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In  Darmstadt  impfte  der  Vorstand  in  seinem  Impfbezirk  736  Erstimpflinge  mit
2924  Schnitten  mit  einem  Erfolge  von  99,3  bezw.  94,6  %  und  893  Wiederimpflinge  mit
3  533  Schnitten,  davon  erfolgreich  98,%  bezw.  91,,  0.

Im  Landeszuchthause  zu  Marienschloß  und  im  Zellengefängniß  zu  Butzbach  waren
die  Wiederimpfungen  wie  schon  früher  so  auch  im  Berichtsjahre  ausnahmslos  erfolgreich.

Während  in  der  Stadt  Bremen  von  1574  öffentlichen  Erstimpfungen  156  —
9/91  %  erfolglos  waren,  beträgt  dieser  Antheil  unter  1  744  Wiederimpfungen  nur  26  —  1,/0%.

Von  den  in  Metz  eingelaufenen  Erfolgsanzeigen  lauten  die  meisten  über  97,  bis
100  %  personelle  Erfolge.  Auch  über  die  Schnitterfolge  sind  verschiedene  Angaben  gemacht,
z.  B.  bezifferten  sich  dieselben  bei  Anwendung  der  1  bis  2  Monate  alten  Lymphe  von
Kalb  1  auf  78,  und  84,  /%;  ½  bis  2  Monate  alte  Lymphe  des  Kalbes  5  erzielte  85,,  %,
½  bis  1½  Monate  alte  des  Kalbes  13  sogar  98,6  bis  100  %  Schnitterfolge.  Das  ⅛
bis  1  Monat  alte  Derivat  von  einige  Monate  alter  Kasseler  Lyumphe  ergab  100  0%  personelle
  und  98,0%%  Schnitterfolge.

Besondere  Mittheilungen  über  die  Wirksamkeit  des  Impfstoffes.

Bei  mit  Königsberger  Lymphe  geimpften  75  034  Erstimpflingen  fielen  8  %  der
Schnitte,  bei  56  850  Wiederimpflingen  21  %  aus.

Die  aus  Berlin  während  der  heißen  Jahreszeit  versandte  zentrifugirte  Lymphe  erzielte
  folgende,  in  den  vorstehenden  Tabellen  eingerechnete  Ergebnisse.  Bei  4  834  Erstimpfungen
  war  der  personelle  Erfolg  =  97,5  90,  der  Schnitterfolg  —  89  0%  bei  5.036
Wiederimpfungen  93  bezw.  71  .

Die  Lymphe  eines  in  Berlin  geimpften  Kalbes  ergab  schon  bei  den  Probeimpfungen
an  Schulkindern  unbefriedigende  Resultate,  weshalb  sie  nicht  zum  Versandt  kam.

Mit  der  im  Berichtsjahre  mehr  als  im  Vorjahre  1896  verdünnten  Lymphe-Emulsion
erzielten  einzelne,  minder  geübte  Impfärzte  nicht  günstige  Resultate.  Der  Bericht  empfiehlt
die  Beschränkung  des  Zusatzes  zu  1  Theil  Rohlymphe  auf  9  Theile  Glycerinwasser.

In  Stettin  war  den  Berichten  der  Impfärzte  zufolge  die  Wirksamkeit  der  in  stärkerem
Verhältniß  (1:9)  verdünnten  Lymphe  nicht  so  gut  wie  in  den  Vorjahren  mit  der  im
Mischungsverhältniß  1:4  hergestellten.

Nach  Oppeln  berichteten  nur  2  Aerzte  über  ein  auffallend  ungünstiges  Impfresultat,
so  daß  der  Bericht  wohl  mit  Recht  in  der  Impftechnik  die  Erklärung  sucht.

In  Hannover  erwies  sich  die  Lymphe,  abgesehen  von  derjenigen  des  Kalbes  Nr.  7
(vergl.  S.  113),  von  guter  Wirksamkeit  und  Haltbarkeit.  Nur  der  Rest  der  Lymphe  von
Kalb  44  (abgenommen  am  30.  März  1897)  verlor  nach  5  Monaten  rasch  an  Wirksamkeit.

Mehrere  Versuche  mit  sedimentirter  Lymphe  fielen  verschieden  aus,  zum  Theil  recht
gut,  zum  Theil  sehr  ungünstig.  Dieses  war  anscheinend  dann  der  Fall,  wenn  die  Sedimentirung
  vollkommen  war  und  die  Röhrchen  wirklich  nur  eine  klare  Flüssigkeit  enthielten,
in  welcher  sich  auch  bei  ziemlich  starker  Vergrößerung  durch  die  Lupe  keine  körperlichen
Bestandtheile  mehr  erkennen  ließen.

Jede  der  verwendeten  Lymphesorten  wurde  von  einer  Reihe  guter  Impfärzte  sowohl
bei  Erst=  wie  bei  Wiederimpfungen  mit  vollem  personellen  Ersolg  verimpft,  während  andere
alljährlich  schlechte  Resultate  verzeichnende  Impfärzte  mit  derselben  Lymphe  bei  Erstimpfungen
10  bis  20,  bei  Wiederimpfungen  30  bis  40  %  und  mehr  Fehlerfolge  hatten.  —  Hinsichtlich
der  mit  gleicher  Lymphe  und  gleichzeitig  ausgeführten  Rekrutenimpfungen  wurden  zum  Theil
volle  personelle  Erfolge,  jedoch  auch  über  50  %  Fehlerfolge  gemeldet.