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Kreise  Schildberg  (Reg.-Bez.  Posen),  dessen  Mutter  während  der  Schwangerschaft  eine  Erkrankung
  an  ächten  Pocken  durchgemacht  hatte.  In  dem  bayerischen  Amtsbezirke  Grünstadt
wurde  in  einem  Falle  nur  eine  Pustel  und  bei  der  Nachimpfung  ein  weiterer  Erfolg  nicht
erzielt.  Die  Mutter  gab  an,  daß  bei  allen  ihren  Kindern  die  Impfung  entweder  ganz
erfolglos  blieb,  oder  sich  nur  wenige  Pusteln  entwickelten.  Im  Amtsbezirke  Aub  war  bei
dem  einzigen  erfolglos  geimpften  Erstimpfling  die  Impfung  bereits  zum  fünften  Male  erfolglos
  vorgenommen  worden.  Unter  diesen  Impfungen  befand  sich  auch  eine  erfolglose
Impfung  von  Arm  zu  Arm.  Auch  bei  der  Erstimpfung  von  2  Geschwistern  dieses  Kindes
mußten  mehrere  Impfungen  vorgenommen  werden,  bis  sich  ein  genügender  Erfolg  erzielen
ließ.  Im  Impfbezirke  Weiden  ergab  sich  bei  der  öffentlichen  Wiederimpfung  in  2  Gemeinden
  eine  auffallende  Zahl  von  Fehlimpfungen.  Zugleich  wurde  bemerkt,  daß  die  Kinder
dieser  Gemeinden  ungewöhnlich  ausgebreitete  und  tiefe  Narben  von  der  Erstimpfung  hatten.
In  einem  anderen  bayerischen  Impfbezirk  wurde  beobachtet,  daß  die  Pusteln  bei  den  Wiederimpflingen
  sich  um  so  zahlreicher  und  besser  entwickelten,  je  weniger  Narben  von  der  ersten
Impfung  sichtbar  waren.

Aus  Bayern  wird,  wie  in  früheren  Jahren,  berichtet,  daß  schwächliche,  in  Folge  von
durchgemachten  Krankheiten  herabgekommene  Impflinge  und  jüngere  Kinder  im  Ganzen
weniger  und  auch  nicht  so  volle  und  große  Pusteln  aufzuweisen  hatten,  wie  die  älteren  und
kräftiger  entwickelten  Kinder.  Verspätete  Pustelentwickelung  wurde  dort  nur  von  wenigen
Impfärzten  im  Berichtsjahre  beobachtet.  Viel  häufiger  wiederholte  sich  die  gegentheilige  Beobachtung,
  daß  die  Pusteln  im  Berichtsjahre  eine  außerordentlich  kräftige  und  frühzeitige
Entwickelung  zeigten.  Außerdem  sah  eine  große  Anzahl  von  Impfärzten  aus  je  einem
Schnitte  häufig  2  und  eine  Mehrzahl  von  Pusteln  sich  entwickeln.  Von  mehreren  Impfärzten
  wird  andererseits  hervorgehoben,  daß  die  Autorevaccinationen  im  Ganzen  kümmerliche
Ergebnisse  hatten.

Mehrere  Impfärzte  konnten  einen  gleichzeitigen,  ungestörten  Verlauf  der  Windpocken
neben  den  Schutzpocken  an  denselben  Kindern  beobachten.

In  dem  bayerischen  Impfbezirke  Sulzbach  infizirte  ein  Kind  seine  Mutter,  auf  deren
Wange  eine  Pustel  von  bedeutender  Ausdehnung  und  starker  Röthung  der  Umgebung  unter
begleitendem  Fieber  entstand;  dieselbe  trocknete  jedoch  nach  8  Tagen  wieder  ein.