Laufende  Nr.  .

Anstalt

Impfthiere  wurden  geimpft

mit

Menschen
lymphe

Thierlymphe


Menschenund
  Thierlymphe


109  —

Gesammtzahl
  der

geimpften
Thiere

Bemerkungen

#—
—

—
S##

16

17

18

19

20

Stuttgart

Cannstatt

Karlsruhe

Darmstadt

Weimar.  ..  ..  ...

81

47

25

84

15

25

4

64

25

34

15

26

81

Soweit  bekannt,  wird  in  Stuttgart  Menschenlymphe
  nicht  mehr  benutzt.

2  Thiere  (Nr.  12  und  13)  wurden  mit
Wmhe  aus  Karlsruhe,  von  Variola  humana
abstammend,  geimpft  in  der  Absicht,  einen
frischen  Stamm  zu  züchten.  Der  Erfolg
war  mangelhaft.  Im  Uebrigen  wurde  in
der  Anstalt  gewonnene  Lymphe  gebraucht,
bei  den  ersten  5  Thieren  im  Vorijahre  er-Kugte,
  249—294  Tage  alte,  einmal  neue  40

age  alte,  sonst  eine  Mischung  von  vorjähriger
  und  neuer  Lymphe.  Hierbei  war
erstere  290  bis  408,  bies  31  bis  74  Tage  alt.

Der  Lymphestamm,  eine  Bariolavaccine
vom  Jahre  1886  (und  1890)  wurde  seit
einem  Jahrzehnt  erfolgreich  von  Thier  zu
Thier  fortgezüchtet,  blieb,  ohne  zu  entarten,
ungeschwächt  wirkfam  und  ist  schon  durch
nahezu  500  Thiere  gegangen.  Die  Beschaffung
  von  Menschenlymphe  (Retrovaccine)
wurde  gänzlich  aufgegeben.

Theils  wurde  im  eigenen  Institut  gewonnene
unvermischte  oder  von  2  Thieren  stammende
vermischte  Lymphe  verwendet,  theils  wurden
Versuche  mit  Wiener,  Stettiner  und  Karlsruher
  Lymphe  gemacht.  Die  Stettiner
Lymphe  erwies  sich  als  recht  kräftig.  Vor
der  Verimpfung  mußte  die  Lymphe  mindestens
  4  Wochen  oder  auch  länger  gelagert
haben.  Impfstoff  vom  10.  Juni  1896,  verimpft
  auf  1  Thier  am  19.  März  1897,  erab

  19g  dehte  von  sehr  guter  Wirksameit
  am  Menschen.

Die  25  mit  Thierlymphe  geimpften  Kälber
erforderten  durchschnittlich  je  132  Portionen.
Die  Menschenlymphe  war  12  Kindern  im
öffentlichen  Termin  entnommen.

Außer  den  im  Vorjahre  bezeichneten  Lieferanten
  der  benutzten  Kinderlymphe  werden
noch  der  Vorstand  und  Dr.  Meyerhoff  als
Sammler  solcher  Lymphe  für  die  Anstalt
bezeichnet.

Die  Fortzüchtung  eines  animalen  Stammes
ist  nach  vielen  früheren  vergeblichen  Versuchen
  auch  1897  nicht  geschehen,  da  die
kleinen  Kälber  hierzu  nicht  geeignet  sind.
Es  ist  beabsichtigt,  im  Jahre  1898  größere
Thiere  von  außerhalb  zu  beziehen.

Wie  bisher  ist  auch  im  Berichtsjahre  fast  ausnahmslos
  nderlhmme  verwendet  worden.
Sie  war  meist  frisch  bis  2  Tage,  selten  38,
vereinzelt  bis  zu  15  Tagen  alt.  Die  Gewinnung
  dieser  Lymphe  ist  im  IV.  Bande
auf  S.  162  beschrieben.

Die  in  einem  Falle  benutzte  Hierlhuyhe
war  aus  Hamburg  bezogen.  Die  Pusteln
berieihen  vorzüglich  (Ertrag:  6  -  Bei

er  Kinderimpfung  war  der  Erfolg  jedoch
fast  gleich  Null.