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besonders  aus  der  Bronchialdrüse  auf  Tuberkelbacillen  mikroskopisch  und  glaubte  Tuberkulose
ausschließen  zu  können.  «

Temperaturfeststellungen  wurden  2  Tage  vor  der  Tuberkulinimpfung  (am  Einstellungsund
  folgenden  Tage)  je  2mal,  am  Tage  der  Tuberkulinimpfung,  einen  Tag  darauf  und
bei  den  geimpften  Thieren  am  Impftage  und  den  drei  nächsten  Tagen  je  3  mal,  sowie  am
Tage  vor  der  Abimpfung  je  1  mal  täglich  vorgenommen.  Bei  2  Thieren,  welche  vor  der
diagnostischen  Einspritzung  Temperaturen  von  38/6  bis  88,0  und  88,6  bis  3860  gezeigt  hatten,
trat  am  folgenden  Tage  eine  Erhöhung  auf  41,  bezw.  40,,0  C  ein.  Die  größte  Körperwärme
  betrug  nach  dem  Bericht  vor  der  Impfung  398,  vor  der  Abimpfung  4160  C;  über
40%  sind  Zmal  verzeichnet.  Die  niedrigen  Temperaturen  wurden  während  der  kühleren
Jahreszeit,  die  hohen  bei  Hitze  beobachtet.  Das  Thier  mit  41,/°  hatte  in  der  Nahrungsaufnahme
  nicht  wesentlich  nachgelassen  und  bot  Krankheitserscheinungen  nicht  dar.  Diejenigen
  beiden  Thiere,  welche  beim  Abimpfen  die  geringste  Körperwärme  hatten,  erbrachten
auch  die  kleinste  Ausbeute  (2,,  und  10,0  g  Rohstoff).  Merkliche  Temperatursteigerung  war
stets  in  den  letzten  24  Stunden  vor  der  Pustelreife  vorhanden.

In  Schwerin  wurde  ein  vom  Schlachter  geliefertes  Kalb  wegen  Hautausschlags  ungeimpft
  zurückgegeben.  Im  Allgemeinen  zeigten  die  übrigen  Thiere  recht  guten  Gesundheitszustand,
  doch  mußte  eine  Ernte  wegen  Tuberkulose  verworfen  werden.  Die  Schlachtung
erfolgte  am  5.  bis  10.  Tage  nach  der  Impfung.

In  Weimar  erkrankten  2  Impfkälber  an  Diarrhoe;  von  ihrer  Abimpfung  wurde  abgesehen.
  Im  Uebrigen  war  das  Befinden  der  Thiere  gut;  auffallende  Temperaturen  wurden
nicht  beobachtet.  Das  ruhige  Verhalten  wird  dem  Aufenthalt  in  dem  großen,  kühlen,  gemeinschaftlichen
  Kuhstall  zugeschrieben

In  Bernburg  kamen  Krankheiten  bei  den  Thieren  nicht  vor.  Beim  Impfen
wurden  39/%0  als  höchste  Temperatur  ermittelt.  Vor  der  Abnahme  stieg  die  Körperwärme
in  mehreren  Fällen  auf  einen  höheren  Stand  wie  in  den  früheren  Jahren  (1  mal  auf
40,8,  2  mal  auf  40,6,  6  mal  auf  40,50);  Abnormitäten  zeigten  die  betreffenden  Thiere
jedoch  nicht.  Die  Beschaffenheit  der  inneren  Organe  wird  stets  als  normal  bezeichnet.

In  Lübeck  zeigten  die  eingestellten  kräftigen  Thiere  gutes  Allgemeinbefinden,  unverändert
  auch  während  der  Pustelentwickelung.  Die  höchsten  Temperaturen  der  abgeimpften
  Thiere  waren  beim  Impfen  39,,  beim  Abimpfen  39,,0.  Sämmtliche  Organe
der  Brust=  und  Bauchhöhle,  sowie  Brust=  und  Bauchfell  waren  frei  von  pathologischen  Veränderungen.


In  Bremen  zeigten  die  Thiere  guten  Gesundheitszustand.  2  Kälber  bekamen  am
3.  Tage  Durchfall;  da  die  Eingeweide  nach  der  Schlachtung  nennenswerthe  Veränderungen
nicht  aufwiesen,  wurde  die  Lymphe  nicht  beanstandet.

In  Hamburg  waren  die  Thiere  gesund,  bis  auf  eins,  das  fieberhaften  Darmkatarrh
bekam  und  mit  40,0  geschlachtet  wurde  und  ein  anderes,  das  bei  der  Schlachtung  als
tuberkulös  befunden  wurde.  Der  Impfstoff  derselben  mußte  vernichtet  werden.  Die  Temperatur
  der  übrigen  Kälber  bewegte  sich  zwischen  395  und  3900  C.

Die  in  Straßburg  i.  E.  eingestellten  Kälber  hatten  einen  ungestörten  Gesundheitszustand.
  Der  Schlachthausdirektor  besichtigte  die  Thiere  vor  und  nach  der  Schlachtung,  bei
welcher  dieselben  sämmtlich  kerngesund  befunden  wurden.  Besonders  hohe  Körperwärme
fand  sich  nicht;  am  höchsten  (400  war  sie  beim  Abimpfen.

Auch  in  Metz  war  keinerlei  Gesundheitsstörung  zu  verzeichnen.  Die  Schlachtbeschau
ergab  überall  tadellosen  Befund.