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im  Osten:  Kolberg  (218),  Grabow  (209),  Gnesen  (178),  Inowrazlaw  (176),  Insterburg
(15.2),  Königshütte  (133);

sonst:  Wurzen  (367),  Apolda  (250),  Merseburg  (137).

Die  Masern  haben  von  den  266  Berichtsorten  besonders  heftig  das  rheinische
Städtchen  Beeck,  ferner  Meerane,  Gießen,  Köln,  Hamm,  Ueckendorf,  Inowrazlaw,  Graudenz,
  Köpenick  und  Kreuznach  heimgesucht,  wo  ihnen  überall  10  bis  25  von  je  10  000
Einwohnern  zum  Opfer  fielen;  dem  Scharlach  sind  verhältnißmäßig  viele  Personen  in
Wittenberg,  (77:  10  000  Einw.),  Allenstein,  Schweidnitz,  Merseburg,  Jersitz  und  in  zahlreichen
  Orten  Westfalens  (namentlich  Ueckendorf,  Hörde,  Witten,  Herne,  Recklinghausen,
Bochum),  sowie  in  zwei  Vororten  Berlins  (Nieder-Schönhausen  und  Tegel)  erlegen.

Im  Ganzen  sind  den  drei  letztgenannten  Infektionskrankheiten  des  kindlichen  Alters
(Diphtherie,  Masern,  Scharlach)  außerhalb  der  266  größeren  Orte  des  Reiches  verhältnißmäßig
  mehr  Leben  zum  Opfer  gefallen  als  innerhalb  derselben,  was  zum  Theil  wohl  dem
Umstande  zuzuschreiben  ist,  daß  den  erkrankten  Kindern  in  den  Städten  weit  häufiger
ärztliche  Fürsorge  und  sachverständige  Pflege  zu  Theil  wird  als  auf  dem  Lande  oder  in
kleineren  Orten.

Auf  je  1  Million  Bewohner  starben  während  des  Berichtsjahres:

a.
b.
in  den  266  Ortschaften  .
.  im  ganzen  Reiche,
mit  einer  Einwohner-  soweit  es  an  den  Erzahl

  von  15  000  spebungen  betheiligt  sst

und  darüber
an  Diphtherie  (einschl.  Croup)  ....  ...  431  634
„  Masen  247  272
„Scharlach.  ...  .  .  .  ..  .  .  ..  ...  .  .  .  ...  138  164

Wie  weit  diese  Differenz  zu  Gunsten  der  städtischen  Bevölkerung  (im  Ganzen  —  254)
durch  eine  andere  Altersgliederung  der  Bevölkerung  in  den  größeren  Ortschaften  bedingt
wird,  läßt  sich  bei  dem  Mangel  genauer  Angaben  über  die  Altersverhältnisse  in  allen  diesen
Ortschaften  nicht  entscheiden,  doch  ist  es  wahrscheinlich,  daß  die  recht  wesentliche  Differenz
theilweise  darauf  beruht,  daß  außerhalb  der  größeren  Ortschaften  verhältnißmäßig  mehr
Kinder  als  innerhalb  derselben  leben,  und  daß  Kinder  eben  häufiger  an  diesen  Krankheiten
sterben.

e.  Die  Ursachen  der  Sterbefälle  im  Alter  von  15—60  Jahren.

In  der  vorbezeichneten  mittleren  Altersklasse,  welche  naturgemäß  den  widerstandsfähigsten
  Theil  der  Reichsbevölkerung  bildet,  war  während  des  Berichtsjahres,  ebenso  wie  in
den  Vorjahren,  die  Tuberkulose,  zumal  die  Lungentuberkulose,  weitaus  die  bedeutsamste
Ursache  der  Sterbefälle,  denn  von  je  1000  Personen  dieses  Alters,  welche  in  den  achtzehn
an  den  bezüglichen  Erhebungen  betheiligten  Staaten  des  Deutschen  Reiches  aus  bekannter
Ursache  starben,  sind  823  der  Lungentuberkulose  und  weitere  14  bis  15  der  Tuberkulose
anderer  Organe  erlegen.  Mehr  als  der  dritte  Theil  (33/6  5%)  der  in  diesem  Lebensalter
eingetretenen  Todesfälle  war  also,  soweit  Erhebungen  angestellt  sind,  durch  Tuberkulose
verursacht.