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In  Kassel  dienten  Milch  und  Eier  zur  Ernährung  der  Thiere,  37  mal  wurde  eine
durchschnittliche  Zunahme  des  Gewichts  um  3/8,  G6mal  eine  Abnahme  um  1  bis  6  kg,  28  mal
keinerlei  Veränderung  ermittelt.

In  Köln  erfolgte  die  Ernährung  wie  früher  mit  bester  Vollmilch.  Die  Thiere
standen  ohne  Streu  einfach  auf  einem  hölzernen  Lattenrost.  Das  Gewicht  wuchs  um  1  bis
6,  im  Durchschnitt  um  36  kg.

In  München  sind  5  973  1  guter  Milch  in  erwärmtem  Zustande  verfüttert  worden;
meist  wurden  jedem  Thiere  täglich  8  1  gegeben.  Bei  bestehender  Diarrhoe  wurde  die  Menge
ermäßigt.  88  Thiere  nahmen  um  1  bis  7  kg  zu,  eins  um  1  kg  ab,  ein  erkranktes  wurde
zum  zweiten  mal  nicht  gewogen.

Der  Bericht  aus  Dresden  enthält  Angaben  über  die  Verpflegung  nicht.

In  Leipzig  bestand  die  Nahrung  aus  Kleien=  und  Mehltrank,  sowie  bestem  Heu.

In  Zwickau  erhielten  die  Thiere  täglich  10  1  Vollmilch,  welcher  auf  den  Liter
eine  Obertasse  eines  Gemisches  von  gleichen  Theilen  Hafermehl  und  Haferschrot,  mit  wenig
Milch  besonders  gekocht  und  gut  gequirlt,  zugesetzt  war.  Wegen  Säuerung  der  Milch  wurde
die  Bezugsquelle  2  mal  gewechselt.  —

In  Bautzen  geschah  die  Ernährung  mit  Milch  und  abgekochtem  Hafermehl.  Abgesehen
  von  einem  mit  Diarrhoe  behafteten  Thiere,  welches  2  kg  verlor,  nahm  das  Körpergewicht
  stets  um  O0,  bis  2  kg  zu.

Aus  Stuttgart  wird  über  eine  Aenderung  der  Nahrung  der  Thiere  nicht
berichtet.

In  Cannstatt  wurde  gutes  Heu  und  wenig  Futtermehl  gegeben.

In  der  Anstalt  zu  Karlsruhe  wurde  nur  Trockenfutter  gegeben.  Dasselbe  bestand
aus  gutem  Wiesenheu,  von  welchem  die  Thiere  nach  Belieben  fressen  konnten,  und  aus
mäßigen  Portionen  Hafer  oder  Gerste.  Dabei  blieben  die  Thiere  bei  gutem  Wohlbefinden
und  nahmen  merkbar  nicht  ab.  Das  großen  Schwankungen  unterworfene,  von  Zufälligkeiten,
  wie  Futter=  und  Wasseraufnahme,  sowie  Defäkation  abhängende  Gewicht  der  großen
Thiere  wurde  seit  Jahren  nicht  mehr  festgestellt.  Die  Fütterungskosten  erreichten  während
des  etwa  12tägigen  Anstaltsaufenthalts  12  bis  13  c#x“  für  jedes  Thier.

In  Darmstadt  bildete  Heu  das  Hauptfutter,  daneben  wurden  noch  Dickwurzeln  und
Kleie  gereicht.  Auf  die  Vornahme  von  Wägungen  ist  die  Anstalt  nicht  eingerichtet.

In  Schwerin  erhielten  die  Kälber  ausschließlich  Milch,  und  zwar  12  bis  15  I
täglich.  Im  Durchschnitt  betrug  die  Gewichtszunahme  3,6  kg;  im  Einzelnen  wurden  Gewichtsveränderungen
  bis  zu  118  kg  Zunahme  festgestellt,  3  Kälber  behielten  das  Anfangsgewicht,
  2  mal  unterblieb  die  Wägung  vor  der  Schlachtung.

Die  in  Weimar  benutzten  Impfthiere  bekamen  kuhwarme  Milch.  Die  Wartung  und
das  Stopfen  derselben  mit  täglich  je  6  Eiern  besorgte  der  Schweizer  der  Wirthschaft.  Die
Ernährung  kostete  durchschnittlich  12  für  jedes  Kalb.  Die  meisten  Thiere  nahmen  zu
(4  0,  bis  5,0  kg),  3  um  je  1  kg  ab;  3  erlitten  keine  Gewichtsveränderung  und  von  2
mit  Durchfall  behafteten  ist  nichts  gemeldet.

In  Bernburg  wurden  die  Thiere  wie  früher  ernährt;  sie  wurden  sämmtlich  in  den
Grenzen  von  0,  bis  5,  kg  schwerer.

In  Lübeck  wurden  jedem  Thiere  insgesammt  75  bis  100  1  angewärmte  Vollmilch
und  15  Eier  verabreicht.  Die  Kälber  nahmen  um  4  bis  7,  insgesammt  um  62,  im  Durchschnitt
  um  5,  kg  zu.

In  Bremen  erhielt  jedes  Thier  täglich  12  1  Vollmilch.