig,  Potsdam,  Stettin,  Oppeln,  Minden,  Arnsberg,  Wiesbaden,
Köln,  Mittelfranken,  Schwaben,  ferner  der  Schwarzwaldkreis,  die  Provinzen  Starkenburg,
Rheinhessen,  das  Herzogth.  Oldenburg,  Sachsen-Meiningen  und  der  Bez.  Oberelsaß  hinzukamen.
  Von  den  1  413  031  überhaupt  geimpften  Kindern  entfielen  allein  847366  —
59,/r  %  auf  solche  Bezirke,  in  denen  ausschließlich  Thierlymphe  verimpft  wurde.  Mehr  als
99%  fämmtlicher  Impfungen  wurden  ferner  noch  in  27  Bezirken  mit  Thierlymphe  vorgenommen,
  darunter  der  Reg.-Bez.  Merseburg  (1  Impfung  mit  Menschenlymphe)  mit  99/095  %,
sowie  Berlin  und  Mecklenburg  -Schwerin  mit  0/8  bezw.  0,01%½%  Impfungen  mit  unbekannter
  Lymphe;  weniger  als  99%  noch  im  Fürstenth.  Lübeck  (98,/11  %),  in  Sachsen-Weimar
  (97/86⅝%),  im  Reg.-Bez.  Schleswig  (97„,680/0)  und  in  Hamburg  (97/02  /9).  In
letzteren  beiden  wurden  2,82  bezw.  2,,8  %  Impfungen  mit  unbekannter  Lymphe  verzeichnet.

Zugenommen  haben  die  Impfungen  mit  Thierlymphe  in  33,  abgenommen  in
13  Bezirken,  während  37  mal  eine  Veränderung  nicht  eintrat.

Die  Zunahme  konnte  bei  der  schon  im  Vorjahre  ermittelten,  fast  ausschließlichen
Verwendung  der  Thierlymphe  nicht  mehr  auffällig  hervortreten;  sie  betrug  mehr  als  0,5  %
nur  in  den  Reg.-Bezirken  Wiesbaden  (0,58  %),  Osnabrück  (0,7),  Minden  (2  /86)  und
Münster  (2/66).  Eine  Ausnahme  machte  Berlin  (Zunahme  um  47,/3%),  wo  für  das
Vorjahr  48,87,  für  das  Berichtsjahr  aber  nur  0##6  %  Impfungen  mit  unbekanntem  Impfstoff
  gemeldet  wurden.  Die  Abnahme  betrug  im  Fürstenth.  Lübeck  1/69%%,  in  Sachsen-Weimar
  O,  im  Reg.-Bez.  Schleswig  0,u,  im  Uebrigen  weniger  als  0#%  %.

Wiederum  wurden  gegenüber  dem  Vorjahre  neben  einer  stärkeren  Verwendung  der
Thierlymphe  auch  häufig  bessere  Erfolgsziffern  ermittelt  (nämlich  in  19  der  vorbezeichneten
33  Staaten  bezw.  Landestheile);  andererseits  wurden  auch  in  7  von  13  Bezirken  bei  einem
verminderten  Verbrauch  an  Thierlymphe  schlechtere,  bei  dem  gleichen  Verbrauch  theilweise
erheblich  bessere  Erfolge  erzielt,  so  in  Mecklenburg-Strelitz  (Zunahme  der  Erfolge  um  5,76%),
Schwarzburg-Rudolstadt  (2/,6),  im  Jagstkreise  (2,24)  u.  s.  w.

1)  Im  Reg.-Bez.  Schleswig,  in  Mecklenburg-Schwerin  und  in  Hamburg,  wo  die  Benutzung  von
Menschenlymphe  nicht  gemeldet  wurde,  sind  2,,2  bezw.  0,01  und  2,,5  0  der  Erstimpfungen  mit  Lymphe
unbekannter  Art  ausgeführt  worden.