—  152  —

14  Todesfälle  —  9  weniger  als  im  Vorjahre  —  herbeigeführt,  und  an  Rotz  starben  3
Personen  gegen  4  im  Vorjahre.

Zugenommen  haben  von  1895  zu  1896  unter  der  Gesammtbevölkerung  der  13
Staaten  des  Reiches  mit  ihren  fast  50  Millionen  Bewohnern  die  Todesfälle:

an  Masen  von  9  659  auf  13  555

„  Keuchhusten  „  17160  „  19  657
„  entzündlichen  Krankh.  der  giimungsergene).  „  127  824  „  130  594

„  Genickstare  „  322  „  522
aus  angeborener  Lebensschwüüche  „  56  614  „  57087
in  Folge  von  Neubildugen  „  32548  „  34  102
durch  Verunglückuugg  „  18  570  „  19  512
durch  Selbstmoddd  „  9791  „  10  190

e)  Darunter  die  Todesfälle  an  Lungenentzündung  (croupöser)  „  60  602  66  933

Von  sonstigen  Infektionskrankheiten,  welche  außer  den  genannten  hier  in  Betracht
kommen,  hat  der  Milzbrand  34  Todesfälle  —  15  mehr  als  im  Vorjahre  —,  die
Trichinose  6  Todesfälle  —  2  mehr  als  im  Vorjahre  —  und  die  Tollwuth,  an  der  im
Vorjahre  keine  Person  gestorben  war,  4  Todesfälle  verursacht,  auch  wurden  auf  Syphilis
528  Todesfälle,  hauptsächlich  bei  Kindern  des  ersten  Lebensjahres,  58  mehr  als  im  Vorjahre,
  zurückgeführt.

Einer  geringen  Zunahme  der  Todesfälle  an  Kind  bettfieber  von  2701  auf  2707  steht
eine  stärkere  Abnahme  der  Todesfälle  an  „sonstigen  Folgen  der  Entbindung“  (von  3804  auf
3743)  gegenüber.  Die  auf  je  1000  geborene  Kinder  errechnete  Verhältnißziffer  der  im  Kindbett
  gestorbenen  Frauen  ist,  da  in  den  13  Staaten  36  195  lebende  und  643  todte
Kinder  mehr  als  während  des  Vorjahres  geboren  wurden  —  von  98  auf  3,4  —  gesunken.

C.  Abnahme  und  Zunahme  der  Todesfälle  in  den  einzelnen  Staatsgebieten.

Will  man  näher  darauf  eingehen,  in  welchen  Staaten  und  in  welchen  Gebietstheilen
  der  größeren  Staaten  die  stärkste  Abnahme  oder  Zunahme  der  Sterbefälle  beobachtet
worden  ist,  so  empfiehlt  es  sich,  die  Kinder  des  ersten  Lebensjahres,  die  sog.  „Säuglinge"“,
und  die  mehr  als  60  Lebensjahre  zählenden  Personen,  welche  zusammen  mit  jenen  Säuglingen
  nur  einen  geringen  Bruchtheil,  nicht  einmal  den  neunten  Theil  der  Reichsbevölkerung!)
bilden,  zunächst  außer  Betracht  zu  lassen.

Unter  den  im  Alter  von  1  bis  60  Lebensjahren  stehenden  Personen,  also  unter
der  Hauptmasse  der  Bevölkerung  und  demjenigen  Theile  derselben,  dessen  Daseinsverhältnisse
  vorwiegend  das  öffentliche  Interesse  beanspruchen,  hat  die  Zahl  der  Sterbefälle  seit
dem  Vorjahre  abgenommen,  und  zwar  am  stärksten:

1)  innerhalb  Norddeutschlands  in  Schleswig-Holstein,  von  8  790  auf  7  993  also  um  9,70/0  der  vorjährigen  Zahl,

im  Herzogthum  Braunschweig,  um  332  oder  „  8.9%  „  „
in  Berln  „  1249  „  „  78%  „  »  „
im  Staate  Hamburg  „  331  „  „  5.90/%0  „  »  »
indetPtovinzDannovek,»768,,»4-10fo«»  »  »-2)südlichdesMainsinWürttemberg,.................
  ,,828,,,,4,90!0»  »  ,,
nndimangkenzendenDohenzollern,.,,80,,,,I4-80!o»  »  „
im  linksrheinischen  Bayhern,  ...  ..  ...  „  328  „  „  4,90%  „  „  „
in  Elsaß-Lothringen  „  408  „  „  3,7%  „  »  »
in  Baden,  ...........  .....  n  332  "  r  2,5  /  15  ö5¼%  %  „
3)  im  Großherzogthum  Hessen  „  270  „  „  3%0%  „  „  »

I)NachdemletztenbezüglichenZählnngöerqebniß10,370J0derortsanwefendenBevöllernng(Statist.
Jahrb.  XVII.  S.  5).