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kleinere  Tische  aus  Eisen  und  Glas,  1  kleiner  Instrumentenschrank  und  1  Dampfsterilisationsapparat
  beschafft  worden.  .

Die  Anstalt  in  Stettin  erhielt  einen  Csokor'schen  Abfüllapparat,  eine  Lymphe-Zentrifuge
  nebst  Vacuum,  einen  Dampfdesinfektionsapparat  und  einen  Heißluftsterilisator.

In  Oppeln  wurde  die  Dielung  im  Arbeitsraum  durch  einen  Asphaltfußboden
ersetzt,  welcher  später  noch  mit  Linoleum  belegt  werden  soll.  .

In  Halle  a.  S.  ist  nur  ein  Theil  des  Backsteinpflasters  im  Mittelgange  des  Kälberstalles
  erneuert  und  der  Platz  vor  dem  Stalleingang  mit  solchem  Pflaster  belegt  worden.

In  Kassel  wurde  zur  Fernhaltung  des  Luftzuges  von  den  Viehständen  bei  geöffneter
Stallthür  innerhalb  dieser  eine  etwa  1  m  hohe  Verschlagthür  angebracht.

In  Dresden  sind  die  hölzernen  Stände  des  Sommerstalls  durch  cementirte  Fachwände
  verbessert  worden.

Die  Anstalt  in  Bautzen  erhielt  einen  neuen  Raum  zur  Aufbewahrung  der  Holzwolle.

In  Stuttgart  wurden  verschiedene  Geräthschaften  und  Apparate  zur  Sterilisirung,
Abspülung  u.  dergl.  beschafft.

Die  Anstalt  in  Darmstadt  vervollständigte  ihre  Einrichtung  um  ein  Rückenpolster  zur
Lagerung  der  Thiere  und  ein  besseres  Kopfpolster.

In  Weimar  wurde  der  Impfstall  zwecks  Versorgung  der  Kälber  mit  Milch  unmittelbar
von  der  Kuh  in  ein  anderes  Gehöft  verlegt,  woselbst  der  Betrieb  für  die  Erzeugung  von  Kindermilch
  eingerichtet  ist  und  eine  thierärztliche  Ueberwachung  der  Kühe  stattfindet.  Die  Impfkälber
  stehen  in  besonderen  Abtheilungen  eines  großen  Rindviehstalles.  Durch  reichliche
Haferstrohstreu  wird  für  möglichste  Reinlichkeit  gesorgt.  Ein  passender,  oft  mit  Lauge  abgebürsteter
  Lattenrost  trennt  die  Kälber  vom  Stallboden.  Die  Zubereitung  der  Lymphe  erfolgt
  in  der  Privatwohnung  des  Vorstands.

In  Bernburg  ist  das  im  Vorjahre  errichtete  Anstaltsgebäude  1)  beim  Beginn  der
Impfperiode  des  Berichtsjahres  in  Benutzung  genommen  worden.  Es  ist  ein  vollständig
isolirtes,  massives,  einstöckiges  Haus  mit  Dachboden.  Die  im  Erdgeschoß  befindlichen  Räume
werden  durch  einen  breiten  Korridor  getrennt,  welchen  man  auf  der  Giebelseite  von  dem
zuführenden  Wege  aus  über  eine  3  Stufen  hohe  Freitreppe  betritt.  Der  Zugang  nach  der
Straße  sowie  nach  den  Gebäuden  und  Anlagen  des  Schlachthofes  ist  durch  eiserne  Gitterthore
verschlossen.  Das  Gebäude  ist  nach  allen  Seiten  hin  abgeschlossen.  Die  Impfthiere  kommen
bei  der  Einlieferung  mit  keinem  anderen  Thiere  und  außer  dem  Wärter  mit  keiner  Person
in  Berührung.  Das  Gebäude  ist  zwar  nicht  unterkellert,  aber  durch  reichliche  Sandschüttung
fast  1  m  hoch  über  das  umgebende  Erdreich  erhöht  und  daher  vollkommen  trocken.  Der
Korridor  theilt  die  Räume  im  Erdgeschoß;  nach  der  südlichen  Seite  liegen  die  beiden
Impfställe  (Sommer-=  und  Winterstall),  nach  der  nördlichen  das  Impf=  und  das  Arbeitszimmer.


Der  Sommerstall  kann  4  Kälber  aufnehmen,  hat  vorzügliche  Ventilation  in  der  Decke,
ist  sehr  geräumig,  hell  und  luftig.  Die  Wände  sind  mit  Emaille-Farbe  gestrichen.  Der
Asphaltfußboden  hat  eine  derartige  Neigung,  daß  alle  Flüssigkeit  nach  der  einen  Ecke  hinläuft,
  in  welcher  die  Eingangsöffnung  zu  dem  unterirdischen  Kanale  sich  befindet.  Die  Abspülung
  des  Fußbodens  kann  tadellos  erfolgen.  Das  Eindringen  von  Gerüchen  aus  dem
Kanale  verhindert  der  vorhandene  Wasserabschluß.  Die  4  angelegten  Buchten  werden  von
verzinnten  Eisenstäben  eingeschlossen.  Die  Kälber  stehen  darin  auf  Holzrosten.  An  der

Vergl.  Bd.  IV,  S.  120.