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Auf  je  10  000  (am  2.  XII.  1895  gezählte)  Bewohner  wurden  im  Jahre  1896
lebendgeboren:

1.  im  Königreich  Sachsen  402  Kinder  1.  in  Westpreuhßen  428  Kinder
2.  in  Reuß  ä.  L.  899.  381  „  2.  „  Posen  424  „
3.  ,  Bayhrrern  371  „  3.  „  Westfaln  405  „
4.  „  Sachsen-Meiningen  352  „  4.  „„  Schleseen  404  „
5.  „  Württembreg  346  „  5.  „  Ostpreußßen  390  „
6.  „  Braunschweigg  346  „  6.  „  der  Rheinprovriiz  37  „
7.  „  Hambureg  345  „  7.  ,  Pommen  369  „
8.  „  Sachsen-Coburg-Gotha  345  „  8.  „  der  Provinz  Sachsen  368  „
9.  ,  Anhalt  34  „  9.  „  Brandenbung  348  „
10.  ,  Baden  335  „  10.  „  Schleswig--Holsten..  339  „
11.  „  Lübkeg  334  „  11.  „  Hannobbenr  338  „
12.  „  Hessen  324  „  12.  „  Hohenzollen  327  „
13.  „  Schwarzburg-Sondershausen  321  „  13.  „  Hessen-Nassaa.  319  „
14.  „  Bremzmmemmm  320  „  14.  „  Berllliiln  288  „
15.  „  aumburg-Lippe  8316  „  "„
16.  ,  Schmnone  !*“  307  „  im  Königreich  Preuße  372  Kinder
4%  b  Sn.  .in  allen  19  Staaten  des  Reiches  365

im  Mittel  (der  18  Staaten):  357  Kinder

Der  Vergleich  mit  der  Uebersicht  auf  S.  164  ergiebt,  daß  allerdings  in  der  Regel
eine  hohe  Säuglingssterblichkeit  mit  einer  hohen  Geburtsziffer  und  eine  geringe  Säuglingssterblichkeit
  mit  einer  niedrigen  Geburtsziffer  einhergeht,  doch  finden  sich  auch  bemerkenswerthe
  Ausnahmen  von  dieser  Regel  vor.

So  entspricht  namentlich  in  Bayern,  im  Königreich  Sachsen,  Reuß  ä.  L.,  aber  auch
in  Schlesien  und  Westpreußen  der  hohen  Geburtsziffer  eine  hohe  Säuglingssterblichkeit,
und  ebenso  entspricht  namentlich  in  Waldeck  und  Schaumburg-Lippe,  aber  auch  in  Mecklenburg-Schwerin,
  Bremen,  Lübeck,  Hessen,  Hessen-Nassau,  Hannover,  Schleswig-Holstein  eine
niedrige  Geburtsziffer  der  geringen  Szuglingssterblichkeit,  dagegen  war  in  Westfalen
trotz  recht  hoher  Geburtsziffer  und  in  der  Rheinprovinz  trotz  einer  wenigstens  den  Durchschnitt
  beträchtlich  überragenden  Geburtsziffer  die  Säuglingssterblichkeit  gering,  und  umgekehrt
  nehmen  Baden  und  Elsaß-Lothringen,  Brandenburg,  Pommern,  Berlin  trotz  niedriger
Geburtsziffer  eine  relativ  hohe  Stelle  in  der  Reihe  der  nach  der  Höhe  der  Säuglingssterbeziffer
  geordneten  Staaten  bezw.  Provinzen  ein.

Säuglingssterblichkeit  in  den  größeren  Ortschaften  des  Reiches.

In  den  von  fast  zwei  Siebentel  der  Gesammtbevölkerung  des  Reiches  (von  27,7  %
der  Bevölkerung  aller  26  Staaten)  bewohnten  266  Ortschaften,  welche  dem  Kaiserlichen
Gesundheitsamte  monatlich  Ausweise  über  die  Sterblichkeitsverhältnisse  einsenden,  sind
während  des  Berichtsjahres  102  803  Kinder  des  ersten  Lebensjahres  auf  498  074  Lebendgeborene,
  d.  i.  206  auf  je  1000  (im  Vorjahre  2389:1000)  gestorben,  mithin  war  in  diesen
am  dichtesten  bevölkerten  Orten  die  Säuglingssterblichkeit  nur  wenig  höher  als  sonst  im
Reiche  (vgl.  Veröffentl.  des  K.  G.-A.  Jahrg.  1897  S.  1053—  1069).  Daß  die  Lebensaussichten
  der  neugeborenen  Kinder  gerade  in  diesen  Berichtsorten  sich  gegen  früher  wesentlich
  gebessert  haben,  zeigt  ein  Rückblick  auf  die  ersten  Jahre  der  Berichte  an  das  Gesundheitsamt.

  Während  der  Jahre  1877  bis  1880  starben  auf  je  1.000  Lebendgeborene
Mediz.-stat.  Mitthell.  a.  d.  Kaiserl.  Gesundheitsamte.  Bd.  V.  13