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breitere  Eruptionen  hervorrief.  Auch  die  Wärme  und  Feuchtigkeit  der  Luft  wirkten  auf
die  Pustelentwickelung  mit  ein.  Ekzematöse  sekundäre  Pustelchen  wurden  sehr  wenig,  häufig
aber  auffallend  schöne  Pocken  in  der  Nähe  des  Nabels  beobachtet.  Eine  Fehlimpfung  ist
nicht  vorgekommen.

Nach  dem  Bericht  aus  Bautzen  waren  dort  die  Pusteln,  abgesehen  von  kleinen  Verschiedenheiten,
  im  Allgemeinen  gleichmäßig  und  schön  entwickelt;  nur  bei  Kalb  9  waren  sie
zurückgeblieben.  Die  Verschiedenheiten  bestanden  darin,  daß  Menschenlymphe  zum  Theil
weniger  kräftige,  zum  Theil  ebenso  schöne  Pusteln  erzeugte  als  Thierlymphe.  Bei  einem
mit  Menschen=  und  Thierlymphe  geimpften  Kalbe  waren  die  Pusteln  allgemein  weniger  ergiebig;
  wiederholt  fanden  sich  auch  in  der  Oberbauchgegend  recht  gute  kräftige  Pusteln.
Entzündung  der  Pustelumgebung  bestand  bei  keinem  Thiere.  Die  mit  dem  dreiklingigen
Messer  angelegten  Pusteln  waren  breit  und  ergiebig.

In  Stuttgart  waren  sämmtliche  Thiere  erfolgreich  geimpft.

In  Cannstatt  entwickelten  sich  die  Pusteln  bei  18  Thieren  gut,  bei  6  ziemlich  gut,
1  mal  vertrockneten  sie,  so  daß  die  Abnahme  unterblieb.

In  Karlsruhe  entwickelten  sich  die  Pusteln  bei  den  Thieren  durchgehends  vollkommen
  und  untadelhaft,  streng  charakteristisch,  nur  bei  einem  Thiere,  welches  im  Hochsommer
  bei  großer  Hitze  geimpft  worden  war,  entstanden  Abortivpusteln.

In  Darmstadt  war  die  Entwickelung  der  Pusteln  bei  3  Thieren  nicht  ganz  befriedigend,
  im  Uebrigen  gut  und  sehr  gut.  Die  mit  Lymphe  der  Wiener  Impfanstalt  erzeugten
  Pustelstreisen  waren  besonders  breit,  ähnlich  denjenigen,  welche  diese  Anstalt  in
Frankfurt  a.  M.  ausgestellt  hatte.  Bei  der  Fortzüchtung  nahm  jedoch  die  Breite
bald  ab.

In  Schwerin  mußte  die  Abnahme  des  Ertrages  eines  Thieres  wegen  spärlicher  Entwickelung
  der  Pusteln  unterbleiben.  Bei  den  meisten  übrigen  Kälbern  waren  die  Pocken
gut  entwickelt,  die  Wirksamkeit  der  Lymphe  aber  nicht  immer  dem  Aussehen  der  Pocken
und  der  Erwartung  entsprechend.

In  Weimar  war  der  Ertrag  mit  Rücksicht  auf  die  Kleinheit  der  Kälber  gering.  Bei
größeren  Thieren  war  der  Ertrag  stets  gleichmäßiger  als  bei  den  3  bis  4  Wochen  alten.

In  Bernburg  haben  sich  die  Pusteln  stets  schön  entwickelt;  nur  bei  einem  Thiere
erschienen  sie  spärlich.

Von  den  in  Lübeck  geimpften  12  Kälbern  gelangte  1  wegen  trockener,  1  wegen  zu
weit  entwickelter,  theils  bereits  abheilender  Pusteln  nicht  zur  Abnahme.  Bei  den  3  mit
Aehle'scher  Lymphe  geimpften  Kälbern  zeigte  sich  auf  den  Schnitten  trockene  grüngelbe  Borke.
Bei  Druck  von  beiden  Seiten  platzte  dieselbe  und  es  wurde  im  Grunde  grüner  ziemlich
dicker  Eiter  sichtbar.  Der  Impfstoff  wurde  nicht  abgenommen.  Im  Uebrigen  war  nur  noch
bei  einem  Thier  eine  große  Anzahl  Pusteln  zu  wenig  sastreich,  bei  einem  andern  heilten
einige  schon  ab,  bei  einem  weiteren  waren  einige  noch  zu  wenig  entwickelt.  Die  Mißerfolge
  der  3  mit  Aehle'scher  Lymphe  geimpften  Kälber  führten  zu  zweimaliger  außerordentlicher
  Reinigung  und  Desinfektion  der  Anstalt  und  sämmtlicher  Geräthe,  Instrumente  2c.,
wie  sie  vor  Beginn  der  ersten  Impfung  regelmäßig  vorgenommen  wird.

In  Bremen  kamen  entzündliche  Erscheinungen  auf  der  Impffläche  nicht  vor,  ebenso
nicht  eiterige  Pusteln.  Stark  eingetrocknete  Pusteln  zeigten  die  Kälber  10  und  12.

In  Hamburg  erwies  sich  die  Beschaffenheit  der  Kalbspusteln  im  Allgemeinen  als
recht  günstig,  jedoch  versagten  im  Juni  und  August  während  großer  Hitze  mehrere  Kälber
fast  gänzlich,  sodaß  kaum  66%  der  Gesammtzahl  der  Thiere  volle  Ernten  brachten.