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mehr  als  41,00.  Zmal  blieb  die  Temperatur  unter  40°%  (je  1mal  39,,  394  und  389,);
die  Pusteln  waren  jedesmal  in  der  Entwickelung  zurückgeblieben,  die  Ernte  ungenügend.
Im  Uebrigen  wurden  ermittelt  7mal  40%  bis  40,,  15  mal  40,  bis  40,  24mal  40,
bis  40,,  7mal  40,,  6mal  41,0,  2  mal  41,1  und  2mal  41,20.  Die  Impfthiere  mit  den
höchsten  Temperaturen  hatten  meist  die  bestentwickelten  Pusteln  und  gaben  die  höchsten
Erträge.  Es  wurden  deshalb  in  Hannover  im  Widerspruch  mit  der  Anweisung  zur
Gewinnung  rc.  von  Thierlymphe  (Bundesrathsbeschluß  vom  28.  April  1887)  auch  Impfkälber,
  welche  wenige  Zehntel  über  410  hatten,  zur  Benutzung  zugelassen,  vorausgesetzt,  daß
die  Thiere  sonst  ganz  frei  von  Krankheitserscheinungen  waren  und  die  Pocken  sich  völlig
normal  entwickelt  hatten.

Im  Berichtsjahre  fanden  sich  keinerlei  auf  eine  Krankheit  hinweisende  Schlachtbefunde.

In  Kassel  stellte  sich  nur  bei  2  Thieren  Durchfall  ein,  welcher  nach  Verabreichung
von  Eiern  verschwand,  ohne  auf  den  Gesundheitszustand  nachtheilig  eingewirkt  zu  haben.
An  den  geschlachteten  Thieren  fanden  sich  keinerlei  krankhafte  Veränderungen,  so  daß  Lymphe
und  Fleisch  verwendet  werden  konnten.

In  Köln  waren  sämmtliche  Thiere  bei  der  Eihstellung  gesund.  Auch  der  Schlachtbefund
  ergab  nichts  Anderes.

In  München  langten  die  Thiere,  nachdem  sie  den  schädigenden  Einflüssen  des  Transports
  ausgesetzt  gewesen  waren,  nicht  selten  in  unbefriedigendem  Gesundheitszustande  an.
Doch  verloren  sich  die  Diarrhoen;  auch  besserte  sich  das  Allgemeinbefinden  bei  der  guten
Pflege.  Ein  geimpftes  Thier  erkrankte  und  mußte  geschlachtet  werden.  Die  Beschau  ergab
Bauchfellentzündung.  Bei  den  übrigen  Thieren  war  ein  pathologischer  Befund  nicht
festzustellen.

In  Dresden  mußte  ein  Kalb  wegen  großer  zunehmender  Schwäche  ungeimpft
zurückgegeben  werden,  ein  anderes  wurde  wegen  Lähmung  des  Hintertheils  nicht  abgeimpft.

In  Leipzig  gaben  Gesundheitszustand  und  Schlachtbefund  der  Thiere  zu  Klagen
niemals  Anlaß.

Ein  in  Zwickau  eingestelltes,  noch  nicht  geimpftes  Thier  mußte  wegen  Trommelsucht
nothgeschlachtet  werden.  Die  Sektion  ergab  die  Veranlassung  nicht.  Das  Befinden  der
übrigen  (40)  Thiere  war  bis  auf  nachstehende  4  Ausnahmen  befriedigend.  Ein  Thier  stand
an  der  sehr  seltenen  Mesenterial-Verschlingung  um,  ein  anderes  Thier  wurde  wegen  großer
Hinfälligkeit  getödtet;  es  litt  an  einer  hochgradigen,  nicht  spezisischen  Entzündung  der  Nasengänge.
  Ferner  fand  sich  bei  einem  Thiere,  welches  zu  Versuchszwecken  2  mal  laparotomirt
worden  war,  trotz  tadellosem  Wohlbefinden  6  Tage  nach  der  2.  Laparotomie  eine  wenig
ausgebreitete,  saserige  Bauchfellentzündung.  Ein  viertes  Kalb  zeigte  beim  Abimpfen  41,10.
Die  geringe  Ernte  wurde  nicht  versendet.  Sonst  erwiesen  sich  alle  Kälber  bei  Lebzeiten
wie  auch  nach  dem  Schlachtbefund  gesund.  Durchfall  wurde  häufig  beobachtet  und  schien
vereinzelt  die  Saftfülle  der  Pusteln  zu  vermindern;  er  wurde  mit  Heidelbeeren,  rohen  Eiern
und  einmal  mit  thüringer  Kälberpillen  unbekannter  Zusammensetzung  behandelt.  Die  Pillen
wirkten  ohne  Beeinträchtigung  der  Pustelbildung  vorzüglich.

In  Bautzen  hatte  ein  Thier  Diarrhoe,  im  Uebrigen  war  der  Gesundheitszustand
gut.  Bei  Thier  1  fanden  sich  zwei  kleine  abgekapselte  Leberabscesse.  Alsbald  nach  dem
Abimpfen  wurden  die  Thiere  unter  Aussicht  des  Schlachthof-Thierarztes  geschlachtet  und  die
Befundscheine  an  den  Vorstand  gesandt.  «

In  Stuttgart  konnte  bis  zum  10.  Mai  ein  größerer  Vorrath  von  Lymphe  nicht
gesammelt  werden.  Um  so  mißlicher  wurde  die  Lage,  als  von  diesem  Tage  ab  bis  zum