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waren  sie  am  günstigsten  in  Schleswig-Holstein  und  Posen,  demnächst  in  den  Provinzen
Brandenburg,  Pommern,  Westpreußen,  Ostpreußen,  Sachsen  und  Hannover.

Die  höchste  Sterblichkeit  unter  Personen  dieser  Altersklasse  ist  demgegenüber  in
Schlesien  und  in  Bayern,  ferner  in  Baden,  Württemberg  mit  Hohenzollern  und  im  Staate
Bremen  beobachtet;  höhere  Sterbeziffern  als  die  durchschnittliche  finden  sich  auch  in  Hessen
und  Sachsen-Meiningen,  sowie  innerhalb  Preußens  in  der  Rheinprovinz,  in  Westfalen,  Hessen-Nassau
  und  Berlin.  In  Schlesien  ist  es  besonders  der  Reg.-Bez.  Breslau,  welcher  sich
durch  eine  hohe  Sterbeziffer  von  11,0%  0  in  ungünstiger  Weise  auszeichnete,  während  dieselbe
  im  Reg.-Bez.  Liegnitz  9,/  und  im  Reg.-Bez.  Oppeln  nur  9,56  %  betrug.  Innerhalb
des  Königreichs  Bayern  starben,  wenn  man  annimmt,  daß  der  Altersaufbau  der  Bevölkerung
  hier  seit  der  Volkszählung  vom  1.  Dezember  1890  durchweg  unverändert  geblieben
ist,  in  Unterfranken  10,,,  in  Schwaben  10,,  in  Mittelfranken,  ebenso  wie  in  der  Pfalz  99,
in  Oberbayern,  der  Oberpfalz  und  in  Oberfranken  9,,  endlich  in  Niederbayern  9/1  auf  je
1000  Lebende  der  Altersklasse.  Innerhalb  der  Rheinprovinz  war  die  betr.  Sterbeziffer
über  dem  Durchschnitt  für's  Reich  nur  im  Reg.-Bez.  Koblenz  (—  9,5)  und  in  den  Regierungsbezirken
  Köln  und  Trier  (S  9,2),  im  dichtest  bevölkerten  Reg.-Bez.  Düsseldorf  betrug
  sie  999  und  im  Reg.-Bezirk  Aachen  886%.  In  Württemberg  waren  die  Sterbeziffern
  des  Schwarzwaldkreises  (10,,)  und  des  Donankreises  (999)  erheblich  höher  als  die  des
Jagstkreises  (9#)  und  des  Neckarkreises  (9);  in  Baden  hatte  von  den  vier  Landeskommissariatsbezirken
  Mannheim  die  höchste  (10,1),  Freiburg  die  niedrigste  Sterbeziffer  (9,),
in  Hessen  war  es  nur  die  Provinz  Starkenburg,  welche  durch  eine  recht  hohe  Sterbeziffer
von  10  %  die  Nachbargebiete,  z.  B.  auch  die  Rheinpfalz  und  Hessen-Nassau  überragte,  in
Rheinhessen  und  Oberhessen  betrug  dieselbe  9#1%%  —  Elsaß-Lothringen  verdankt
seine,  gegenüber  anderen  Gebieten  Süddeutschlands,  günstigere  Stellung  in  der  Tabelle
hauptsächlich  der  niedrigen  bezüglichen  Sterbeziffer  Lothringens  (8,5);  im  Unter=  und  Ober-Elsaß
  war  dieselbe  wesentlich  höher  (9,1  bezw.  9,,).  Im  Königreich  Sachsen  endlich  war
die  Sterbeziffer  nicht  nur  im  Ganzen  sondern  auch  in  jeder  der  vier  Kreishauptmannschaften
unter  dem  Durchschnitt,  am  niedrigsten  in  der  dichtest  bevölkerten  Kreishauptmannschaft
Zwickau  (8.0.

Im  Allgemeinen  haben  sich  seit  dem  Vorjahre  die  Verhältnisse  in  den  einzelnen
Theilen  des  Reiches  wenig  geändert.  Von  denjenigen  14  großen  Staatsgebieten,  welche
im  Vorjahre  unter  Personen  dieser  Altersklasse  eine  höhere  Sterbeziffer  hatten,  als  damals
dem  Durchschnitt  für's  Reich  (9,1)  entsprach  —  vergl.  Bd.  V  S.  36  —  haben  im  Berichtsjahre
  dreizehn  wieder  eine  höhere  Sterbeziffer  als  die  durchschnittliche  gehabt,  nur  Elsaß-Lothringen,
  woselbst  im  Vorjahre  92  auf  je  10  000  Lebende  dieser  Altersklasse,  also  mehr
als  im  Durchschnitt,  gestorben  waren,  ist  für  das  Berichtsjahr  in  die  Reihe  der  Gebiete
mit  den  günstigeren  Sterblichkeitsverhältnissen  gerückt.  In  denjenigen  6  Bundesstaaten
endlich,  welche  für  1896  zum  ersten  Male  Ausweise  zur  Todesursachenstatistik  des  Reiches
geliefert  haben,  also  in  Mecklenburg-Schwerin,  Anhalt,  Schwarzburg-Sondershausen,  Waldeck,
Reuß  ä.  L.  und  Lübeck,  ist  durchweg  die  Sterbeziffer  der  Personen  von  15—60  Jahren
geringer  als  im  Durchschnitt  gewesen.  (Vergl.  hierzu  auch  die  Karte  Nr.  VIII).

Zu  Spalte  d.  Unter  den  im  Alter  am  meisten  vorgeschrittenen  Bewohnern  des
Deutschen  Reiches,  denjenigen,  welche  das  60.  Lebensjahr  überschritten  haben,  war  die
Sterbeziffer  während  des  Berichtsjahres  am  höchsten  im  Süden  und  Westen  des  Reiches,
ferner  in  Schlesien  und  einigen  mitteldeutschen  Gebieten,  denn  nach  obiger  Uebersicht  B
(Spalte  d)  sind  mehr  Personen  so  hohen  Alters  als  durchschnittlich  im  Reiche  einerseits  in